Spielmacher Kinofilm
Mateo Wansing Lorrio, Regisseur Timon Modersohn und Frederick Lau in Dortmund | Foto: Hannah Essing
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09. Aug 2017

Hannah Essing

Filme

Setbesuch: "Spielmacher" im Ruhrgebiet

2018 im Kino: Drama mit Frederick Lau

Darum geht’s in "Spielmacher"

Eigentlich träumte Ivo (Frederick Lau) von einer Karriere als Profi-Fußballer, geriet stattdessen aber auf die schiefe Bahn. Als der vorbestrafte Ex-Fußballer den talentierten Nachwuchsspieler Lukas (Mateo Wansing Lorrio) kennenlernt, wird er für den Jungen nicht nur ein Mentor, sondern auch eine Vaterfigur – nicht zuletzt, weil er sich in Lukas Mutter Vera (Antje Traue) verliebt. Doch seine kriminelle Vergangenheit holt Ivo ein, als er von dem charismatischen Dejan (Oliver Masucci) in kriminelle Geschäfte verwickelt wird – und auch Lukas ist Teil von Dejans Plänen.

"Spielmacher" ist also nicht nur ein reiner Fußballfilm, was Hauptdarsteller Frederick Lau wichtig war. "Es wird auch düster“, erklärt er: "Es ist nicht alles positiv in dem Fußball-Milieu." Beschrieben wird der Film eher als Drama mit Thriller-Elementen. "Es geht schon um Fußball, aber wir zeigen nicht immer nur Fußball-Szenen", meint Regisseur Timon Modersohn. Produzent Manuel Bickenbach ergänzt: "Das Thema ist ernst. Wir haben uns die Frage gestellt: Was kann alles passieren, wenn man also Jugendlicher diesen Traum hat? Man braucht Mentoren-Figuren. Von all den Jugendlichen, die diesen Traum haben, wie viele schaffen es wirklich? Niemand beschäftigt sich mit all den enttäuschten Seelen, die es nicht geschafft haben."


Spielmacher: Die Darsteller


Drehorte im Ruhrgebiet

Obwohl auch in Hamburg gedreht wird, sind die meisten Schauplätze von "Spielmacher" im Ruhrgebiet: Dafür verschlug es den Cast nach Dortmund, Leverkusen, Essen, Duisburg und Oberhausen. Die Szene, die zum Setbesuch in Dortmund gedreht wird, spielt im Deutschen Fußballmuseum, während die beiden Hauptdarsteller die WM-Pokale betrachten. "In dem Film gibt es eine heiße Diskussion zwischen den beiden, wer der größte Spieler ist. Lukas sagt Messi oder Ronaldo, für Ivo ist es ganz klar Zidane", erklärt Produzent Manuel Bickenbach. Und in Echt? "Für mich ist es Heiko Herrlich", lacht Frederick Lau, "Der war früher immer mein Liebling.“ Generell ist der eingefleischte Dortmund-Fan begeistert von den Drehorten. "Meine Familie kommt von hier, deshalb war ich schon öfter hier am Bahnhof und im Stadion. Insofern freue ich mich sehr, hier zu sein."

Das Ruhrgebiet ist der ideale Schauplatz für das Drama. "Das Herz des Fußballs ist hier", findet auch Timon Modersohn. "Wo gibt es das auf der Welt, dass so viele Erst- und Zweitliga-Mannschaften auf so kleinem Raum sind? Dazu kommt, dass es dieser Region nicht nur gut geht und in zwanzig Jahren auch nicht unbedingt alles besser geworden ist, umso größer ist die Bedeutung des Fußballs, dieses Traumes. Fußball und alles drum herum hat hier einfach mehr Bedeutung."

Die Cast ist locker, man merkt ihnen und dem Rest der Beteiligten an, wie begeistert sie von dem Film sind. Mateo Wansing Lorrio, der Lukas spielt, dreht schon seit zehn Jahren Filme und Serien, sein erster Auftritt war mit neun. "Ich hab auch mit neun angefangen", grinst Frederick Lau. "Das ist ein super Einstiegsalter, würde ich jedem empfehlen."

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