Schülerpraktikum
Finde ein Schülerpraktikum, das zu dir passt! | Foto: Thinkstock/Jacob Wackerhausen
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05. Aug 2015

Simon Sperl

Auf einen Blick

Das Schülerpraktikum

Einblick in die Arbeitswelt

Allgemeines zum Schülerpraktikum

Das berufsorientierte Praktikum im Rahmen der Schulzeit findet – je nach Schulform – in den Klassen 9 bis 11 statt. In Haupt- und Realschulen werden Praktika meist in der 9. und in der 10. Klasse angesetzt, in Gymnasien in der 10. oder 11. Klasse. In manchen Bundesländern sind sogar zwei Praktika während der Schulzeit vorgesehen. Das Schülerpraktikum ist für alle Schüler Pflicht. Meistens geht das Praktikum über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen. Die genauen Zeiten und der Ablauf sind in der Schulordnung festgelegt.

Einer deiner Lehrer betreut dich während des Praktikums, besucht dich in deinem Betrieb und benotet nach dem Praktikum auch deinen Praktikumsbericht. Darin stellst du den Betrieb und die von dir ausgeführten Aufgaben vor. Außerdem schilderst du deine Erfahrungen – wie genau der Bericht aussehen muss, wird dir dein Lehrer vor Beginn des Praktikums erläutern.

Wie finde ich einen Praktikumsplatz?

Wenn das Praktikum ansteht, solltest du dir überlegen, wo du es gerne absolvieren möchtest. Vielleicht hast du schon seit Längerem eine Idee was du nach der Schule machen möchtest, dann kannst du dich gezielt in dem Bereich nach Praktikumsstellen umsehen. Hast du noch gar keine Idee, wo es beruflich hingehen soll, kannst du dich fragen:

  • Welche Tätigkeiten machen mir besonders Spaß?
  • Arbeite ich gerne mit Zahlen oder lieber mit Menschen?
  • Was sind meine Stärken? Kann ich vielleicht gut Kopfrechnen? Oder fällt es mir leicht, Sprachen zu lernen?

So lassen sich für dich interessante Berufe eingrenzen. Generell gilt: Lass dich bei deiner Entscheidung nicht von deinen Eltern oder Freunden beeinflussen. Du sollst Erfahrungen sammeln – niemand sonst. Hast du einen passenden Beruf gefunden, hast du mehrere Möglichkeiten einen Praktikumsplatz zu finden:

  • Praktikumsbörsen im Internet ( z.B. das UNICUM Karrierezentrum)
  • die Gelben Seiten, wenn du Betriebe in deiner Stadt/deinem Stadtteil suchst
  • Beziehungen deiner Eltern, Bekannten oder Verwandten

Wenn du einen potentiellen Arbeitgeber gefunden hast, solltest du im Unternehmen fragen, ob sie generell Praktikanten beschäftigen. Die wenigsten Betriebe fordern eine richtige Bewerbung von dir. Sollte dies doch der Fall sein, kannst du deine Lehrer um Hilfe bitten.

Was macht man in Praktikum?

Als Schülerpraktikant sollst du keine Arbeitskraft im Unternehmen ersetzen, sondern anderen über die Schulter schauen. Schließlich sollst du dir ein Bild von der Tätigkeit machen. Doch mit Zuschauen alleine ist es nicht getan. In einem guten Praktikumsbetrieb solltest du von Beginn an aktiv mit eingebunden werden und typische Aufgaben erledigen dürfen. Schließlich sollst du im Praktikum erfahren, ob der von dir gewählte Beruf das Richtige für dich sein könnte. Da sind Tätigkeiten wie Kaffee kochen, den Hof fegen oder stundenlanges Herumsitzen alles andere als hilfreich.

Verboten sind Arbeiten, die:

  • dich körperlich und geistig überfordern
  • zu viel Verantwortung von dir verlangen
  • gefährlich sind

Verhaltensregeln im Schülerpraktikum:

  • Sei pünktlich am Arbeitsplatz
  • Sei höflich: Sieze deine "Arbeitskollegen", auch "Bitte, danke, gerne" kommen gut an
  • Lass andere ausreden
  • Stelle Fragen! Das zeigt erstens, dass du dich für die Arbeit interessierst und nur wenn du Fragen stellst, kannst du etwas lernen

Arbeitszeiten im Schülerpraktikum:

Als Schüler bis 15 Jahren darfst du nicht länger als sieben Stunden täglich beziehungsweise 35 Stunden wöchentlich arbeiten. Nach 20:00 Uhr darfst du als Praktikant/in nicht mehr arbeiten. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen: Wenn du über 16 Jahre alt bist, darfst du:

  • im Gaststätten- und Schaustellergewerbe bis 22:00 Uhr
  • in Betrieben mit Schichtarbeit bis 23:00 Uhr
  • in der Landwirtschaft ab 5:00 Uhr oder bis 21:00 Uhr sowie
  • in Bäckereien und Konditoreien auch morgens ab 5:00 Uhr (ab 17 Jahren ab 4:00 Uhr)

beschäftigt werden.

Samstags- und Sonntagsarbeit ist grundsätzlich verboten. Allerdings ist Wochenendarbeit in bestimmten Bereichen möglich, beispielsweise in Krankenhäusern, in Bäckereien oder im Friseurhandwerk. Als Ausgleich brauchst du an einem anderen Wochentag derselben Woche nicht zur Arbeit gehen.

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