Auslandsstudium Checkliste
Dank guter Organisation findest du dich im Ausland schnell zurecht | Foto: Thinkstock/ViktorCap
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28. Nov 2016

Sandra Ruppel

Ins Ausland

Auslandsstudium: Der Schnell-Check

Das Wichtigste zur Organisation

Frühstarter

Wer während des Studiums für ein Semester ins Ausland will, der beginnt am besten frühzeitig mit der Organisation. Empfehlenswert ist es etwa, bereits 18 Monate vor Beginn des geplanten Aufenthalts erste Infos beim International Student Office der eigenen Uni einzuholen:

  • Mit welchen Partneruniversitäten gibt es in welchen Ländern Kooperationsverträge?
  • Kommt eine dieser Hochschulen als Ziel für mich in Frage?
  • Wie sollte ich vorgehen, wenn ich meinen Aufenthalt selbst organisieren möchte?
  • Welche Bewerbungsfristen müssen eingehalten werden?

Wohin soll die Reise gehen?

Seminare auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch? Beliebte Ziele für ein Auslandssemester sind bei deutschen Studierenden etwa Österreich, Niederlande, Schweiz, Großbritannien oder die USA. Je nach dem, für welches Ziel man sich entscheidet, fällt unterschiedlich hoher Planungsaufwand an.

Es ist daher ratsam, sich spätestens 12 Monate vor Reisebeginn auf seine Wunsch-Uni festzulegen – und dabei mit den Beratern des International Student Office auch gleich zu besprechen, ob eine reibungslose Anerkennung der im Ausland erworbenen Credit-Points an der Heimat-Uni wahrscheinlich ist.

Wie bezahle ich das Auslandsstudium?

Sobald die Entscheidung auf eine Gast-Uni gefallen ist, sollte auch sogleich die Frage nach der Finanzierung in Angriff genommen werden, denn: Auslandsaufenthalte kosten Geld.

Liegt das Wunschziel für den Auslandsaufenthalt innerhalb der EU und besteht ein Kooperationsvertrag zwischen Heimat-Uni und Gast-Uni, ist die einfachste Möglichkeit der Finanzierung sicher, sich für das Erasmus+ Programm zu bewerben. Kosten wie Studiengebühren entfallen hierbei und man erhält zusätzlich eine monatliche finanzielle Unterstützung, die je nach Zielland festgelegt wird.

Es kann außerdem sinnvoll sein, Auslands-BAföG zu beantragen. Denn selbst, wenn man für das Studium in Deutschland kein BAföG erhält, besteht dennoch die Chance, dass man mit Auslands-BAföG finanziell unterstützt werden kann.

Wem eine Teilnahme am Erasmus+ Programm nicht möglich ist, etwa, weil das Austausch-Ziel außerhalb der EU liegt, der muss nicht gleich verzagen. Es gibt nämlich auch noch zahlreiche andere Förderungsmöglichkeiten, nach denen man sich am besten frühzeitig, also 12 Monate vorher, beim International Student Office und dem DAAD erkundigt.

Wo komme ich unter? 

Die meisten Unis bieten ihren Studierenden an, für sie einen Platz im Studentenwohnheim des Gastlandes zu organisieren. Das kann jedoch mit einer Gebühr verbunden sein, die die Uni von ihren Studierenden für die Vermittlung einfordert. Wer sich lieber privat eine WG suchen möchte – je nach Ziel und dortigem Wohnungsmarkt kann das eventuell sogar günstiger sein als ein Zimmer im Studentenwohnheim – sollte das zeitig tun, etwa 6 Monate vorher. Eine Hilfe können hier entsprechende Facebook-Gruppen oder landesspezifische Äquivalente von Wohnungssuch-Seiten sein.

Woran muss ich noch denken?

  • Besonders, wer sich für eine Uni entschieden hat, in der die Kurse auf einer anderen Sprache als deutsch abgehalten werden, muss damit rechnen, ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen zu müssen. Also Zeit für die Teilnahme an anerkannten Sprachtests wie IELTS oder TOEFL einplanen.
  • Peilt man eine Tausch-Uni an, die außerhalb der EU liegt, etwa in den USA, Südafrika oder China, muss ein Visum beantragt werden. Ruhig schon 6-8 Monate vor Abreise darum kümmern!
  • Dabei dann auch gleich schon einmal den Impfpass checken und prüfen: Ist der Impfschutz ausreichend?
  • Sinnvoll kann es sein, für die Zeit im Ausland ein Urlaubssemester einzulegen, also recherchieren: Welche Fristen sind hierbei einzuhalten? Auch sollte man sich überlegen, ob man sein WG-Zimmer untervermietet, um doppelte Ausgaben zu vermeiden.
  • Ebenfalls rentieren wird sich die zeitige Suche nach einem Sparticket. Wer bereits 3-6 Monate vor Abreise sein Zug- oder Flugticket bucht, kann kräftig sparen.

Zu guter Letzt bleibt dann vor allem aber noch eines zu tun: Koffer packen und in vollen Zügen die Vorfreude auf das Abenteuer Ausland genießen!

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