Ausbildungen mit Zukunft
Du hältst deine (berufliche) Zukunft selbst in der Hand | Foto: Thinkstock/Dimitrii Kotin
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14. Apr 2016

Sebastian Wolking

Ausbildung

Drei Ausbildungsberufe mit Zukunft

Deine Chance auf Erfolg

Die Ausbildung hat Zukunft

Fachinformatiker/in

Die Ausbildung zum Fachinformatiker gibt es seit 1997. Seitdem ist die Zahl der Computer-Spezialisten sprunghaft angestiegen. Über 28 000 Ausbildungsverträge wurden 2014 geschlossen. Die fortschreitende Digitalisierung lässt die Prognose zu, dass der Bedarf an IT-Spezialisten in den kommenden Jahren weiter wächst.

Fast 60 Prozent der Azubis haben in diesem Job Abitur. Fachinformatiker mit Schwerpunkt Systemintegration kümmern sich um die IT-Systeme im Unternehmen, installieren, vernetzen, verschlüsseln, verwalten und konfigurieren. Mit einfachen Worten: Sie sorgen dafür, dass alle Rechner rund laufen.

Der Schwerpunkt Anwendungsentwicklung zielt mehr darauf ab, dass die Azubis programmieren, entwickeln und mit Datenbanken arbeiten. In beiden Fällen gilt: Der Job ist nicht nur etwas für Nerds. Denn Fachinformatiker müssen auch in der Lage sein, im Team Lösungen zu finden, Arbeitsschritte zu koordinieren, kommunizieren und eigene Ergebnisse zu präsentieren.


Technische/r Produktdesigner/in

Pingelig, pedantisch, überkorrekt – für einen Technischen Produktdesigner sind das Komplimente. Bewaffnet ist er mit Monitor und Maus, fertigt am Bildschirm 3D-Skizzen an oder entwirft mit CAD-Programmen komplexe Modelle, zum Beispiel für Bauteile in Maschinen oder Autos.

Mathematik und Physik sollten in der Schule nicht zu den Hass-Fächern gehört haben, räumliches Vorstellungsvermögen ist wichtig und auch eine gewisse Detailliebe. Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre, hinterher heuert man in Ingenieurbüros oder direkt in der Industrie an. Arbeitgeber betonen dabei die Wichtigkeit von Soft Skills. Denn: Als Technischer Produktdesigner ist man stets im Kundenkontakt: muss zuhören, erklären, auch viele englische Fachbegriffe verstehen.

2013 wurden 7.170 Ausbildungsverträge abgeschlossen, ein Jahr später waren es bereits rund 8.400 – darunter übrigens über 3.000 mit weiblichen Azubis. Das Gehalt eines Technischen Produktdesigners ist vergleichsweise gut: Schon ins erste Lehrjahr startet man mit 800 bis 900 Euro.


Kaufmann/Kauffrau für Spedition und Logistikdienstleistung

Täglich fahren Abertausende Brummis kreuz und quer durch Deutschland, dazu kommen Frachtschiffe, Flugzeuge, Züge und Busse. Tendenz: stark steigend. Speditionskaufleute sorgen dafür, dass dieser gigantische Warenverkehr nicht zum Stillstand kommt.

Über 14.000 Azubis fangen jedes Jahr ihre Ausbildung an. Sie planen Transporte nach dem Motto: Wer kommt wie womit am schnellsten und günstigsten von A nach B? Dazu muss man Kunden beraten, Preise vergleichen, Angebote einholen, prüfen und verhandeln, die erforderlichen Dokumente für den Zoll bereitstellen – und das alles unter großem Zeitdruck.

Organisationstalent und Problemlöser – das beschreibt Speditionskaufleute vermutlich am besten. Und: Speditionskaufleute sitzen nicht den ganzen Tag am Schreibtisch, sondern müssen raus ins Geschehen, den Fahrern auch mal die Papiere in die Hand drücken. Die Ausbildung dauert drei Jahre, Englischkenntnisse sind dabei unentbehrlich. Denn die Logistikwelt ist international.

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