Elyas M'Barek in Fack ju Göthe
Elyas M'Barek als Zeki Müller im Film "Fack ju Göhte" | Foto: Constantin Film
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25. Okt 2013

Anna Gumbert

Promis

Elyas M'Barek über Schule, Vorbilder und Freunde

Der "Fack ju Göhte"-Schauspieler im Interview

"In der Schule war ich einer der Vorlauten"

UNICUM: Findest du Goethe und die alten Dichter wirklich so schlimm, wie der Filmtitel von "Fack ju Göthe" vermuten lässt?
Elyas M'Barek: Ich war ja eine Zeit lang auf einem Gymnasium und musste dort einige alte Schinken lesen. Auch wenn ich zum Beispiel "Die Räuber" super finde, kann ich mit der Sprache nicht so viel anfangen. Modernere Bücher les ich aber gerne. "Der Drachenläufer" kann ich nur empfehlen sowie "Der Medicus", in dessen Verfilmung ich auch mitspiele.

Als Zeki Müller hast du mit einer schwierigen Klasse zu kämpfen. Woran könnte es liegen, dass Schüler heutzutage keinen Respekt mehr haben?
An Facebook (lacht)! Du kennst bestimmt auch ein paar Bilder oder Seiten, die mit bösen Kommentaren versehen sind. Die Schüler gewöhnen sich daran, dass man hier ohne Konsequenzen frech sein kann – und übertragen das auf ihren Alltag. Aber ganz ehrlich: Versucht man als Jugendlicher nicht immer, möglichst cool und frech zu sein?

Was für ein Schüler warst du?
Ich war einer der Vorlauten, wollte immer das letzte Wort haben. Aber ein Schwänzer war ich nie. Draußen rumzuhängen, war ja noch langweiliger als der Unterricht.

Was muss ein guter Lehrer können, um ein gutes Vorbild zu sein und den Respekt der Schüler zu gewinnen?
Ein guter Lehrer vermittelt Werte. Er entdeckt die Talente unter seinen Schülern und fördert sie. Bei mir damals haben einige Lehrer einfach ihr Programm runtergespult und diejenigen, die nicht mithalten konnten, runtergemacht. Da hat man doch sofort keinen Bock mehr auf Schule. Meine Lehrer meinten oft, ich würde irgendwann unter der Brücke schlafen. Aber hey – ich kann meine Miete heute trotzdem zahlen.

"Ich zum Beispiel habe riesige Ohrläppchen"

Wenn dir deine Lehrer keine Vorbilder waren, an wem hast du dich dann orientiert?
Ich habe bis heute keine Vorbilder. Du kannst nicht einfach die Biografie eines anderen übernehmen. Von meinen Kollegen wie Florian David Fitz oder Matthias Schweighöfer kann man sich aber zum Beispiel schon was abgucken. Ich liebe ihre Arbeit, dass der Matthias zum Beispiel mittlerweile eigene Filme produziert, ist super! Aber ich würde und könnte ihn nie nachahmen.

Seid ihr privat auch befreundet?
Klar. Der Flori hat mir neulich ein Schlauchboot für sechs Personen geliehen, damit wir auf der Isar fahren konnten. Wenn ihr also in München seid und ein Schlauchboot braucht: fragt Florian David Fitz!

Du hast tausende Likes auf deinen Bildern und deine Facebookseite wimmelt vor Heiratsanträgen. Gibt es etwas, was du an deinem Aussehen nicht gut findest?
Ich bin nicht eitel, aber jeder ist auf die Welt gekommen, wie er aussieht, und muss damit leben. Ich zum Beispiel habe riesige Ohrläppchen. Die sehen aus wie bei Alf, richtig riesig! Operieren würde ich sie aber nicht. Das mit dem Heiraten meinen die Fans nicht wirklich ernst. Auch wenn ich mich freue, im Ernstfall würden die doch alle kneifen!

Für "Fack ju Göhte" hast du dir ein Tribaltattoo auf die Schulter malen lassen. Wäre das auch im echten Leben was für dich?
Ein Tribal keinesfalls. Tattoos sind für meinen Beruf eh nicht geeignet. Ich muss schon so ewig in der Maske sitzen. Und dann noch das Tattoo überschminken?! Lieber schlafe ich länger. Zweitens habe ich mich in fünf Jahren sicher daran satt gesehen und finde das Bildchen nicht mehr gut. Aber: Sind Tattoos nicht eh total out mittlerweile?


Kurz & kompakt

  • Feuchtgebiete oder Faust ?
    Faust. Feuchtgebiete sind einfach nur widerlich.
  • Team Edward oder Team Jacob?
    Ich habe "Twilight" nie gesehen.
  • Chickenburger oder Münchner Haxen?
    Da ich Werbung für ihn mache, ist es wohl der Chickenburger.
  • Warm oder Kaltduscher?
    Warm.
  • "Nutten am Pool" (Cem Oztürk, seine Rolle in "Türkisch für Anfänger") oder "Stress ohne Grund" (Bushido)?
    Als Rapper muss man immer sagen, dass die eigene Mucke am geilsten ist.
  • Duckface oder Fressbooken?
    Duckface ist das Schlimmste, was es auf Facebook gibt.

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