Nach dem Abi Zukunft
Endlich Freiheit nach dem Abi! Wie gestaltest du deine Zukunft? | Foto: Oatawa / Getty Images
Autor

02. Sep 2021

Marvin Kesper

Zukunftsweiser

Nach dem Abi: Das sind die 6 beliebtesten Möglichkeiten!

Inhaltsverzeichnis

  1. Fast unbegrenzte Möglichkeiten
  2. Studium 
  3. Ausbildung
  4. Duales Studium 
  5. Freiwilligendienst
  6. Gap Year 
  7. Jobben
  8. Häufige Fragen
  9. Fazit 

Nach dem Abi: fast unbegrenzte Möglichkeiten

Das Abitur ist  ein großer Meilenstein in deinem Leben und öffnet dir in deiner späteren beruflichen Laufbahn viele Türen. Doch was möchtest du machen, wenn deine Schulzeit endgültig um ist? Studium? Ausbildung? Oder doch einen Freiwilligendienst? Nach deinem Abitur scheinen die Möglichkeiten fast grenzenlos. Gerade, wenn die Mitschüler /-innen schon genau wissen, was sie machen möchten, du dir aber noch überhaupt nicht sicher bist, kann schnell eine kleine Torschlusspanik aufkommen. Hier ist es wichtig, dass du keine Kurzschlussentscheidung triffst, sondern dir deinen nächsten Schritt wohl überlegst. Wir zeigen dir alle Möglichkeiten, die du nach dem Abi hast und erklären dir jeweils die Vor- und Nachteile. 

1. Studium nach dem Abitur

Es ist schon fast zum Klassiker geworden: nach dem Abitur direkt ein Studium zu beginnen. Die Zahl der Studierenden steigt in den letzten Jahren stetig an, da viele durch ein Studium ihre Berufschancen verbessern möchten. Ein Studium direkt nach dem Abi kann durchaus Sinn ergeben: Du bist noch in deinem Lernrhythmus und musst dich nicht sonderlich viel umstellen, im Gegensatz zu jemanden, der aus dem Berufsleben heraus ein Studium beginnt. Außerdem nimmst du viele Basics mit ins Studium, die durchaus hilfreich sein können. Möchtest du beispielsweise BWL studieren, wird Oberstufenwissen in Mathematik vorausgesetzt. Da zwischen deiner letzten Mathestunde im Abi und dem Studium wenig Zeit liegt, solltest du die Basics noch drauf haben. So ersparst du dir oft Aufbaukurse, in denen dieser Lernstoff nochmal wiederholt und aufgefrischt wird.
Wichtig ist, dass du direkt nach deinem Abitur Spaß daran hast, weiterzulernen und dich weiterzubilden. Möchtest du erstmal chillen, die Welt entdecken oder Geld verdienen, ergibt ein Studium direkt nach dem Abitur wenig Sinn. 

Wie finde ich das richtige Studium? 

Um das richtige Studienfach für dich zu finden, solltest du dir gut überlegen, was du später beruflich machen möchtest, aber vor allem, was dir Spaß macht. Nur mit Spaß am Lernen und vor allem am späteren Beruf wirst du deine berufliche Zukunft erfolgreich gestalten. Solltest du dir zu 100 Prozent sicher sein, dass du studieren möchtest, aber hast keine Ahnung welches Studienfach, kannst du dir Hilfe bei der Studienberatung holen. Die Beratungsstellen der Universitäten helfen dir gerne dabei, das richtige Studium für dich zu finden. Außerdem gibt es die Möglichkeit, einen Studienwahltest zu machen, der dir Studiengänge vorschlägt, die zu deinen Interessen und beruflichen Vorstellungen passen. Solche Tests werden dir sowohl online als auch an den jeweiligen Hochschulen angeboten und sind in den meisten Fällen kostenlos.
Des Weiteren kannst du durch den Besuch von Studienmessen Informationen über verschiedenste Studiengänge und Hochschulen sammeln und so das richtige Studium für dich herausfiltern. 

An den meisten Hochschulen hast du außerdem die Möglichkeit, ein Probestudium zu absolvieren und so einfach mal auszuprobieren, ob ein Studium oder das von dir gewählte Fach zu dir passen oder nicht. Dabei studierst du ein Semester an der Hochschule deiner Wahl. Anschließen kannst du unverbindlich entscheiden, ob du das Studium fortsetzen möchtest oder nicht. Die erbrachten Leistungen kannst du dir im Hauptstudium dann anrechnen lassen. 

Die Möglichkeiten das richtige Studium für dich zu finden sind also: 

  • Studienberatung besuchen 
  • Studienwahltest
  • Studienmessen besuchen 
  • Probestudium absolvieren

Beliebte Studiengänge

In Deutschland sind einige Studiengänge bei Studierenden besonders beliebt. Dabei unterscheiden sich die Interessen zwischen Männern und Frauen stark. Der beliebteste Studiengang bei beiden Geschlechtern ist jedoch Betriebswirtschaftslehre (BWL). Mit dem BWL-Studium stellst du dich für einen Job in der Wirtschaft breit auf und hast danach viele Möglichkeiten, deine berufliche Zukunft zu gestalten. 

Die beliebtesten Studiengänge bei Männern sind: 

Bei Frauen sind die fünf beliebtesten Studiengänge: 

Wie bewerbe ich mich auf einen Studienplatz? 

Hast du dein Abi in der Tasche und bist fest entschlossen ein Studium anzutreten, musst du dich für ein Studium bewerben. Hierzu musst du dir zunächst die Zugangsbeschränkungen deines Studienganges und der von dir ausgewählten Hochschule anschauen. Einige Studiengänge sind durch einen Numerus Clausus (NC) beschränkt, sodass du einen bestimmten Abi-Schnitt haben musst, um dich für das Studium bewerben zu können. Außerdem verlangen einige Hochschulen einen Eignungstest für ihre Studiengänge. Hier solltest du dich nach den Terminen für den Test erkundigen. Apropos Termine: Die Bewerbungen für einen Studienplatz sind an bestimmte Fristen gebunden. Nach dem Abi beginnt dein Studium normalerweise zum Wintersemester. Die Bewerbungsphase hierfür startet dann üblicherweise am 15. April und endet am 15. Juli. 

Die Bewerbung für einen Studiengang läuft in der Regel online ab. Hat dein gewünschter Studiengang keinen NC als Zulassungsbeschränkung, kannst du dich in den meisten Fällen direkt über die Homepage der Hochschule bewerben. Bei Studiengängen mit Zulassungsbeschränkung wird die Online-Bewerbung oft über das Portal Hochschulstart.de abgewickelt, auf dem die meisten Hochschulen präsent sind. Da du oft lange auf eine Antwort der Hochschulen warten musst, solltest du dich an mehreren Hochschulen gleichzeitig bewerben, um im Falle einer Absage deiner Wunschhochschule eine Alternative zu haben. 

Vorteile eines Studiums

Ein Studium nach dem Abi zu beginnen, bringt einige Vorteile mit sich. Wir haben sie hier in Stichpunkten für dich aufgezählt: 

  • gute Qualifizierung für die berufliche Zukunft
  • Ein Studium ist die Voraussetzung für eine wissenschaftliche Karriere. 
  • gute Verdienstchancen
  • Direkt nach dem Abi: Beibehalten des Lernrhythmus und Beherrschen der Basics. 
  • Kennenlernen neuer Leute und Finden von Freunden fürs Leben

Nachteile eines Studiums

Neben den Vorteilen bringt ein Studium aber auch Nachteile mit sich. Auch diese haben wir für dich hier aufgelistet: 

  • Nach einem Studium trittst du später ins Berufsleben ein und verdienst so erst später Geld. 
  • Hohe Belastung durch eigenständiges Lernen 
  • Anfallende Kosten: Semestergebühren, Anschaffungskosten für Lernmaterial, ggf. Miete 
  • "Harter Berufseinstieg" nach dem Studium, oft nicht direkt in den Wunschberuf

Nach dem Abi Studium


2. Nach dem Abitur eine Ausbildung absolvieren

Möchtest du dich, anstatt weiter Lernbücher zu wälzen, direkt ins Berufsleben stürzen, ist eine Ausbildung die richtige Wahl. Durch eine Ausbildung verdienst du sofort nach deinem Abi Geld und kannst dir so langsam ein selbstständiges Leben aufbauen. Da außerdem immer mehr Abiturienten /-innen einem Studium nachgehen, sind viele Ausbildungsplätze frei und gute Azubis sehr gefragt. Laut einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes, ging die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Jahr 2020 um 9,4 Prozent zurück, was allerdings auch auf die Corona-Krise zurückzuführen ist. Die meisten Azubis gibt es in den Bereichen Industrie und Handel, Handwerk und Landwirtschaft.
Eine Ausbildung ohne Studium bedeutet auch nicht zwangsläufig einen schlechteren Verdienst. Mit dem richtigen Beruf und den richtigen Weiterbildungen kannst du es auch so ganz nach oben schaffen. 

Wie finde ich die richtige Ausbildung für mich? 

Um die richtige Ausbildung für dich zu finden, solltest du dir gut überlegen, wie deine berufliche Zukunft aussehen soll und wo deine Interessen liegen. Solltest du beispielsweise Interesse an Aufbau und Reparatur von großen Maschinen haben, könnte eine Ausbildung als Industriemechaniker /-in für dich infrage kommen. Möchtest du aber eher einen klassischen Bürojob und hast Spaß am Arbeiten mit Zahlen, solltest du dir die Ausbildung zum /-r Industriekaufmann /-frau genauer angucken. In Deutschland gibt es insgesamt 325 anerkannte Berufsausbildungen. Da kann man schnell den Überblick verlieren. Solltest du nicht die richtige Ausbildung für dich finden, hast du folgende Möglichkeiten: 

  • Berufsberatungen wahrnehmen 
  • Ausbildungsmessen besuchen
  • Berufstests absolvieren 

Beliebte Ausbildungen

Aus der Vielzahl an Ausbildungsberufen kristallisieren sich jedes Jahr ein paar besonders beliebte Berufe heraus. Du solltest dich allerdings nicht daran orientieren, welche Berufe besonders beliebt sind, sondern welche besonders gesucht werden und was dir am meisten Spaß macht. Die beliebtesten Ausbildungsberufe der letzten Jahre waren: 

  • Kaufmann /-frau im Einzelhandel
  • Kaufmann /-frau für Büromanagement
  • Fachinformatiker /-in 
  • Pflegefachmann /-frau 
  • Industriekaufmann /-frau 

Wie bewerbe ich mich auf eine Ausbildung? 

Deine Bewerbung auf eine Ausbildung schickst du direkt an das Unternehmen, das den freien Ausbildungsplatz anbietet. Freie Ausbildungsplätze findest du sehr gut über Stellenanzeigen in Online-Jobbörsen, der Zeitung oder über die Berufsberatung. Dort findest du außerdem Hilfe, wie eine Bewerbung aussehen sollte und worauf du achten musst.
Solltest du mit deiner Bewerbung überzeugen, wirst du zu einem Bewerbungsgespräch oder einem Eignungstest eingeladen. Auf beides solltest du dich sehr gut vorbereiten, indem du dir das Unternehmen im Detail anschaust und die wichtigsten Eckpunkte auswendig lernst.

Vorteile einer Ausbildung 

Im Vergleich zum Studium gilt eine Ausbildung oft als "schlechter". Dass das überhaupt nicht stimmt, zeigen die Vorteile, die eine Ausbildung mit sich bringt

  • Du verdienst nach dem Abitur bereits dein erstes Geld. 
  • Du schaffst eine berufliche Grundlage. Ein Studium kannst du danach immer noch machen. 
  • Du hast sehr gute Einstellungschancen. 
  • Schneller und direkter Berufseinstieg 
  • Fachkräfte sind in vielen Berufe sehr gefragt. 

Nachteile einer Ausbildung

Doch wie alles bringt eine Ausbildung auch ein paar Nachteile mit sich. Bei einer Ausbildung solltest du folgende Nachteile beachten: 

  • Du hast nur begrenzte Aufstiegschancen nach deiner Ausbildung.
  • Für Führungspositionen brauchst du oft ein Studium oder viele Weiterbildungen. 
  • Oft liegt die Lohnobergrenze bei Berufen mit Studium höher. 

Nach dem Abi Ausbildung


3. Duales Studium nach dem Abi 

Eine Möglichkeit nach dem Abi, die Ausbildung und Studium vereint, ist das duale Studium. Hier absolvierst du eine Ausbildung in einem Unternehmen, studierst nebenbei aber auch ein Studienfach, dass im direkten Zusammenhang mit deinem Ausbildungsberuf steht. In der Regel übernimmt das Unternehmen die Kosten für dein Studium, dafür verpflichtest du dich aber oft, nach deinem Abschluss für eine bestimmte Zeit in dem Unternehmen zu bleiben. In der Regel studierst und arbeitest du im regelmäßigen Wechsel. So kann es also sein, dass du drei Monate an die Uni gehst und die nächsten drei Monate im Unternehmen arbeitest. Ein duales Studium gilt als besonders anspruchsvoll, da du natürlich die doppelte Belastung aus Arbeiten und Lernen hast. Das zu vereinen setzt viel Eigenmotivation und Disziplin voraus. 

Wie finde ich das richtige duale Studium für mich? 

Wie bei allen anderen Möglichkeiten gilt: Das richtige duale Studium findest du nur, wenn du dir ausreichend Gedanken machst, was du in der Zukunft beruflich machen möchtest und was dir gleichzeitig Spaß macht. Welches Unternehmen ein duales Studium anbietet, erfährst du über Jobbörsen und Studienplatzbörsen. Außerdem kannst du dich bei Studienberatungen beraten lassen, welches Studium zu dir passen könnte. Wichtig ist, dass du weißt, wo deine Stärken und Schwächen liegen und wie du dir deine Zukunft vorstellst. Das richtige duale Studium findest du also über: 

  • Jobbörsen
  • Studienplatzbörsen
  • Studienberatungen
  • Job- und Karrieremessen

Beliebte duale Studiengänge

Die meisten dualen Studiengänge werden in den Bereichen Technik, Wirtschaft und Gesundheitswesen angeboten. Das liegt daran, dass in diesen Bereichen Studium und Ausbildung sehr gut miteinander vereinbar sind. Deswegen findest du die meisten dualen Studiengänge in den Fächern: 

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Maschinenbau
  • Wirtschaftsingenieurwesen
  • Soziale Arbeit 
  • Tourismusmanagement

Wie bewerbe ich mich auf ein duales Studium? 

Um sich für ein duales Studium zu bewerben, gibt es zwei unterschiedlichen Möglichkeiten. Entweder du bewirbst dich direkt beim Unternehmen auf das duale Studium und wirst, wenn du den Job bekommst, automatisch an der Partnerhochschule eingeschrieben oder du bewirbst dich bei der Hochschule und suchst dir anschließen ein Unternehmen, welche in Kooperation mit der Hochschule steht. Am häufigsten wird die Variante genutzt, wo du dich bei dem Unternehmen direkt bewirbst. Die angebotenen Stellen dafür findest du über Studienplatzbörsen oder direkt beim Unternehmen auf der Website. Für deine Bewerbung gilt es die gleichen Regeln zu beachten, wie bei jedem anderen Job. Du musst also Bewerbungsunterlagen mit Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnissen und weiteren Qualifikationen einreichen, um dich zu bewerben. Oft musst du auch an einem Auswahlverfahren teilnehmen, in dem du einen Test und/oder ein Assessment-Center absolvieren musst. 

Vorteile eines dualen Studiums

Das Ansehen eines dualen Studiums ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Für dich und deine /-n spätere /-n Arbeitgeber /-in ergeben sich aus einem dualen Studium folgende Vorteile: 

  • Du verdienst im Studium bereits ein gutes Gehalt. 
  • Du machst zwei Abschlüsse gleichzeitig. 
  • Du kannst das, was du in der Uni lernst, direkt in der Praxis anwenden. 
  • Du wirst im Regelfall sofort übernommen. 
  • Dein Unternehmen übernimmt die Kosten für deine Ausbildung/Studium. 

Nachteile eines dualen Studiums

Auch wenn das Prinzip des dualen Studiums sehr gut klingt, bringt auch das einige Nachteile mit sich, über die du Bescheid wissen solltest. 

  • Durch die Doppelbelastung aus Studium und Ausbildung bist du sehr ausgelastet. Da kann die Freizeit schon mal zu kurz kommen. 
  • Ein Abbruch ist nicht so einfach möglich. In vielen Fällen verlangen die Arbeitgeber /-innen dann die bis dahin geleisteten Zahlungen zurück.
  • Du benötigst noch mehr Eigenmotivation und Disziplin, um die Doppelbelastung zu stemmen. 

Nach dem Abi duales Studium


4. Nach dem Abitur einen Freiwilligendienst absoliveren

Um nach dem Abi nicht direkt ins Berufsleben zu starten oder ein Studium zu beginnen, kannst du einen Freiwilligendienst absolvieren, mit dem du dich orientieren und gleichzeitig etwas Gutes tun kannst. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zum Beispiel ein Freiwilliges Soziales Jahr beim Rettungsdienst absolvieren und so beim Retten von Menschenleben helfen. Oder du absolvierst einen Freiwilligendienst im Ausland und kannst dich so zum Beispiel in der Bildungspolitik oder Kultur im Ausland engagieren. Im Normalfall bekommst du für deinen Freiwilligendienst auch ein kleines Taschengeld. Hauptsächlich dient er jedoch dazu, sich zu orientieren, die Persönlichkeit zu stärken und etwas Gutes zu tun. Die verschiedenen Freiwilligendienste, die du absolvieren kannst, sind: 

  • Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr (FSJ/FÖJ) 
  • Freiwilligendienst im Ausland (z.B. EFD, IJFD oder Kulturweit) 
  • Bundesfreiwilligendienst (BFD) 
  • Freiwilliger Wehrdienst (FWD) 

Wie finde ich den richtigen Freiwilligendienst für mich? 

Du merkst schon: Die Möglichkeiten einen Freiwilligendienst zu absolvieren, sind sehr vielfältig. Da kann man schnell den Überblick verlieren, welcher Freiwilligendienst jetzt zu einem passt. Es gibt jedoch viele Agenturen und Ämter, die dir bei der Suche helfen und mit dir den richtigen Freiwilligendienst finden. Zum Beispiel findest du viele Infos auf der Website des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Außerdem findest du den richtigen Freiwilligendienst über: 

  • Karrieremessen und Infotage 
  • Agenturen 
  • Ministerien  

Beliebte Freiwilligendienste

In Deutschland haben sich im Jahr 2020 circa 38.000 Personen für einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) gemeldet. Beim FSJ sind es mit 50.000 sogar noch etwas mehr. Generell sind Freiwilligendienste sehr beliebt bei Abiturienten /-innen, die sich noch nicht bereit für ein Studium oder Ausbildung fühlen oder sich weiterentwickeln wollen. 

Die beliebtesten Freiwilligendienste sind: 

  • FSJ
  • FÖJ 
  • BFD
  • EFD 

Wie bewerbe ich mich auf einen Freiwilligendienst? 

Wie du dich für einen Freiwilligendienst bewirbst, ist von den Trägern abhängig. Für ein FSJ musst du dich zum Beispiel anders bewerben als für ein BFD. Es kann sein, dass du bei einem Träger ein Onlineformular ausfüllen musst, bei anderen kann aber auch eine klassische Bewerbung verlangt werden. Wie du dich bewerben kannst, erfährst du ganz einfach auf den Internetseiten der verschiedenen Träger. Formulare und Infomaterial kannst du auch telefonisch anfordern. 

Vorteile eines Freiwilligendienstes

Ein Freiwilligendienst wird oft in der Übergangsphase nach dem Abitur genutzt, wenn die berufliche Ausrichtung noch nicht ganz klar ist. Dabei bringt der Freiwilligendienst einige Vorteile mit sich: 

  • Du entwickelst dich auf persönlicher Ebene weiter. 
  • Du kannst dich beruflich orientieren, ohne dich direkt binden zu müssen. 
  • Du kannst etwas Gutes für die Gesellschaft tun. 
  • Du lernst neue Menschen kennen. 
  • Du nutzt die Zeit sinnvoll, wenn du noch nicht weiß, wie du dich beruflich orientieren möchtest. 

Nachteile eines Freiwilligendienstes

Nachteile gibt es auch bei den Freiwilligendiensten. Du solltest vor deinem Antritt abwägen, ob du mit folgenden Nachteilen zurechtkommst

  • Du hast einen hohen Zeitaufwand, wie in einem "normalen" Job. 
  • Die Bezahlung ist oft sehr niedrig. Es handelt sich vielmehr um ein Taschengeld. 
  • Die Arbeit, die du absolvierst, kann sehr anstrengend sein. 

Nach dem Abi Freiwilligendienst


5. Gap Year nach dem Abi 

Nach dem Abitur erstmal weg von den Büchern, die Seele baumeln lassen und die Welt entdecken. Das ist die Intention eines Gap Years, was sich gerade nach dem Abi anbietet. Viele Absolventen /-innen nutzen die freie Zeit, um im Ausland Erfahrungen zu sammeln, die Welt zu bereisen und etwas für die eigene Persönlichkeit zu tun. Der Klassiker dabei: Work and Travel in Australien oder ein Au-pair Aufenthalt in den USA. Die neu gewonnene Freizeit kann so sinnvoll genutzt werden. In deinem Gap Year hast du folgende Möglichkeiten: 

  • Work and Travel 
  • Auslandspraktikum 
  • Au-pair
  • Probestudium 
  • Praktikum 

Wie gestalte ich mein Gap Year richtig?

Wenn du denkst, dass du nach dem Abi in einem Gap Year erstmal die Füße hochlegen kannst und ein Jahr nichts tun musst, hast du falsch gedacht. Du solltest dein Gap Year auf jeden Fall sinnvoll nutzen, um dich weiterzubilden, deine Persönlichkeit zu stärken oder etwas von der Welt zu sehen. Dabei hast du fast unendlich viele Möglichkeiten, wie du das Jahr gestaltest. Möchtest du schon mal in einen Beruf reinschnuppern, kannst du über ein Jahrespraktikum nachdenken. Willst du lieber raus in die Welt und neue Länder und Kulturen kennenlernen, solltest du Work-and-Travel-Programme oder Auslandspraktika in Betracht ziehen. Natürlich kannst du dich nach dem Abitur auch erstmal ausruhen und ein bisschen chillen. Aber lass dadurch keine große Lücke in deinem Lebenslauf entstehen. Das könnte von  späteren Arbeitgebern /-innen negativ bewertet werden. 

Beliebte Tätigkeiten im Gap Year

Oft wird der Begriff Gap Year mit einem Auslandsaufenthalt gleichgesetzt. Das liegt daran, dass die beliebteste Tätigkeit in einem Gap Year Work and Travel ist. Egal, ob Australien, Neuseeland oder ein anderes weit entferntes Land: Viele Abiturienten /-innen reizt es nach dem Abitur weit weg von zu Hause zu sein und die Welt auf eigene Faust zu erkunden. Doch auch andere Möglichkeiten, die Lücke nach dem Abitur zu füllen, sind sehr beliebt: 

  • Freiwilligendienste
  • Praktika 
  • Sprachreisen
  • Au-pair 
  • Urlaub

Wie finde ich das richtige Programm für mein Gap Year? 

Wenn du noch keine Lust auf Ausbildung oder Studium hast, aber noch nicht genau weißt, wie du dein Gap Year füllen möchtest, solltest du dir erstmal klarmachen, was die Intention deines Gap Years sein soll. Möchtest du die Welt erkunden, könnte ein Work and Travel Aufenthalt etwas für dich sein. Dabei kannst du dir die Hilfe einer Agentur holen, um das richtige Programm und Land für dich zu finden. Möchtest du aber schon erste berufliche Erfahrung sammeln, kannst du dir auf verschiedenen Jobportalen Praktika suchen, die dich interessieren. Um neue Sprachen zu lernen und gleichzeitig ein fremdes Land zu besuchen, bieten sich Sprachreisen an. Auch hierfür gibt es Agenturen, die dich bei der Planung und Organisation unterstützen

Du kannst nach dem Abi aber auch erstmal für ein paar Wochen alles ruhen lassen und entspannt einen Urlaub buchen, den du schon immer mal machen wolltest. 

Vorteile eines Gap Years

Eine Auszeit nach dem Abitur kann dir viele Vorteile bringen. Wichtig ist nur, dass du die Zeit sinnvoll nutzt und so wichtige Lehren für die Zukunft daraus ziehst. Die Vorteile eines Gap Years sind: 

  • Neue Fähigkeiten aneignen
  • Selbstständigkeit lernen
  • Neue Freunde finden 
  • Zeit für Dinge, die man sonst nicht machen konnte 
  • die eigenen Akkus für den nächsten Lebensabschnitt aufladen 
  • die Welt entdecken und Sprachen lernen

Nachteile eines Gap Years

Solltest du dein Gap Year falsch oder nicht gut genug nutzen, kann es auch einige Nachteile mit sich bringen. Die Nachteile eines Gap Year sind: 

  • Stress durch Organisation und Planung 
  • ein Jahr hinterherhinken, während Freunde schon studieren oder arbeiten
  • Bei Auslandsaufenthalten: hohe Kosten und Heimweh 
  • Schwierigkeiten nach dem Jahr wieder in den Alltag zu finden

Nach dem Abi Gap Year


6. Nach dem Abitur jobben gehen 

Du wolltest dir schon immer mal etwas Teures kaufen, doch während des Abiturs hat immer das nötige Geld oder die Zeit zum nebenbei Geld Verdienen gefehlt? Dann ist nach dem Abi ein guter Zeitpunkt, jobben zu gehen und sich ein finanzielles Polster aufzubauen. Dabei musst du nicht mal darauf achten, dass dein Job etwas mit deinem späteren Berufsleben zu tun hat. Hauptsache du verdienst gutes Geld und kannst es dir zur Seite legen. Aber wer weiß, vielleicht findest du ja so auch den Beruf, der dir besonders viel Spaß macht und dich ausfüllt. 

Wie finde ich den richtigen Job für mich? 

Um den richtigen Job für dich zu finden, solltest du zunächst überlegen, woran du Spaß hast und wo deine Interessen liegen. Denn mit Spaß bei der Arbeit vergeht erstens die Zeit schneller und zweitens musst du dich nicht jeden Tag zum Arbeitsplatz quälen. Danach solltest du natürlich auf die Bezahlung achten. Nach dem Abi könnte der Job deine einzige Einnahmequelle sein und wenn du auf etwas hin sparen möchtest, wie zum Beispiel ein eigenes Auto, solltest du nicht für eine Minibezahlung arbeiten. Über Stellenanzeigen in Jobbörsen oder der Zeitung findest du immer mal wieder Unternehmen, die junge, motivierte Leute zum Jobben suchen.

Beliebte Jobs

Besonders beliebt sind natürlich die Jobs, die Spaß machen und das meiste Geld bringen. Dabei kommt es aber immer auch auf die eigenen Interessen an. Gut bezahlte Nebenjobs nach dem Abi sind: 

  • Nachhilfelehrer /-in 
  • Fahrradkurier /-in 
  • Hostess
  • Lieferfahrer /-in
  • Call Center Agent 

Vorteile von Jobben nach dem Abi 

Nach dem Abi zuerst jobben zu gehen, bringt einige Vorteile mit sich, die für dich interessant sein könnten. Die Vorteile von Jobben nach dem Abi sind: 

  • sofort Geld verdienen
  • oft höherer Verdienst als in einer Ausbildung 
  • mehr Selbstständigkeit 
  • Aufbau eines finanziellen Polsters 
  • berufliche Erfahrung in verschiedensten Bereichen

Nachteile von jobben nach dem Abi 

Wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Und beim Jobben nach dem Abi sehen die Nachteile wie folgt aus: 

  • Rückstand in Ausbildung und Studium im Gegensatz zu Freunden 
  • Dadurch späteres Berufseintrittsalter
  • eventuell für späteres Berufsleben irrelevante Erfahrungen 
  • zeitliche Einschränkung direkt nach dem Abitur

Nach dem Abi Jobben


Häufige Fragen

Was soll ich nach dem Abi machen? 

Wie du deine Zeit nach dem Abitur gestaltest, bleibt allein dir überlassen. Du hast eine Vielzahl von Möglichkeiten und die Qual der Wahl, was für dich das Beste ist. 

Was machen Schüler nach dem Abi? 

Viele Schüler /-innen haben sehr lange keinen Plan, was sie nach dem Abi machen möchten. Ein Großteil möchte erstmal ins Ausland und Erfahrung sammeln. Nur etwa zehn Prozent der Schüler /-innen legen sich frühzeitig auf ein Studium oder Ausbildung fest. 

Wie viele studieren nach dem Abi? 

In Deutschland sind es rund 70 Prozent der Abiturienten /-innen, die nach dem Abi ein Studium beginnen. 

Fazit: Was möchtest du nach dem Abi machen? 

Nachdem du jetzt die vielfältigen Möglichkeiten nach dem Abitur aufgezeigt bekommen hast, kannst du für dich selbst entscheiden, was für dich das Richtige ist. Wo liegen deine Interessen? Was macht dir Spaß? Wo siehst du dich eventuell in zehn Jahren? Das alles sind Fragen, die du dir stellen und eventuell mit deiner Berufsberatung besprechen solltest. 

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