Nicholas Hoult Interview
Nicholas Hoult in Collide: Wer bremst, verliert! | Foto: Universum Film

Filme

04.08.2016

Collide Nick Hoult

Collide

Wer bremst, verliert! Ab dem 04....

Anschnallen! Hochschalten! Durchstarten! Das fordert bereits das Filmplakat von "Collide" – und wirklich, schon nach den ersten Sekunden hat man das Bedürfnis, den Sicher ... mehr »

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05. Aug 2016

Sandra Ruppel

Promis

Collide: Nicholas Hoult über schnelle Autos und verrückte Liebesbeweise

UNICUM hat den britischen Schauspieler in Köln getroffen

Nicholas Hoult: Erstmal ein Haribo

Entspannt ist der 1,90m große Brite, als er uns zum Interview in Köln empfängt und bietet erst einmal eine Runde Haribo-Leckereien an. Ein bisschen vermisst hat er die Domstadt, wie er verrät: "Ich freue mich, wieder hier zu sein. Ich mag Köln. Die Stadt macht einfach Spaß, sie fühlt sich sehr jung und vorwärtsgewandt an. Außerdem gibt es total viel, was man sich anschauen und unternehmen kann."

Köln, Kingsley und jede Menge Koks

Drei Monate haben er und das Team während des Drehs zu "Collide" hier verbracht, der rasante Action-Streifen wurde nämlich hauptsächlich in Köln und Umgebung aufgenommen. Dabei durfte Hoult jede Menge schnelle Autos über die Autobahn jagen: Im Film verkörpert er den jungen Amerikaner Casey Stein, der sich in Köln als Drogendealer über Wasser hält, bis er den Job für seine große Liebe Juliette (Felicity Jones) aufgibt. Als Juliette jedoch lebensbedrohlich erkrankt und klar wird, dass nur eine teure Operation sie retten kann, beschließt Casey, einen letzten großen Coup zu landen, um möglichst schnell an möglichst viel Geld zu kommen.

Der Gangster Geran (Ben Kingsley) beauftragt ihn, den deutschen Drogenboss Hagen Kahl (Anthony Hopkins) um eine Lastwagenladung Koks – und damit um Millionen von Euro an Drogengeld – zu betrügen. Klar, dass die ganze Nummer völlig schief geht und Casey sich plötzlich mit fünf Millionen im Gepäck auf der Flucht vor Kahl und seinen gewaltbereiten Handlangern sieht…



"Wenn du mein Gesicht siehst, bin ich es"

UNICUM: Nicholas, in "Collide“ geht es ziemlich rasant zu und du darfst jede Menge schnelle Autos fahren, die du während der Verfolgungsjagden im Film meist auch ziemlich spektakulär crashst. Hast du viele der Stunts selbst übernommen?
Nicholas: Also wenn mein Gesicht zu sehen ist, dann bin ich es definitiv. (lacht) Ich kann schwer einschätzen, wieviel Prozent der Stunts ich tatsächlich übernommen habe – wenn es einfach darum ging, den Mercedes über die Autobahn zu jagen, dann habe ich das schon selbst gemacht. In den Szenen, in denen ich nicht nur fahren, sondern auch telefonieren, meinen Text sprechen und außerdem dafür sorgen musste, dass ich nicht wie ein Sieb von Kugeln durchlöchert werde, hat meist mein Stunt-Double übernommen. In diesen Fällen war sich das Team dann einig, dass es zu gefährlich ist, wenn ich das selbst mache.

Nicholas Hoult KölnSchnelle Autos, wilde Verfolgungsjagden und das alles für die große Liebe: Was unterscheidet "Collide" denn von anderen Action-Filmen?
Die Geschichte hat einfach viel Herz, die Story hat ein hohes Tempo und vor allem sieht man zwei ganz große Schauspieler wie Anthony Hopkins und Ben Kingsley ziemlich verrückte Sachen machen. Sie spielen beide echt schräge Figuren und gehen dabei total aus sich heraus – das macht den Film einfach sehr unterhaltsam.

Du meinst, wenn Ben Kingsley voll auf Droge anfängt, im Pferdestall zu Gangster-Mucke abzutanzen?
Ja, zum Beispiel. Ich musste so lachen, als er da plötzlich losgelegt hat. Ich hatte damit nicht gerechnet, das war wirklich ziemlich cool!

Was hat dir beim Dreh denn am meisten Spaß gemacht?
Ich liebe es total, schnelle Autos zu fahren und ein bisschen Action zu haben – dieser Part war also ziemlich cool. Aber auch die Szenen mit Felicity haben viel Spaß gemacht. Bei diesem Teil, bei der Liebesgeschichte, konnten wir mehr improvisieren, es war nicht alles gescriptet. Das war eine schöne Abwechslung. Es hat sich fast ein bisschen angefühlt, als würden wir zwei verschiedene Filme machen und es ist schön, dass "Collide" beide Aspekte vereint: die Action und die Liebesgeschichte.

Casey tut all die Dinge in "Collide" aus Liebe. Würdest du selbst auch etwas Verrücktes für jemanden machen, den du liebst? Wie weit würdest du gehen?
Ich denke, jeder war schon mal an dem Punkt, an dem er aus Liebe den Kopf verloren hat. Man möchte doch eigentlich von sich selbst annehmen, dass man für jemanden, der einem so wichtig ist, ziemlich weit gehen und ein paar ziemlich extreme Dinge tun würde, wenn die geliebte Person in Schwierigkeiten steckt. Das würden wir doch alle machen, oder? Casey sucht sich allerdings nicht den cleversten Weg aus, mit der Situation umzugehen. Er sorgt ja für ziemlich viel Chaos – aber ich denke, genau das ist es auch, was ihn als Figur so liebenswert macht.

Was war denn das Verrückteste, das du je aus Liebe gemacht hast?
Aaaach, ich habe zum Glück noch nie in so einer krassen Situation gesteckt.

Also keine Drogendeals?
Warten wir es ab, kommt vielleicht noch! – Ok, das war ein Witz! Kommt bitte nicht zu mir und fragt mich nach Drogen! (lacht)

Sightseeing à la Nicholas Hoult

Wenn wir schon nicht nach Drogen fragen dürfen, holen wir uns aber wenigstens noch ein paar Sightseeing-Empfehlungen für Köln von dem Briten mit den krassen blauen Augen ab: "Natürlich sollte man sich unbedingt den Dom anschauen, das ist ein Muss!", findet Hoult. "Es gibt hier außerdem dauernd kleine Festivals, die es sich lohnt, zu besuchen – und natürlich ist es unten am Wasser toll. Als ich hier war, habe ich auch echt viel Zeit am Rhein verbracht.“

Darauf, noch einmal so richtig in die Stadt einzutauchen, muss der Schauspieler bei diesem Besuch verzichten – er ist nur für die Premiere nach Köln gereist. Aber er wird wieder kommen, oder? "Klar komme ich wieder. Ich mag Deutschland, ihr wisst echt, wie man Spaß hat!"


UNICUM Kinotipp

Collide FilmplakatCollide

Action, GB, Deutschland, USA 2016

Regie: Eran Creevy

Darsteller u.a.: Nicholas Hoult, Felicity Jones, Ben Kingsley, Anthony Hopkins

Verleih: Universum Film

Kinostart: 04. August 2016

Mehr unter www.collide-film.de

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