Numerus Clausus Vergleich
Gar nicht so einfach, sich zwischen den NCs zurechtzufinden | Foto: Thinkstock/petrunjela
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04. Jul 2018

UNICUM Onlineredaktion

Studium

Numerus Clausus: Deutsche Hochschulen im Vergleich

NC ist nicht gleich NC

Im Vergleich zum Wintersemester 2017/18 ist der Anteil an zulassungsbeschränkten Studienfächern um 1,3 Prozentpunkte auf  41,1 Prozent gestiegen.

Doch die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind weiterhin kaum zu übersehen: Während etwa in Thüringen nur 20,3 Prozent der Studiengänge mit einem Numerus Clausus belegt sind, liegt die Quote in Bremen bei 59,1 Prozent, in Hamburg sind es sogar über 60 Prozent.

Bevor es also zum Einschreiben an der Uni kommen kann, sollte man sich als Abiturient fragen: Wo kann ich mein gewünschtes Studienfach überall studieren? Wo kann ich es mit meinem Abischnitt studieren? Wo habe ich die besten Chancen, trotz hohem NC angenommen zu werden?

Die NC-Quoten in den Bundesländern

Numerus Clausus Bundesländer

Warum Hamburg, wenn es auch Bayern sein kann?

Wer sich für ein Ingenieurstudium interessiert, sollte sich einmal bei den Universitäten und Fachhochschulen in Mecklenburg-Vorpommern umschauen: hier liegt die Numerus Clausus-Quote gerade einmal bei 6,1 Prozent. Dagegen sind im Saarland die ingenieurwissenschaftlichen Fächer zu 75 Prozent mit einem NC belegt.

Und wer Mathematik oder eine Naturwissenschaft in Hamburg studieren will, muss sich auf ein NC-Verfahren vorbereiten – hier sind über 90 Prozent der Studiengänge in der Fächergruppe zulassungsbeschränkt. Bessere Chancen, Mathe oder eine Naturwissenschaft ohne NC zu studieren, hat man dann in Rheinland-Pfalz (15,7 Prozent) oder Thüringen (14,1 Prozent).

Laut CHE-Studie ist ein Numerus Clausus bundesweit in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften am häufigsten (51,8 Prozent); die Sprach- und Kulturwissenschaften haben mit 30,1 Prozent die geringste Quote – allerdings ist gerade diese Fächergruppe an BerlinerUniversitäten mit einer NC-Quote von 79,5 Prozent belegt.

Die Numerus-Clausus-Quoten im Überblick

CHE Studie Numerus Clausus

Uni oder FH?

Der Numerus Clausus unterscheidet sich nicht nur von Studienfach zu Studienfach, von Bundesland zu Bundesland, sondern auch zwischen den Hochschultypen. So beschränken Fachhochschulen häufiger als Universitäten den Zugang zu einem Studium.

Während zum Beispiel im Saarland die NC-Quote an Unis bei 54 Prozent liegt, sind an den Fachhochschulen 83,8 Prozent der Studiengänge mit einem Numerus Clausus versehen.

Neben den saarländischen weisen auch die niedersächsischen und baden-württembergischen FHs mit je über 60 Prozent eine besonders hohe Quote auf. Von allen Universitäten Deutschlands setzen vor allem die Hamburger Institute auf einen Numerus Clausus (73,5 Prozent).

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