Stärken und Schwächen kennen
Selbstbewusstes Auftreten ist eine Stärke, die du haben solltest. | Foto: Tatomm/Getty Images
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21. Sep 2018

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Studium

Stärken und Schwächen: Warum du deine kennen solltest!

Sinnvolle Ziele setzen

Auch wenn die klassische Frage "Was sind denn ihre Stärken und Schwächen?" in Vorstellungsgesprächen nur noch selten gestellt wird, lohnt es sich, sich mit der Frage nach den eigenen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Denn nur, wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann sich sinnvolle Ziele für Studium und Beruf setzen. Wir lassen uns von Vera Berthon-Donk, Coach und Dozentin an der eufom, erklären, wie du deine Stärken und Schwächen erkennen und nutzen kannst.

Stärken und Schwächen: Was ist das überhaupt?

"Stärken und Schwächen sind bestimmte Eigenschaften unserer Persönlichkeit, die wir einsetzen können, um in unserem beruflichen, aber auch unserem persönlichen Alltag voran zu kommen", erklärt Vera Berthon-Donk. Häufig ist dabei von Hard Skills und Soft Skills die Rede. Hard Skills werden durch Schule, Studium und praktische Erfahrungen vermittelt und können durch Zeugnisse objektiv sichtbar gemacht werden, wie ein Abitur- oder Praktikumszeugnis oder ein Sprachzertifikat. Soft Skills lassen sich nicht so einfach nachweisen, sind heutzutage aber fast noch wichtiger als die Hard Skills. Sie beschreiben vor allem deine persönlichen und sozialen Kompetenzen.

Grundsätzlich lassen sich Kompetenzen in verschiedene Gruppen einteilen:

  • Fachkompetenz oder "Know what": die Fähigkeit, fachbezogenes und fächerübergreifendes Wissen zu verknüpfen, zu vertiefen, kritisch zu prüfen sowie in Handlungszusammenhängen anzuwenden. Also eigentlich genau das, was du an der Uni lernst.
  • Methodenkompetenz oder "Know how": die Fähigkeit zur Anwendung von Arbeitstechniken, Verfahrensweisen und Lernstrategien. Auch das lernst du an der Uni
  • Persönliche Kompetenz (Selbstkompetenz) oder "Know yourself": beinhaltet, sich der eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein, flexibel auf sich verändernde Bedingungen zu reagieren und sich stets selbst im eigenen Leistungsvermögen zu hinterfragen. Beispiele für persönliche Kompetenzen sind Eigenschaften wie Eigenverantwortung und Selbstständigkeit, Ziel- und Ergebnisorientierung, Belastbarkeit, Selbstreflexion, Lern- und Veränderungsfähigkeit.
  • Sozialkompetenz oder "know the others": bezeichnet die Fähigkeit zu Dialog, Konsens und Kritik, also Team-, Kommunikations-, Kritik- und Konfliktfähigkeit, sowie Umgang mit Vielfalt.

"An der FOM/eufom gibt es zusätzlich noch die Transferkompetenz oder "Know how to apply your knowledge", sagt Vera Berthon-Donk. " Das beschreibt die Fähigkeit und Bereitschaft, Gelerntes aktiv in breite Anwendungskontexte zu übertragen und die dort gemachten Erfahrungen beim Lernen aktiv zu nutzen."


Stärken und Schwächen sozialkompetenz


Standortbestimmung: Die eigene Stärken und Schwächen erkennen

Soweit zur Theorie. Doch wie kannst du überhaupt rausfinden, was deine Stärken und Schwächen sind? "Zunächst ist es wichtig, eine Standortbestimmung zu machen", rät die Coaching-Expertin. "Das heißt, dass man sich ganz bewusst damit auseinandersetzt, was man bisher eigentlich alles gemacht hat und was sich aus dem Lebenslauf ergibt." Das lohnt sich auch für Abiturienten und Schüler. "Man schaut einfach, was waren wichtige Ereignisse oder wo habe ich etwas ganz Besonderes gemacht", sagt Vera Berthon-Donk. "Das kann eine tolle Reise sein oder etwas, das ich an der Schule organisiert habe." Aber es können auch ganz kleine Dinge sein, Dinge, die dir zunächst vielleicht belanglos erscheinen, beispielsweise das Aufpassen auf ein Kind.

Tatsächlich sind auch solche Dinge wichtig, wenn es darum geht, die eigenen Stärken und Schwächen herauszufinden. Sie gehören auf die Liste, auf der du all deine Fähigkeiten aufschreibst. Eine weitere Frage, die du dir stellen solltest: Was macht mir Spaß? Machst du gerne Sport? Magst du Tiere? Oder passt du gerne auf deine kleinen Geschwister auf? "Auf diese Weise mache ich mir klar, was meine Vorlieben sind", sagt die Expertin. "Um meine Schwächen herauszufinden, kann ich mich dann fragen, welche Situationen ich nicht mag oder versuche zu vermeiden."

Ein Prozess, der Zeit braucht

"Wichtig ist, das Ganze als einen Prozess zu sehen, bei dem man sich Zeit nimmt, in sich zu gehen", betont Vera Berthon-Donk. "So eine Standortbestimmung ist ein Erkenntnisprozess – und der funktioniert nicht in zehn Minuten nebenbei." Die Expertin empfiehlt, auch Familie und Freunde nach ihrer Einschätzung zu fragen. Was du dabei immer bedenken solltest: "So eine Standortbestimmung ist individuell. Es geht nicht darum, was mein bester Freund alles kann, sondern um mich und meine Fähigkeiten."

Und wie kannst du deine Kompetenzen für deinen Studienerfolg nutzen? "Stärken können ausgebaut, Schwächen behoben werden", sagt die Dozentin. Und Schwächen können auch zu Stärken werden. "Wenn ich zum Beispiel nicht gerne vor Leuten spreche, kann ich das trainieren, in dem ich mich überwinde und mich bewusst solchen Situationen aussetze." Stärken und Schwächen entwickeln sich und können sich verändern. Deswegen kann es sich laut Vera Berthon-Donk lohnen, eine Standortbestimmung nach einigen Jahren zu wiederholen.

In jeder Schwäche liegt eine Stärke

Schwächen sind übrigens nicht grundsätzlich schlecht. Sie sind nur dann störend, wenn sie dich bei dem, was du tust, einschränken. Ist es zum Beispiel überhaupt nicht dein Ding, vor Leuten zu stehen und Vorträge zu halten, solltest du dir überlegen, ob du dir einen Gefallen damit tust, wenn du Lehrer wirst. Ansonsten gilt: Stehe zu deinen Schwächen und akzeptiere sie. Denn auch eine vermeintliche Schwäche kann eine Stärke sein. Referenztransformation ist hier der Fachbegriff. Das bedeutet, du deutest um. Bist du schüchtern? Das gilt allgemein eher als Schwäche. Wenn du aber sagst "Ich kann mich ganz gut zurückhalten" hört sich das doch gleich viel besser an, oder? Oder du bist chaotisch? Nein, du bist flexibel einsetzbar. "In jeder Schwäche liegt eine Stärke", sagt Vera Berthon-Donk. Ihr Tipp: "Höre auf dich, geh in dich und werde dir bewusst, was du kannst und vor allem: was dir Spaß macht. Es macht keinen Sinn, ein Studium wie zum Beispiel BWL zu beginnen, wenn du eigentlich viel lieber Menschen helfen möchtest."

Die Top-Kompetenzen, die Unternehmen von Hochschulabsolventen erwarten:

  • Einsatzbereitschaft
  • Verantwortungsbewusstsein
  • selbständiges Arbeiten
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit

Stärken und Schwächen Vera Berthon Donk

Über die Expertin:

Vera Berthon-Donk ist Dozentin an der eufom Business School. Im Studiengang Business & Psychology unterrichtet sie die Module Differentielle Psychologie sowie Arbeits- und Organisationspsychologie. Als Academic Coach unterstützt sie Studierende dabei, die eigenen Stärken und Schwächen herauszufinden.

Über den Sponsor:

Die eufom Business School bietet Studiengänge mit wirtschaftswissenschaftlicher Basis und internationaler Ausrichtung für Abiturienten an, um sie auf Fach- oder Führungsaufgaben vorzubereiten. Im Gegensatz zu den Studierenden der FOM haben die Studierenden der eufom Business School prinzipiell noch keine Berufserfahrungen. Ziel der eufom Business School ist es deshalb, ihre Studierenden bereits während des Studiums fit für den Job zu machen. Einen wichtigen Teil nimmt dabei der Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung ein. So gehört das Modul "Studium- und Berufskompetenzen" für jeden Studenten fest zum Stundenplan. Ein Academic Coach steht den Studierenden beratend zur Seite. Weitere Informationen findest du auf der Website der eufom Business School.

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