Mathe lernen Möglichkeiten
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Mathe zu lernen. | Foto: Towfiqu Barbhuiya / Unsplash
Autor

24. Mär 2022

Pia Nadine Mundes

Lernen

Mathe lernen: So wirst du zum Mathe-Profi!


Inhaltsverzeichnis

  1. Das musst du beachten
  2. Noten verbessern
  3. (Professionelle) Hilfe 
  4. Anleitung zum Mathelernen
  5. FAQ
  6. Übersicht

Das musst du beim Mathe lernen beachten

Im Unterricht

Um Mathe gut und effektiv zu lernen, musst du schon in der Schule damit anfangen. Um insbesondere deine Noten zu verbessern, musst du erst den Stoff aus dem Matheunterricht verstehen und wiederholen. Dies ist die Grundlage für spätere Klausuren und deine Noten. 

Daher solltest du bereits in der Schule mitdenken, den Stoff und die Lösungen nachvollziehen und im Zweifel auch Fragen stellen. Wenn du aktiv mitmachst und deine Probleme bereits im Unterricht mithilfe deines /-r Lehrers /-in aus dem Weg räumst, hast du im Nachhinein weniger aufzuholen und hast mehr Freizeit.

Im Unterricht – und auch generell – solltest du deine Aufgaben immer aufmerksam lesen und wichtige Dinge markieren. Gerade in der Mathematik geben dir die Textaufgaben oft Hinweise und Angaben, die du hinterher zum richtigen Lösen der Aufgabe brauchst. Oft schleichen sich Flüchtigkeitsfehler ein, wenn du die Aufgabe nur überfliegst, anstatt sie in Ruhe und gründlich zu lesen. Lass dir also lieber mehr Zeit!

Zu Hause

Mathe ist ein aufbauendes Fach. Die Grundlagen stehen früh auf dem Lehrplan. Darauf wird dann im weiteren Verlauf der Schulzeit aufgebaut. Genauso musst du es beim Lernen auch sehen. Im Unterricht baust du dir durch gute Mitarbeit dein Grundgerüst auf. Durch das Lernen Zuhause baust du es weiter aus, bis irgendwann ein ganzes Haus steht.

Am besten ist es also, wenn du zuerst den Stoff aus der Schule nacharbeitest. Das könntest du zum Beispiel machen, indem du bereits korrigierte und besprochene Aufgaben erneut durchrechnest. Oft empfindest du die Aufgaben nochmal anders, wenn du sie selbstständig zu Hause ausrechnest. Versuche deshalb auch, dir den Lösungsweg vorher nicht anzuschauen. 

Wenn du darauf beim Lernen achtest, wird es dir hinterher in den Klausuren einfacher fallen, den richtigen Lösungsweg herzuleiten. 


Mathe lernen Schule


So verbesserst du deine Noten

Um deine Mathe Noten zu verbessern, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Wir zeigen dir diejenigen, die sich bisher am besten bewährt haben.

1) Quantität

Damit sich die Lösungswege schnell und vor allem langfristig einprägen, solltest du so viele Aufgaben wie möglich durchrechnen. Je öfter du ähnliche Aufgaben löst, desto einfacher wirst du es mit der Zeit finden. Auch werden dir dadurch bestimmte Aufgabentypen auffallen, die in der Regel immer mit dem gleichen Rechenweg gelöst werden können.

💡 Löse möglichst viele Aufgaben des gleichen Typs. So fällt dir die Herleitung des Rechenwegs leichter.

💡  Bleib dran! Auch wenn es schwerfällt, ist es wichtig, dass du stetig weiter lernst.

2) Veranschaulichung

Als Nächstes kannst du versuchen, die Matheprobleme auf deinen Alltag zu übertragen. Oft sind Aufgaben einfacher zu verstehen, wenn sie nicht abstrakt und trocken, sondern anschaulich dargestellt werden. Dabei wird dir auffallen, dass Mathematik kein Hexenwerk ist. Im Gegenteil: Vieles, was du lernst, kann auch im Alltag nützlich sein. 

Wenn du dir die Aufgaben nicht bildlich vorstellen kannst, dann versuche einfach eine Übersicht zu erstellen. Das könntest du zum Beispiel in Form einer Anleitung, die dir den richtigen Lösungsweg und dessen Herleitung zeigt, verwirklichen.

Aber Achtung! Lerne bloß nicht einfach den Rechenweg auswendig. Es ist wichtig, dass du den Weg auch verstehst. Anders wirst du Schwierigkeiten mit der Lösung haben, wenn sich die Aufgabe von denen, die du bereits kennst, unterscheidet.

💡  Stelle dir bei Textaufgaben die Situation bildlich vor.

💡  Integriere Mathe in deinen Alltag.

💡  Schreibe dir Übersichten oder Karteikarten.

3) Kontinuität

Wie bei anderen Fächern auch, ist es wichtig, dass du regelmäßig lernst. Keine Angst, du musst nicht jeden Tag stundenlang Mathe lernen. Zehn bis 15 Minuten pro Tag reichen schon aus, damit sich die Rechenwege einprägen. Es ist sogar schon hilfreich, wenn du ein paar Kopfrechenaufgaben löst, oder die binomischen Formeln durchgehst und einfach aufschreibst. 

An Tagen, an denen du mehr Zeit hast, solltest du natürlich auch längere und schwierigere Aufgaben lösen. Wichtig ist bloß, dass du dranbleibst! Nach einiger Zeit wird es dir leichter fallen, Aufgaben zu lösen.

Du musst zum täglichen Lernen auch nicht immer deine Unterlagen aus der Schule nutzen. Es reicht auch, wenn du dir ein Lern- oder Erklärvideo auf YouTube oder ähnlichen Plattformen ansiehst. Du kannst sogar im Internet Aufgaben lösen. Es gibt verschiedene Seiten, mit deren Hilfe du den Stoff aus der Schule wiederholen kannst. 

💡  Lerne jeden Tag 10 bis 15 Minuten.

💡  Wenn du mehr Zeit hast, plane etwa eine Stunde zum Lernen ein.

💡  Nutze Apps oder Erklärvideos, wenn du keine Lust hast, aktiv zu rechnen.

4) Selbsteinschätzung

Wenn du selbstständig lernst, solltest du darauf achten Aufgaben auszuwählen, die zu deinem Leistungsstand passen. Fang ruhig mit leichteren Aufgabenstellungen an und steigere dich, wenn du diese Aufgaben problemlos lösen kannst. Wenn du dir zu schwierige Aufgaben vornimmst und diese deshalb falsch löst, kann das schnell demotivieren. 

Du solltest dich daher beim Lernen wohlfühlen. Finde heraus, zu welcher Uhrzeit du am produktivsten bist und gestalte dein Lernumfeld so, dass es dir gefällt. Vielleicht hilft es dir auch, deinen Lernplatz regelmäßig zu wechseln. Im Sommer könntest du beispielsweise draußen lernen, oder du gehst in eine Bibliothek, wenn du dich zu Hause nicht konzentrieren kannst.

💡  Übernimm dich nicht! Wähle immer Aufgaben aus, die du auch lösen kannst.

💡  Steigere mit der Zeit den Schwierigkeitsgrad deiner Aufgaben.

💡  Schaffe dir ein angenehmes Lernumfeld. Falls es dir hilft, kannst du deinen Lernplatz auch wechseln.

5) Nachvollziehbarkeit

Um deinen Lernfortschritt nachvollziehen zu können, ist es wichtig, dass die Aufgaben, die du löst, auch einen Lösungsweg bzw. eine Erklärung beinhalten. In den meisten Klausuren bringt dir der richtige Lösungsweg die meisten Punkte ein und nicht das Ergebnis selbst. Du solltest daher deine Lösung immer mit den Musterlösungen vergleichen und so deine Fehler herausarbeiten. Auch in den Klausuren selbst solltest du jeden noch so kleinen Rechenschritt aufschreiben, damit es für die Korrektoren /-innen hinterher nachvollziehbar ist. So kannst du immer noch den ein oder anderen Punkt herausholen.

💡  Achte immer darauf, dass deine Aufgaben einen Lösungsweg haben.

💡  Schreibe jeden Rechenschritt auf, so können deine Lehrer /-innen deine Gedankengänge besser nachvollziehen.

Dann ist (professionelle) Hilfe sinnvoll

Du beachtest bereits alle Tipps und trotzdem läuft es im Matheunterricht nicht so wie du es dir vorstellst? Dann könnte es an der Zeit sein, darüber nachzudenken, Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Dazu gibt es verschiedene Ansprechpartner /-innen. Unter anderem sind das:

Welche Hilfe für dich am besten ist, hängt immer davon ab, was deine persönlichen Vorlieben und Problemfelder sind. 

Lehrer /-innen

Wenn deine Schwierigkeiten eher gering sind, kannst du dir in den meisten Fällen Tipps von deinen Lehrern /-innen geben lassen. Oft wissen sie am besten, welche Aufgaben dir schwerfallen und wo du die meisten Fehler machst. 

Du kannst einfach nach dem Unterricht zu deinem /-er Lehrer /-in gehen und fragen, ob es Aufgaben gibt, die du zusätzlich machen kannst, um dich zu verbessern. 

Nachhilfelehrer /-innen

Es kann natürlich auch sein, dass deine Probleme größer und tiefgreifender sind, oder es dir einfach unangenehm ist, in der Schule nach Hilfe zu fragen. Dann können (private) Nachhilfelehrer /-innen die richtige Anlaufstelle für dich sein.

Sie werden sich intensiv mit dem Stoff und mit deinen Problemfeldern auseinandersetzen. So können sie dich gezielt unterstützen und Fragen aus dem Weg räumen. Nachhilfelehrer /-innen haben in der Regel andere Aufgaben und Übersichten im Repertoire und können dir so weitere Hilfestellungen geben.

Klassenkameraden /-innen

Du bist selbst kein Mathe-Ass, aber ein /-e Freund /-in aus der Schule oder dem Bekanntenkreis schon? Dann frage doch einfach dort um Hilfe. In der Schule könntest du mit Klassenkameraden /-innen, die Mathe besser verstehen, eine Lerngruppe aufbauen und euch gegenseitig unterstützen. Es hilft oft schon, wenn du dich mit Anderen über Probleme in den Aufgaben unterhältst und Ideen austauschst. Gerade Kameraden /-innen aus deiner Klasse wissen am besten, wie die Aufgaben gelöst werden sollen und welche Rechenwege du nutzen solltest.

Ihr könnt euch nach der Schule treffen, oder helft euch einfach gegenseitig über Lerngruppen via WhatsApp, Skype und Co.

Eltern

Je nachdem, an welchem Thema es gerade bei dir hakt, können dir auch deine Eltern helfen. Gerade bei den Grundbausteinen der Mathematik sind die meisten Eltern fit. Sie können dir auch dabei helfen, wenn du die Aufgabenstellung nicht verstehst. Eltern können dir zeigen, wann Mathe im Alltag hilfreich sein kann und können dir oft anschauliche Beispiele aufzeigen. So prägt sich das Gelernte gut ein.


Mathe lernen Aufgaben


Eine kurze Anleitung zum Mathelernen

  1. Sei aufmerksam im Unterricht und arbeite aktiv mit.
  2. Beherrsche den Stoff aus dem Unterricht. Wiederhole ihn als erstes.
  3. Verinnerliche den Stoff. 
  4. Löse so viele Aufgaben wie möglich. So lernst du die Rechenwege am schnellsten.
  5. Lerne täglich zehn bis 15 Minuten. Auch einfache Kopfrechenaufgaben helfen.
  6. Schreibe dir Übersichten oder Karteikarten und schau sie dir regelmäßig an.
  7. Lies die Aufgaben aufmerksam und gründlich durch: Mach dir klar, was von dir gefordert wird.
  8. Schreibe jeden Rechenschritt auf! Oft bringt dir das die meisten Punkte in der Klausur ein.
  9. Wenn das nicht hilft, suche dir Hilfe von anderen

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie kann man sich Mathe selbst beibringen?

Ob du dir Mathe selbst beibringen kannst, hängt davon ab, wie diszipliniert du bist und welche Probleme du hast. Am besten lernst du, wenn du den Stoff aus der Schule wiederholst und die Aufgaben erneut durchrechnest. Lerne regelmäßig, am besten jeden Tag, und bleib dran! Übung macht auch hier den Meister.

Kann man lernen, Mathe zu verstehen?

Wenn du deine Probleme kennst und weißt, was dir nicht liegt, kannst du entweder allein, oder mit der Hilfe Anderer daran arbeiten. Wichtig dabei ist, dass du die Lösungswege nicht einfach auswendig lernst, sondern auch verstehst, wie sich der Rechenweg zusammensetzt. Sei dir im Klaren darüber, was gefordert wird und setze dich ausführlich mit dem Unterrichtsstoff auseinander. So kannst du lernen, Mathe zu verstehen.

Übersicht: Alles, was du über Mathe lernen wissen musst

  • Du kannst Mathe von Zuhause aus, oder direkt in der Schule lernen.
  • Wichtig ist, herauszufinden, welche Schwächen du hast und gezielt daran zu arbeiten.
  • Frage bei Problemen einfach deine Lehrer /-innen, Klassenkameraden /-innen oder Eltern. Oft wissen sie eine Lösung.
  • Übung macht den Meister! Bei Mathe hilft es oft, regelmäßig zu lernen und dabei viele Aufgaben des gleichen Typs zu lösen. So prägen sich die Rechenwege schnell ein.

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