Faust Kapitelzusammenfassung
"Faust" von Goethe zu verstehen, ist gar nicht so leicht. Wir haben die Szenen für dich zusammengefasst! | Foto: Eskemar/Getty Images

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Autor

25. Mär 2019

Hannah Essing

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Faust Kapitelzusammenfassung: Goethes "Faust" im Überblick!

Faust im Überblick: Einstieg, Kurzzusammenfassung und die wichtigsten Personen

"Faust. Eine Tragödie" von Johann Wolfgang von Goethe ist eines der bedeutendsten und auch bekanntesten literarischen Werke in der deutschen Geschichte. Neben den wichtigsten Infos zum Einstieg haben wir auch eine kurze Zusammenfassung der Tragödie für dich, um dir einen ersten groben Überblick über das Geschehen zu verschaffen.

Außerdem haben wir die wichtigsten Personen und Handlungsstränge des Stückes aufgelistet. Im Anschluss daran findest du eine Kapitelzusammenfassung jeder einzelnen Szene von "Faust".


Die Zusammenfassung jeder einzelnen Szene kannst du dir  hier auch als PDF herunterladen!


Inhaltsverzeichnis

1) Einstieg: Erste Infos zu Goethes "Faust"
2) Die wichtigsten Personen in "Faust"
3) Kurzzusammenfassung der Tragödie "Faust"
4) Wichtige Handlungsstränge in "Faust"
5) "Faust" Kapitelzusammenfassung: Was passiert in den einzelnen Szenen?


Einstieg: Erste Infos zu Goethes "Faust"

Veröffentlicht wurde die Tragödie 1808. Allerdings schrieb Goethe über sechzig Jahre an diesem Werk. Deshalb kann es nicht eindeutig einer bestimmten Literaturepoche zugeordnet werden. Vielmehr findest du im "Faust" die Einflüsse verschiedener Literaturepochen: der Aufklärung (1720-1785), des Sturm und Drang (1767-1785), der Weimarer Klassik (1786-1805/1832) und der Romantik (1795-1835).

Im Mittelpunkt stehen Doktor Heinrich Faust und Mephistopheles, auch Mephisto genannt, der Teufel. Angesiedelt ist die Handlung im frühen 16. Jahrhundert, genau datierbar ist sie aber nicht. Auch ein genauer Ort wird nicht genannt, die Schauplätze wechseln. Jedoch wird in der Szene in Auerbachs Keller Bezug auf Leipzig genommen.


Wir haben eine Kapitelzusammenfassung des Klassikers Faust.


Die wichtigsten Personen in "Faust":

  • Dr. Heinrich Faust, ein Gelehrter
  • Mephistopheles (Mephisto), der Teufel
  • Margarete (Gretchen), ein junges Mädchen
  • Marthe, Margaretes Nachbarin
  • Wagner, ein Student von Faust
  • Valentin, Margaretes Bruder
  • Lieschen, eine Bekannte von Margarete
  • Der Herr, Gott
  • Geist, ein Erdgeist

Kurzzusammenfassung der Tragödie "Faust"

Dem eigentlichen Beginn der Tragödie werden drei Prologe vorangestellt. Während des dritten, dem "Prolog im Himmel", unterhält sich der Teufel, Mephisto, mit Gott und macht sich über dessen Schöpfung, den Menschen, lustig. Mephisto nimmt sich vor, einen Menschen vom richtigen Weg abzubringen und fasst in diesem Zusammenhang den Gelehrten Dr. Heinrich Faust ins Auge. Denn der wird von Gott besonders gelobt. Mephisto beschließt also, Faust dazu zu bringen, sich unmoralisch zu verhalten.

Als Faust zum ersten Mal auf Mephisto trifft, befindet er sich gerade in einer tiefen Sinn- und Schaffenskrise. Er geht deshalb auf einen Deal mit Mephisto ein: Seine Seele gegen einen Lebensstil, von dem Faust sich Glückseligkeit erhofft.


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Verjüngungskur durch Zauberei

Mephisto sorgt dafür, dass sich Faust durch einen Zaubertrank einer Verjüngungskur unterzieht. Der Trank bewirkt außerdem, dass Faust jede Frau begehrenswert findet. Kurz nach Einnahme des Trankes trifft Faust auf die junge, tugendhafte, tiefgläubige Margarete und ist sofort entschlossen, sie zu seiner Geliebten zu machen. Mephisto soll ihm dabei helfen.

Margaretes Verführung

Mit einem Trick sorgt Mephisto dafür, dass Faust einen Moment allein mit Margarete im Garten ihrer Nachbarin verbringen kann, ohne dass Margaretes strenge Mutter es mitbekommt. Obwohl Margarete lange zögert und sich zunächst nicht auf Faust einlässt, schafft er es im Garten dann doch, sie zu einem Kuss zu verführen. Beide gestehen sich ihre Zuneigung zueinander.

Obwohl Faust merkt, dass er zunehmend unter Mephistos Einfluss steht, ist ihm auch klar, dass er Margarete dazu bringen möchte, mit ihm zu schlafen. Und tatsächlich kann er Margarete dazu überreden, dass sie ihrer Mutter ein Schlafmittel gibt, so dass er sich ungestört mit Margarete treffen kann. Allerdings verfehlt das Mittel seine Wirkung und tötet die Mutter, statt sie nur zu betäuben.

Der Konflikt um Margarete

Margaretes Bruder Valentin hat inzwischen von der Beziehung zwischen seiner Schwester und Faust gehört und konfrontiert den Gelehrten. Es kommt zum Kampf und Valentin wird von Faust erstochen. Faust und Mephisto fliehen aus Angst vor Strafe aus der Stadt.

Noch während Valentin im Sterben liegt, beschimpft er seine Schwester als zuchtlos und vermutet, dass sie schwanger ist.

Kurz nach Valentins Tod und Fausts Flucht stellt Margarete fest, dass sie tatsächlich schwanger ist – von einem Mann, der nun nicht mehr auffindbar ist und ihres Wissens auch nicht vorhat, zu ihr zurückzukommen und sie und das Kind zu unterstützen.

Vor lauter Verzweiflung über ihre Situation bringt Margarete ihr Kind nach der Geburt um und landet dafür im Kerker – ihr droht die Hinrichtung. Als Faust schließlich Monate später durch Mephisto von Margaretes Schicksal erfährt, macht er sich mit dem Teufel zusammen auf den Weg, um Margarete aus dem Kerker zu holen und sie vor der Hinrichtung zu retten.

How it Ends: Das Ende von "Faust"

Margarete verweigert allerdings die Flucht. Stattdessen möchte sie sich nun in die Hände Gottes begeben. Die Tragödie endet mit Fausts erneuter Flucht, zusammen mit Mephisto. Das Ende lässt außerdem vermuten, dass Margarete durch Gott errettet wird.


Wichtige Handlungsstränge in "Faust":

Die Handlung lässt sich in zwei Themenkomplexe gliedern: einerseits in die sogenannte Gelehrtentragödie und andererseits in die Tragödie Margaretes oder Gretchens.

Die Gelehrtentragödie bezieht sich vor allem darauf, dass Faust als Gelehrter und Wissenschaftler an seine Grenzen stößt, er kommt in seiner Forschung nicht voran und ist frustriert von der konservativen Einstellung seiner Studenten und der Menschen, die ihn umgeben. Auch mit seinem Privatleben ist er unzufrieden, er ist gelangweilt und wünscht sich, Glück zu spüren. Deshalb lässt er sich auf den Deal mit Mephisto ein.

Die Gretchentragödie beschreibt den Teil der Handlung, der sich um Margaretes Schicksal dreht und darum, dass Faust sie letztlich durch seine Handlungen ruiniert.


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Faust startet mit dem Prolog im Himmel


Faust Kapitelzusammenfassung: Was passiert in den einzelnen Szenen?

Wie bereits oben im Abschnitt zur Kurzzusammenfassung erwähnt, beginnt "Faust" mit drei Prologen. Relevant für die Handlung ist vor allem der dritte Prolog, denn hier wird deutlich gemacht, was Mephisto antreibt und warum er Faust aufsucht. Man kann sagen, dass hier die ganze Tragödie ihren Anfang nimmt.

Prolog 1) Das Gedicht "Zueignung"

Vor Beginn des Stücks steht ein Klagegedicht, eine Elegie. In diesem spricht der Dichter vom Schaffungsprozess des Stücks, wobei er sich in Gedanken über den Verlust von Gefährten und der ersten Liebe verliert.

Prolog 2) Vorspiel auf dem Theater

Personen: Direktor, Theaterdichter, Lustige Person

Im zweiten Prolog unterhalten sich ein Direktor, ein Theaterdichter und eine lustige Person – also ein Schauspieler – darüber, was ein gelungenes Theaterstück ausmacht. Das Gespräch entwickelt sich zu einem Streit, da alle drei unterschiedliche Schwerpunkte haben. Das vorliegende Stück soll schließlich einen Kompromiss für alle darstellen.

Prolog 3) Prolog im Himmel

Personen: Der Herr, die himmlischen Heerscharen, nachher Mephistopheles, die drei Erzengel

Zu Beginn des Prologs im Himmel preisen die drei Erzengel Raphael, Gabriel und Michael die Werke des Herren, was von Mephisto verspottet wird. Außerdem lästert er ausgiebig über die Menschen. Gott wiederum lobt den Gelehrten Faust, woraufhin Mephisto dem Herrn eine Wette anbietet: Er will Faust vom rechten Weg abbringen.

Gott erlaubt Mephisto zwar, Faust auf Abwege zu führen. Laut dem Reclam-Lektüreschlüssel zu "Faust" von Mario Leis stimmt Gott einer richtigen Wette aber nie zu. Sondern Gott vertraut darauf, dass Faust sich nicht verführen lässt.


Faust Kapitelzusammenfassung: "Nacht"

Personen: Faust, später Erdgeist und Wagner

Faust steckt in einer tiefen Krise was seine wissenschaftlichen Erkenntnisse angeht. Er wünscht sich, "dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält."  Obwohl er normalerweise der Wissenschaft vertraut, beschwört er nun einen Erdgeist, um sich mit der Natur verbundener zu fühlen. Doch er hält die Erscheinung des Geistes kaum aus und wird von ihm verhöhnt.

Nachdem der Geist wieder verschwunden ist, klopft der Student Wagner an Fausts Tür. Die kurze Unterhaltung mit dem konservativen Wagner lässt Faust vollständig verzweifeln.

Resigniert und hoffnungslos möchte Faust sich mit Gift das Leben nehmen, wird jedoch von dem Läuten der Osterglocken davon abgehalten. Diese erinnern ihn an glücklichere Tage, an seine Kindheit und geben ihm neue Hoffnung, so dass er das Gift nicht austrinkt.

Zusammenfassung: "Vor dem Tor"

Personen: Spaziergänger aller Art, Faust, Wagner

Am nächsten Tag, dem Ostersonntag, gehen Faust und Wagner gemeinsam spazieren und mischen sich unter das gewöhnliche Volk. Die Szene gibt einen guten Überblick über die Gesellschaft, indem Bürger, Bauern, Studenten, Handwerksburschen, Soldaten, Bürgertöchter und Mägde auftreten. In der Szene wird schnell klar, dass Faust von der ganzen Bevölkerung wegen seiner medizinischen Verdienste verehrt wird.

In der Unterhaltung zwischen Faust und Wagner wird seine innerliche Zerrissenheit sichtbar. Auf dem Spaziergang folgt ihnen außerdem ein schwarzer Pudel, Faust nimmt ihn mit nach Hause.

Der Teufelspakt: Szene "Studierzimmer"

Personen: Faust, Mephisto

Faust übersetzt den Anfang des Johannes-Evangeliums ins Deutsche, während der Pudel immer unruhiger wird. Aufgebracht beschwört Faust ihn mit Zaubersprüchen, woraufhin der Pudel sich zu dem Teufel Mephisto verwandelt. Daher stammt der berühmte Ausruf "Das war also des Pudels Kern!".

Im sogenannten Teufelspakt bietet Mephisto Faust seine Dienste an, im Austausch dafür verlangt er die Seele von Faust. Dieser erhofft sich Erfüllung und Lebensglück von dem Deal und stimmt zu.

Szene "Auerbachs Keller in Leipzig"

Personen: Studenten, Faust, Mephisto

Vier Studenten im Keller versuchen mit Witzen und Scherzen die Stimmung aufzulockern. Faust und Mephisto gesellen sich zu ihnen, damit der Teufel dem Doktor das leichte Leben zeigen kann. Mephisto zaubert den Studenten Wein, der sich schließlich in Feuer verwandelt. Die Studenten greifen Mephisto daraufhin an, doch er kann sie mit seinen magischen Kräften aufhalten und ihm und Faust gelingt die Flucht. Die Studenten bleiben verstört zurück. Einer der Studenten ist sich sicher, Mephisto auf einem Fass zur Tür reiten gesehen zu haben.

Die Verjüngungskur: "Hexenküche"

Personen: Faust, Mephisto

Mephisto führt Faust in eine Hexenküche, wo dieser einen Trank bekommt, der ihn verjüngt und der dafür sorgt, dass ihm jede Frau begehrenswert erscheint. In einem Spiegel erblickt Faust eine wunderschöne Frau, deren Anblick ihn sofort verzaubert.


Verjüngungskur in der Hexenküche bei Faust


Faust Kapitelzusammenfassung: Straße (I) – Begegnung mit Gretchen

Personen: Faust, Mephisto, Margarete

In der Stadt begegnet Faust der jungen Margarete, die gerade von der Beichte kommt. Er bietet ihr seine Begleitung an, doch sie ist schüchtern und bescheiden und lehnt ab. (Faust: "Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit ihr anzutragen?" Margarete: "Bin weder Fräulein, weder schön, kann ungeleit nach Hause gehen.")

Verzaubert von ihr fordert Faust von Mephisto, dass er Margarete zu seiner Geliebten macht. Mephisto sagt, er solle sich gedulden, sorgt aber dafür, dass Faust ein Geschenk in Margaretes Zimmer hinterlegen kann.

Faust schenkt Margarete Schmuck: Szene "Abend"

Personen: Margarete, Faust, Mephisto

Margarete flechtet sich in ihrem Zimmer die Haare und denkt über Faust nach, den sie wegen seiner Erscheinung für einen Edelmann hält. Als sie das Zimmer verlässt, treten Mephisto und Faust ein. Faust schickt Mephisto fort und allein gelassen träumt er von Margarete.

Mephisto tritt erneut ein und warnt Faust, dass Margarete zurückkommt. Sie verstecken das Geschenk für Margarete und verschwinden so schnell es geht. Sie findet verwundert den für sie hinterlassenen Schmuck und legt ihn an, ehe sie sich im Spiegel betrachtet.

Szene "Spaziergang"

Personen: Faust, Mephisto

Mephisto berichtet Faust wütend, dass Margarete ihrer Mutter von dem Schmuck berichtet und diese ihn der Kirche übergeben hat. Doch er sagt auch, dass Margarete pausenlos an den Schmuck denkt und daran, wer ihn für sie wohl versteckt haben könnte. Faust will von Mephisto, dass dieser mehr Schmuck besorgt und zudem Margaretes Nachbarin zu einer Komplizin macht.

Faust Kapitelzusammenfassung: "Der Nachbarin Haus"

Personen: Marthe, Margarete, Mephisto

Margaretes Nachbarin Marthe ist allein in ihrem Haus und denkt an ihren abwesenden Mann und wie einsam sie sich ohne ihn fühlt. Sie ist unsicher, ob er noch lebt oder tot ist und hätte darüber gerne Gewissheit.

Margarete kommt zu Besuch, um ihr ihren neuen Schmuck zu zeigen und Marthe rät ihr, diesen zuerst einmal vor ihrer Mutter zu verstecken und nur heimlich in Marthes Haus zu tragen.

Mephisto überreicht Marthe die Nachricht, dass ihr Mann tot sei. Bei einem abendlichen Treffen in Marthes Garten will er einen zweiten Zeugen mitbringen, der diese Nachricht bestätigt. Er bittet Margarete, auch anwesend zu sein.

Szene "Straße (II)"

Personen: Faust, Mephisto

Faust und Mephisto treffen sich auf der Straße wieder, Faust erkundigt sich nach den Fortschritten in Bezug auf Margarete. Er ist begeistert, dass er sie am Abend bei Marthe treffen wird. Allerdings zögert er damit, den Tod von Marthes Ehemann zu bezeugen, ohne sicher zu wissen, ob dieser tot sei. Doch Mephisto kann Faust überzeugen.

Liebesgeständnis: Szene "Garten"

Personen: Faust, Margarete, Mephisto, Marthe

Die vier Personen treffen sich in Paaren in Marthes Garten. Faust und Margarete kommen sich näher und gestehen sich ihre Zuneigung.


Faust Kapitelzusammenfassung Garten


Der Kuss zwischen Faust und Margarete: "Ein Gartenhäuschen"

Personen: Faust, Margarete, Mephisto

Mephisto unterbricht Faust und Margarete, als sie sich im Gartenhäuschen küssen. Sie bleibt allein zurück, während Faust und Mephisto gehen, und fragt sich, was Faust an ihr finden könnte.

Diese Szene ist die einzige, in der explizit beschrieben wird, dass sich die beiden nahekommen. Weitere Körperlichkeiten werden nur außerhalb der Szenen ausgetauscht, abseits vom Leser oder Zuschauer.

Kann Faust die Tragödie noch abwenden? Szene "Wald und Höhle"

Personen: Faust, Mephisto

Faust zieht sich allein in den Wald zurück. Er dankt dem Erdgeist für die Erfüllung seiner Wünsche und erklärt, dass er sich nun der Natur näher fühle als vorher. Gleichzeitig erkennt er seine wachsende Abhängigkeit von Mephisto.

Mephisto kommt dazu und erweckt weiter das Verlangen nach Gretchen in Faust. Faust denkt, dass die Verführung von Gretchen unvermeidlich ist.


Faust Kapitelzusammenfassung Szene Wald und Höhle


Szene "Gretchens Stube"

Personen: Gretchen

Gretchen sitzt allein zu Hause und sehnt sich nach Faust.

Die Gretchenfrage: "Marthens Garten"

Personen: Margarete, Faust

Faust und Margarete treffen sich erneut im Garten der Nachbarin und sie stellt ihm die berühmte Gretchenfrage: "Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?". Er weicht der Frage aus und reagiert abweisend. Als sie gehen muss, ist Faust traurig und niedergeschlagen und wünscht sich ein paar Stunden mit Gretchen allein. Er gibt ihr ein Schlafmittel, das sie ihrer Mutter verabreichen soll. Erst später stellt sich heraus, dass dieses tödlich ist.

Vorausdeutung? Szene "Am Brunnen"

Personen: Gretchen, Lieschen

Gretchen geht zum Brunnen, um Wasser zu holen und trifft dort Lieschen. Diese erzählt ihr von einem anderen Mädchen, das unverheiratet schwanger geworden ist und hat, anders als Gretchen, kein Mitleid mit ihr.  Wieder allein bereut Gretchen, dass sie früher Mädchen auch verurteilt hat, die unverheiratet schwanger geworden sind. Denn durch ihre Beziehung mit Faust fühlt sie sich selbst als Sünderin.

Bittgebet um Schutz: Szene "Zwinger"

Personen: Gretchen

Gretchen bringt dem Andachtsbild der Mater Dolorosa – also Maria, die um ihren Sohn Jesus trauert – Blumen. Sie bittet Maria, sie vor Schmach und Tod zu bewahren.


Der Tod des Bruders: Szene "Nacht, Straße vor Gretchens Türe"

Personen: Gretchens Bruder Valentin, Faust, Mephisto

Gretchens Bruder Valentin hat von der Verbindung zwischen Gretchen und Faust erfahren. Er sorgt sich um ihre Tugend und die Schande, die mit dem Verlust eben dieser verbunden ist. Er wartet nachts vor dem Haus auf den Verehrer seiner Schwester.

Faust und Mephisto planen derweil, den Kirchenschatz zu stehlen, um neuen Schmuck für Gretchen zu haben. Währenddessen bietet Mephisto sich an, Gretchen ein Lied zu spielen, um sie auf die gemeinsame Nacht einzustimmen. Doch Gretchens Bruder zerschlägt das Instrument. Mephisto stachelt Faust an und dieser ficht mit Valentin und ersticht ihn schließlich. Um einer Strafe zu entgehen, fliehen Mephisto und Faust aus der Stadt.

Der sterbende Valentin beschimpft Gretchen vor den Nachbarn als zuchtlos und stellt sie damit öffentlich bloß. Er prophezeit ihr nicht nur, dass sie ein uneheliches Kind bekommen, sondern auch, dass sie als Prostituierte enden wird. Er behauptet, sein Tod wäre Gretchens Schuld.

Gretchen ist schwanger: Kapitel "Dom"

Personen: Gretchen, böser Geist

Im Gottesdienst ermahnt ein böser Geist Gretchen, dass sie Schuld am Tod ihrer Mutter und ihres Bruders trage. Er bestätigt außerdem ihre Ahnung, dass sie schwanger ist. Als der Chor vom jüngsten Gericht singt, wird sie ohnmächtig.


Faust Kapitelzusammenfassung Gretchen Dom


Szene "Walpurgisnacht"

Personen: Faust, Mephisto, Hexen

Mephisto lockt Faust zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg, wo sie Teil einer Hexenfeier werden. Die beiden tanzen mit zwei schönen Hexen, bis eine davon Faust an Gretchen erinnert. Um ihn abzulenken führt Mephisto Faust auf einen Hügel, auf dem ein Theaterstück stattfinden soll.

Szene "Walpurgisnachtstraum oder Oberons und Titanias goldne Hochzeit"

Personen: verschiedene Rollen

Ein "Stück im Stück" findet statt, das viele zeitgenössische Anspielungen enthält.

Faust hört Gretchens Schicksal: "Trüber Tag, Feld"

Personen: Faust, Mephisto

Monate später: Faust ist außer sich und macht Mephisto Vorwürfe, ihm verschwiegen zu haben, was inzwischen mit Gretchen passiert ist. Sie hat, von Faust allein gelassen, ihr neugeborenes Kind getötet und wartet nun im Kerker auf ihre Hinrichtung.

Mephisto erinnert Faust daran, wer von ihnen Gretchen in ihr Verderben geführt hat. Er versucht vergeblich, Faust davon abzuhalten, in die Stadt zurückzukehren. Faust ist nicht umzustimmen und letztendlich verspricht Mephisto, die Wächter zum Schlafen zu bringen und Zauberpferde zu besorgen. Gretchen befreien müsse Faust aber selbst.

Nacht, offen Feld

Personen: Faust, Mephisto

Faust und Mephisto reiten auf schwarzen Pferden und passieren den Hinrichtungsplatz. Sie sehen schwebende Wesen, welche Mephisto als Hexenzunft erkennt.

Letzte Szene von Faust I: "Kerker"

Personen: Gretchen, Faust

Als Faust in den Kerker eindringt, glaubt Gretchen zuerst, ihren Henker vor sich zu haben. Doch als sie ihn erkennt, ist sie zerrissen zwischen ihrer Liebe und der Angst vor weiterer Verdammnis. Faust will sie zur Flucht bewegen, doch sie weigert sich, da sie nicht noch weiter ins Verderben gestürzt werden möchte. Letztlich übergibt sie sich in die Hände Gottes.

Mephisto drängt Faust dazu, aus dem Gefängnis zu verschwinden und sagt, Gretchen sei gerichtet. Vom Himmel ertönt eine Stimme, die vermutlich Gott gehört. Die Stimme sagt, dass Gretchen gerettet sei. Daraufhin fliehen Mephisto und Faust gemeinsam.


Hier kannst du die Kapitelzusammenfassung als PDF herunterladen und "Faust" als Reclam Hörbuch auf Spotify hören:


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