Wohnzimmerkonzerte
Wenn das Wohnzimmer zur Bühne wird | Foto: SofaConcerts/Frau Siemers/Simon Fessler
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29. Jul 2016

Lisa Menzel

Freizeittipps

Wohnzimmerkonzerte: Live-Musik in den eigenen 4 Wänden

Warum es mehr Wohnzimmerkonzerte geben sollte

Wohnzimmerkonzerte: Einfach ein tolles Erlebnis

Obwohl es viele Künstler in die großen Hallen zieht, tausende Fans zu großen Festivals pilgern und sich die Musikbranche eher an großen Massen orientiert, hat sich in Deutschland eine "Kultur der kleinen Konzerte" etabliert. Wohnzimmerkonzerte bieten viele Vorteile, sowohl für die Künstler als auch für das Publikum.

Die Musiker haben die Chance, wirklich vor Menschen zu stehen und ihre Musik zu präsentieren. Sie stehen nicht vor einer Masse von Handykameras, von der sie extra abgeschirmt werden müssen. Die Musik steht wirklich im Vordergrund und das bringt auch eine qualitativ bessere Beziehung zu den Zuhörern. Ein weiterer Vorteil für die Musiker ist es, dass sie in kleinerer Runde einfach mal etwas ausprobieren und neue Songs vor kleinem Publikum testen können.

Die Konzertbesucher hingegen haben die Künstler wirklich "zum Greifen nahe" und in intimer Atmosphäre vor sich. Man lernt also nicht nur die Musik kennen, sondern auch die Menschen, die dahinter stehen. Außerdem droht man nicht in der Masse zu ersticken, man kann den Künstler von jedem Platz richtig sehen und man muss nicht ewig an der Toilette anstehen. Hört sich doch super an!

Wie werde ich Gastgeber?

An erster Stelle gilt es natürlich, einen geeigneten Künstler zu finden, der das Konzert gibt. Das sollte am besten jemand sein, dessen Musik du selbst auch gut findest. Denn als Gastgeber musst du das Konzert ganz besonders genießen können, sonst lohnt sich der ganze Aufwand nicht! Um Kontakt zu Musikern herzustellen, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Einige Künstler fragen ihre Fans offen auf Facebook an, wer sie für ein Wohnzimmerkonzert beherbergen möchte. Meistens werden solche Touren zwischen gebuchte Club-Konzerte geschoben oder längere Zeiten zwischen Studio und Tour etc. überbrückt. Dann heißt es: Schnell sein und zuschlagen!

Auf Konzerte gehen. Einfach die Künstler ansprechen, zum Beispiel am Merch-Stand. Mehr als Nein sagen können sie nicht. Hab keine Angst! Und vielleicht hast du ja auch einfach Musiker im Freundes- oder Bekanntenkreis, die Lust auf ein kleines Wohnzimmerkonzert haben?

Bei SofaConcerts.org kannst du dir ein Gastgeberprofil anlegen und direkt Kontakt zu den verschiedenen Musikern aufnehmen - die Künstler, die hier gelistet sind, haben auch Lust darauf, Wohnzimmerkonzerte zu spielen.

Wem das alles zu viel Stress ist, wer keinen Platz für Wohnzimmerkonzerte in den eigenen vier Wänden hat oder sich nicht traut, die Künstler direkt anzusprechen, der sollte es mal bei sofarsounds.com probieren. Einfach für Teilnahme am nächsten Konzert in deiner Nähe bewerben, hingehen und die Musik genießen.

Überblick: Plattformen, die Musiker, Gastgeber und Gästelistenplätze für Wohnzimmerkonzerte vermitteln


Wohnzimmerkonzerte organisieren


Hilfe, mein Wohnzimmer ist viel zu klein!

Das Wohnzimmer, oder viel eher die Bühne, ist dann nur noch Nebensache. Es gibt eigentlich kein Zimmer, das zu klein ist. Jedoch sollten neben dem Künstler auch noch mindestens 20 Zuhörer Platz im Raum finden. Je nach Größe des Wohnzimmers können es natürlich auch gerne mehr Gäste sein!

Jetzt kann die Planung starten: mit den Mitbewohnern reden, Gäste einladen, den Nachbarn Bescheid sagen,… Auch sollte man einplanen, Verpflegung und Unterkunft für den oder die Musiker zu stellen. Am Tag des Konzerts geht es dann ans Aufräumen, Platz schaffen und Gastgeber sein. Aber es lohnt sich!

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 07. Okt 2017 um 09:25 Uhr von Hans
So...ein Kommentar von einem ehemaligen 'SofaConcerts' Künstler. Damit man mal einen Eindruck bekommt, wie die Musiker inzwischen von diesem Start-Up abgezockt werden. Ohne Pro-Mitgliedschaft, sind die Chancen, überhaupt einen Gig zu bekommen, sehr gering. Die Pro-Mitgliedschaft hat sich von 35euro im ersten Jahr, auf inzwischen fast 72euro erhöht...eine Steigerung von 100% !! Außerdem macht 'SofaConcerts' die Szene total kaputt. Inzwischen melden sich immer mehr Veranstalter direkt bei 'SofaConcerts', mit der Hoffnung, auf eine billige Alternative. Das heißt es werden keine Bands für Wohnzimmer angefragt, sondern für große Veranstaltungen, aber für Wohnzimmer-Preise. Wie war das '...Bühnen, wo vorher keine waren'....ich lach mich kaputt. 'SofaConcerts' bekommt mehr als 20% !!!! der Gage für die 'Vermittlung'. Das muß man sich mal vorstellen. Die 'sozialen' Gründerinnen, die die Musiker nach Strich und Faden abzocken und darüber hinaus noch dafür sorgen, daß die Preise für Auftritte in den Keller gehen....toll oder? Inzwischen ist 'SofaConcerts' eine ganz normale Künstlervermittlung, die eine überdurchschnittlie Provision abzockt und ihre Künstler für unterdurchschnittliche Gagen verscherbelt.....
Veröffentlicht am 03. Mär 2018 um 09:40 Uhr von Doris Münch-Becker
Bei mir gibt's die Gelegenheit mit kl. Garten An Klassik interessiert. Hab private kleine Konzerte im Haus gehabt.
Veröffentlicht am 04. Jun 2018 um 11:04 Uhr von Dom
Hier ein weiteres Kommentar von einem ‘SofaConcerts’ Künstler:) Ich bin seit fast drei Jahren auf der Plattform angemeldet und bin eigentlich total zufrieden;) Um auf Hans oben etwas einzugehen…die Preissteigerung von 100% erscheint auf den ersten Blick viel. Aber wie du schreibst…es ist ein Start-Up. In den ersten Jahren ist dabei nie klar wie alles funktionieren wird. Vor allem bei der Finanzierung etc…Anpassungen sind da ja eher normal. Vor allem, wenn man keine nervige Werbung auf einer Seite haben will. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Preiserhöhung gemacht wurde, damit sich die frischgebackenen Gründer einen neuen Porsche leasen können. Was stimmt ist, dass die Plattform nicht mehr nur für klassische Sofakonzerte genutzt wird. Viele Firmen buchen darüber Konzerte und fragen Künstler an. Aber nicht zu ‘Wohnzimmerpreisen’. Das ist einfach eine falsche Information, Hans!!! :) Man kann als Künstler seine Preisvorstellung selbst bestimmen und das auch bekommen, nach meiner Erfahrung zumindest Leider gibt es viel zu viele Künstler (meistens die, die nicht von der Musik leben müssen), die sich meiner Meinung nach unter Wert verkaufen und damit den Marktpreis nach unten drücken. Vor allem hier in Hamburg. Es gibt einfach so viel gute Leute hier, aber keiner hat was davon, wenn niemand was verdient. Und glaub mir, dieses Problem hat ganz sicher nichts mit Sofaconcerts zu tun. Meine Erfahrung ist wirklich die, dass Firmen meistens absolut bereit sind gute Gagen zu zahlen. Gerade die können es ja bei den Steuern geltend machen. Also liebe Musikerkollegen: Macht die Preise nicht zu günstig! Ein weitere nicht korrekte Information von dir ist, dass Künstler auf der Plattform für eine “unterdurchschnittliche Gage verscherbelt” werden. Vor allem, was hätten die davon;))) Je niedriger die Gage, desto weniger Vermittlungsgebühr gibt es ja. Haha Vor allem weiß ich das ganz genau aus eigener Erfahrung, da ich zwei Jahre in Folge einen ähnlichen Gig für ein und die selbe große Eventagentur gespielt habe. 2017 wurde mit mir direkt verhandelt und dieses Jahr ging die komplette Abwicklung über Sofaconcerts. Die Gage im zweiten Jahr war selbst nach Abzug der 20% Künstlervermittlung 50% höher für mich. Also 500€ im ersten Jahr und ca.762€ im zweiten Jahr. Wir Musiker sind eben oft keine guten Verhandler, deshalb gibt es unter anderem auch Booking-Agenturen, die das für einen machen:) Nochmal zu deinem ,Kommentar zur Vermittlungsgebühr. Um das genauer zu beleuchten. SofaConcerts bekommt immer mindestens 13% pro Buchung. Und zwar, wenn der Kunde direkt mit dir eine Buchung übers Portal ausmacht, bzw. wenn die ganze Kommunikation direkt über dich läuft. Fände weniger auch geiler…lässt sich drüber streiten. 20% gehen dann ab, wenn Sofaconcerts die kompletten Absprachen mit dem Kunden führt (wie in meinem Beispiel oben), also den Job einer richtigen Booking-Agentur übernimmt. Leider is das halt der Standard-Satz…bei jeder Booking-Agentur. Get over it. 80% mehr als ohne Gig auf jeden Fall:) Sorry, musste das grad mal alles los werden, weil ich mich über dein Kommentar etwas gewundert habe. Aber alles easy, Hans. Das Schöne ist ja, dass jeder seine Meinung hat und das im Internet auch frei raus sagen kann. Und das is auch gut so. Am besten macht jeder seine eigene Erfahrung. Macht weiter so #sofaconcerts…