Die Lochis #whatislife
Das neue Album der Lochis "#whatislife" erscheint am 31. August! | Foto: Fee Grönemeyer
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31. Aug 2018

Anna Lenja Hartfiel

Musik

Die Lochis

"Beruf: Rampensau"

Wer ist impulsiver? Die Zwillinge sind sich nicht einig.

UNICUM ABI: Die meisten unterscheiden euch wahrscheinlich anhand der Haare, oder?
Roman: Stimmt!

Heiko: Mittlerweile, ja. Früher hatte Roman noch keine Locken. Das kam erst mit der Zeit.

Werdet ihr öfter verwechselt?
Heiko: Ja, aber weniger als früher. Da sahen wir uns noch ähnlicher. Aber wir sind ja auch zweieiige Zwillinge, von daher kann man uns schon ganz gut unterscheiden.

Ist euch mal eine besonders lustige Verwechslungsgeschichte passiert?
Roman: Wir haben uns einmal selbst verwechselt! Wir sind einmal im Europapark Achterbahn gefahren. Da werden ja immer auch Fotos von einem gemacht. Auf dem Bild liegen unsere Haare genau gleich, sodass wir uns selbst nicht auseinander halten konnten. Wobei es eigentlich geht – wenn man uns ein bisschen kennt, kann man uns schon sehr gut auseinanderhalten. Wir sind ja keine eineiigen Zwillinge.

Vom Optischen mal abgesehen, was unterscheidet eure Persönlichkeiten denn?
Heiko: Wir sind uns schon sehr ähnlich. Ich würde aber sagen, dass Roman der Impulsivere von uns beiden ist.

Roman: Das sehe ich genau andersherum – Heiko ist der Impulsivere von uns beiden!

Heiko: Ich will gerne mal mit dem Kopf durch die Wand, aber das ist ja nicht unbedingt impulsiv. Aber es ist auch wirklich schwer, sich da zu vergleichen. Man ist sich so ähnlich und kennt sich so gut.

In der gleichen Klasse wart ihr ja nicht…
Roman: Nur in der Grundschule – bis zur vierten Klasse!

Heiko: Danach durften wir nicht mehr, da wurden wir getrennt.

Habt ihr euch mal als der jeweils andere ausgegeben?
Roman: Ja, das haben wir mal ausprobiert. Einmal war ich bei Heiko in der Klasse und er in meiner und der Lehrer hat's nicht gepeilt. Das war ganz witzig! Wir haben uns aber nicht getraut, das öfter zu machen.

Heiko: Man redet immer so einfach davon, aber das dann auch wirklich durchzuziehen ist gar nicht so leicht.

Ihr habt die Schule 2016 mit Fachabi abgeschlossen. Habt ihr eure Schulzeit in guter Erinnerung?
Beide: Ja, auf jeden Fall!

Roman: In der Schulzeit hat man so eine schöne Routine. Wenn du morgens aufstehst, weißt du, du gehst jetzt zur Schule und um 15 Uhr hast du Schluss. Das hatten wir jetzt die letzten Jahre nicht mehr – was auch ganz geil ist, weil man viel freier ist in dem, was man tut. Auf der anderen Seite war Schule schon eine gewisse Hürde im Hinblick auf unsere Karriere. Es war uns megawichtig, das durchzuziehen und das Fachabitur zu machen. Wir sind aber wirklich froh, dass wir uns seitdem völlig auf die Karriere konzentrieren können.


Ohne Worte: Die Lochis im GIF-Interview


Die Lochis: "Lernt für die Schule!"

Ihr habt euch selbst mal als Streber bezeichnet…
Roman: Wir waren eigentlich immer ganz normale Schüler.

Heiko: Wir waren ganz normale Schüler, haben nicht immer Hausaufgaben gemacht, waren nicht immer mega pünktlich, haben jetzt aber einen Zweier-Abschluss und können uns also nicht beschweren. Die Schulzeit hat uns geprägt. Und ich kann nur allen empfehlen: Lernt für die Schule!

Was waren eure Lieblingsfächer?
Roman: Deutsch, weil wir uns da kreativ entfalten konnten. Englisch hat mir auch Spaß gemacht. Und Musik. Wobei wir uns da vor allem mit Musikgeschichte beschäftigt haben. Das war zwar auch spannend, ich wollte aber immer lieber selbst Musik machen. 

Heiko: Das Problem am Musikunterricht in der Schule ist, dass man sich musikalisch nicht ausleben konnte, sondern danach benotet wird, ob man Noten lesen kann oder nicht. Aber man muss keine Noten lesen können, um Musik zu machen. Deshalb hat mir Deutsch auch so gut gefallen – weil man da kreativ sein konnte.

Spielt ihr eigentlich selbst Instrumente?
Roman: Ja, ich spiele Gitarre und habe mir das Keyboardspielen selbst beigebracht. Ich finde aber trotzdem, dass man, um Musik zu machen und Songs zu schreiben, nicht unbedingt selbst ein Instrument beherrschen muss. Unsere Stärke liegt vor allem auch darin, Melodien zu finden und Musik zu gestalten.

Heiko: Eines der schönsten Instrumente ist die Stimme – die muss noch nicht mal gut sein. Mit jeder Stimme kann man Melodien entwickeln. Die kann man summen, aufnehmen und dann nachbauen oder nachbauen lassen.

Wie war das bei eurem neuen Album?
Roman: Wir haben über zwei Jahre an unserem neuen Album gearbeitet. Wir haben versucht, den ganzen Wahnsinn, den wir in den letzten zwei Jahren erlebt haben, in Songs zu verarbeiten. Wie der Name #whatislife schon sagt – das Album ist quasi aus dem Leben heraus entstanden. Wir haben ständig Songs geschrieben, in der Bahn, im Flieger, aber auch mal in ruhigen Momenten. Wir waren auf Santorini in einem Songwriting-Camp und haben auch an anderen Orten Inspiration gesammelt. Das Album ist an den unterschiedlichsten Orten entstanden. Aufgenommen haben wir das Album dann gemeinsam mit unserer Band und unserem Produzenten in den Karma Studios in Thailand.

Welche musikalischen Einflüsse inspirieren euch?
Roman: Die größte Inspiration für uns sind Menschen. Wir lassen uns natürlich auch von anderen Musikern inspirieren, haben aber keine konkreten musikalischen Vorbilder, die unsere Musik prägen. Trotzdem gibt es natürlich Songs und Musiker, die wir feiern. Unser Album ist viel von den frühen 2000ern geprägt, weil wir mit der Musik aufgewachsen sind.

Heiko: Wenn die Melodie stimmt, ist es auch egal, welches Genre – ob Pop, Hip-Hop, Jazz oder Rock.



Die Lochis testen Schülerjobs

Ihr habt auf eurem YouTube-Kanal die Serie "Als Schüler Geld verdienen". Habt ihr selbst als Schüler auch gejobbt?
Heiko: Als Grundschüler haben wir vorm Haus unserer Eltern öfter unseren eigenen Flohmarkt aufgebaut und unsere alten Sachen verkauft.

Roman: Wir wollten Zeitungen austragen, aber da ging es mit YouTube gerade richtig los, dann haben wir es doch nicht gemacht.

Heiko: Wir hatten das Privileg, mit dem was uns Spaß macht – Videos und Musik – Geld zu verdienen.

In der Videoreihe testet ihr verschiedene Schülerjobs. Welcher davon hat euch am besten gefallen?
Roman: Ich fand mit den Hunden Gassi zu gehen am geilsten!

Heiko: Ich liebe Tiere! Auch wenn ich eigentlich Katzen mehr mag, war das mein Highlight.

Und was war der schlimmste Job?
Heiko: Kellnern war schon extrem anstrengend. Vor allem, weil wir das vorher noch nie gemacht haben.

Roman: Als Essens-Lieferant mehrere Stunden durch Berlin zu fahren, um Essen auszuliefern, war auch krass. Das ist echt ein Knochenjob. Die haben richtig Zeitdruck und müssen auch bei Regen, Schnee und Wind fahren. Da habe ich großen Respekt vor!

"Wenn man es schafft, mit seiner Kunst Geschichte zu schreiben, das ist krass!"

Ihr macht so viele unterschiedliche Dinge – Comedy, Schauspielerei, Musik: Was antwortet ihr eigentlich, wenn euch jemand fragt, was ihr beruflich macht?
Roman: Beruf Rampensau. (lacht)

Heiko: Wir sind Musiker und Entertainer. Der Fokus liegt aber immer ganz klar auf der Musik.

Habt ihr bestimmte Ziele, die ihr mit der Musik noch erreichen möchtet?
Heiko: Ich will mich in den nächsten Jahren musikalisch weiter ausleben können und dieses Privileg nutzen, von dem, was man liebt, leben zu können. Wenn du auf der Bühne stehst und die Fans deine Songs mitsingen, da entsteht so eine Energie – das ist einzigartig! Es gibt kein besseres Gefühl.

Roman: Was ich irgendwann mal erreichen möchte, ist, eine richtige Hymne zu kreieren, die jeder kennt und mitsingen kann – so einen richtigen Evergreen. Selbst wenn du das Ding nur geschrieben hast: Es ist doch so geil, wenn du etwas kreiert hast, was Millionen von Menschen bewegt, die eigene Erlebnisse mit dem Song verbinden.

Heiko: Damit machst du dich unsterblich

Roman: Wenn man es schafft, mit seiner Kunst Geschichte zu schreiben, das ist krass!


Hier kannst du dir das Album von den Lochis "#whatislife" anhören:


UNICUM-Musiktipp

Die Lochis #Whatislife AlbumcoverDie Lochis

"#whatislife"

VÖ: 31.08.2018

Online bestellen (Amazon): Die Lochis

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