Blauer Brief
Unliebsame Post: Der blaue Brief | Foto: Thinkstock/lofilolo

Auf einen Blick

27.05.2015

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30. Jun 2015

Sascha Gull

Auf einen Blick

Blauer Brief – und jetzt?

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Blauer Brief: Versetzung in Gefahr

Der "blaue Brief" bezeichnet eine schriftliche Mitteilung, die deine Eltern über die Gefährdung deiner Versetzung informieren soll. Zugleich wird deinen Eltern ein Beratungsgespräch mit den zuständigen Fachlehrern angeboten.

Wann bekomme ich einen blauen Brief?

  • Deine Note im betroffenen Fach war im Halbjahreszeugnis noch mindestens ausreichend, doch im zweiten Halbjahr hast du dich auf eine versetzungsgefährdende Note verschlechtert
  • Du stehst in mehreren Fächern auf Fünf oder schlechter und kannst die schlechten Noten nicht mit guten Noten in anderen Fächern ausgleichen
  • Du stehst in mehreren Fächern auf einer schwachen Vier und deine Lehrer sehen eine Tendenz zur Verschlechterung im folgenden Halbjahr
  • Wenn deine Versetzung durch schlechte Noten in einem oder mehreren Fächern schon im ersten Halbjahr gefährdet war, erhältst du zum Halbjahresende keinen blauen Brief

Was passiert danach?

  • Notiere dir die Noten, die du im Laufe des Schuljahres in den betroffenen Fächern sammelst, um bei einer Versetzungsgefährdung rechtzeitig reagieren zu können und dein Lernpensum zu erhöhen
  • Damit deine Eltern keine böse Überraschung erleben, such das Gespräch mit ihnen und informiere sie über die Gefährdung deiner Versetzung, bevor der blaue Brief im Briefkasten landet
  • Suche das Gespräch mit deinem Fachlehrer. Vielleicht kannst du deine Note im betreffenden Fach durch ein Referat, eine Hausarbeit oder andere Leistungen verbessern?
  • Plane deine nächsten Schritte: Versuche die Chancen auf deine Versetzung einzuschätzen und denke auch über einen möglichen Schulwechsel nach
  • Nimm dir professionelle Nachhilfe oder schließe dich mit deinen Mitschülern in Lerngruppen zusammen, um den Unterrichtsstoff, der dir Probleme bereitet, besser zu verstehen 

Wieso heißt es eigentlich "blauer" Brief?

Im Preußen des 18. Jahrhunderts wurde blickdichtes Papier für Briefumschläge  aus alten Lumpenresten gemacht, darunter jede Menge ausgediente preußische Militäruniformen. Die Uniformen waren größtenteils blau, die Blaufärbung übertrug sich bei der Herstellung auf das Papier. Heute ist der Umschlag weiß, der Name ist geblieben.

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