Spiele für unterwegs
Aus Langeweile aufs Zugdach? Sparst du dir mit unseren Reisespielen! | Foto: Fineas Anton/Unsplash
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22. Aug 2018

Sandra Ruppel

Freizeittipps

10 Reisespiele für unterwegs

So hat Langeweile auf langen Fahrten keine Chance!

1. Nicht nur was für Partys: Wer bin ich?

So geht’s: Jeder überlegt sich eine Person des öffentlichen Lebens, die im Idealfall auch alle aus der Gruppe kennen. Neben Schauspielern, Politikern, Musikern oder Sportlern kann man sich natürlich auch fiktive Figuren aus Filmen, Comics oder Büchern aussuchen. Im Anschluss schreibt jeder den Namen auf ein Post-it und heftet diesen der Person neben sich an die Stirn. Nun muss jeder erraten, wer er oder sie laut dem Post-it jeweils ist.

Erlaubt sind allerdings nur Ja-Nein-Fragen wie etwa: "Bin ich real?", "Bin ich weiblich?", "Habe ich einen kreativen Job?". Solange die Antwort auf die Fragen "Ja" lautet, ist man weiter an der Reihe und darf Anschlussfragen stellen. Ist die Antwort "Nein", ist der oder die Nächste dran. Gewonnen hat natürlich, wer zuerst lösen kann.

Du hast Lust, spontan zu spielen und weder Zettel noch Stift dabei? Kein Problem: Mit einer leichten Abwandlung kannst du "Wer bin ich?" zu einem echten Reisespiel machen und ganz ohne Equipment spielen. Das ist vor allem auf Autofahrten ratsam, weil die Fahrer mitspielen können, ohne dass ein Zettel das Sichtfeld beeinträchtigt. In der Version ohne Zettel denkt sich einfach jemand aus der Gruppe selbst eine Person aus. Alle anderen müssen nun erraten, wer es ist. Wer zuerst lösen kann, gewinnt. Auch hier gilt: Jeder darf nur so lange fragen, bis die Antwort "Nein" ist. In dem Fall ist der oder die Nächste dran. Voraussetzung ist natürlich, dass alle fair und ehrlich bleiben und nicht mitten im Spiel die ausgedachte Person wechseln.

2. Der Klassiker unter den Reisespielen: Ich packe meinen Koffer

Das Erinnerungsspiel kennt wohl jeder aus der Kindheit: Es geht darum, sich möglichst viele Gegenstände zu merken, sie in der richtigen Reihenfolge wiederzugeben und schließlich einen weiteren Begriff hinzuzufügen. Jemand aus der Gruppe macht den Anfang mit den Worten "Ich packe meinen Koffer und nehme Flip Flops mit." Der oder die Nächste in der Runde nimmt die Flip Flops auf und nennt einen weiteren Gegenstand, etwa: "Ich packe meinen Koffer und nehme Flip Flops und eine Ananas mit."

So entsteht sehr schnell eine ganze Liste von Begriffen, die man sich innerhalb kurzer Zeit einprägen muss. Es ist also hohe Konzentration und ein gutes Gedächtnis gefragt, denn wer zuerst einen Fehler macht, verliert.

3. Spiel für Autofahrten: Melodien raten

Zwei Versionen sind hier möglich: Zum einen kannst du übers Autoradio oder das Smartphone die ersten Sekunden oder den Ausschnitt eines Songs abspielen. Wer zuerst errät, welcher Track es ist, bekommt einen Punkt, wer die meisten Punkte hat, gewinnt. Zum anderen kann jeder aus der Reisegruppe eine Melodie summen oder pfeifen. Und natürlich gilt auch bei dieser DIY-Version: Wer den Song errät, sammelt Punkte.

Dieses Reisespiel eignet sich wohl am besten, wenn man gemeinsam mit dem Auto oder einem separaten Abteil im Zug unterwegs ist. Wenn du mit deiner Gruppe im Großraumabteil der Bahn sitzt, tut euren Mitreisenden einen Gefallen und sucht ein anderes Spiel aus.


Reisespiele gegen Langeweile


4. Kreatives Gedankenspiel: Wortketten bilden

Bei diesem Gedankenspiel für unterwegs ist ein bisschen Sprachgefühl und Kreativität gefragt. So geht’s: Jemand aus der Gruppe nennt einen Begriff, etwa "Schaumstoff". Der oder die Nächste in der Runde nimmt nun den letzten Buchstaben des Begriffs und nennt ein anderes Wort, welches wiederum mit dem letzten Buchstaben – in dem Fall also mit "f" – beginnt. Etwa: "Faultier".

Wem das zu einfach ist, der kann die Schwierigkeit erhöhen, indem nicht nur der letzte Buchstabe für das neue Wort genutzt wird, sondern ein ganzer Wortteil. Beispielsweise wird so aus Schaumstoff die Stoffbahn, aus Stoffbahn wiederum die Bahnreise und aus der Bahnreise die Reisespiele. Wem als erstes nichts mehr einfällt, der verliert.

5. Ähnlich wie "Stadt, Land, Fluss": Orte raten

Wer kein passendes Schreibmaterial dabei hat, um Stadt, Land, Fluss zu spielen, der kann auch auf eine Abwandlung des Spiels zurückgreifen, die ohne Equipment funktioniert: Den Buchstaben legt man wie zu Beginn von Stadt, Land, Fluss fest, indem eine Person aus der Gruppe im Stillen das Alphabet aufsagt. Jemand anderes aus der Gruppe sagt irgendwann Stopp. Jetzt gilt es, Orte aufzuzählen, die mit dem Buchstaben beginnen, der bei der stillen Aufzählung ausgelotet wurde, beispielsweise "N". Der ersten Person, der nach Nürnberg, Neustadt und Niederaula nichts mehr einfällt, verliert.

Natürlich kannst du mit deiner Reisegruppe auch variieren, indem alle Länder, Flüsse, Tiere oder Personen nennen müssen, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen.

6. Der Klassiker unter den Auto-Spielen: Kennzeichen raten

Kennt wahrscheinlich jeder noch aus der Zeit, in der man gemeinsam mit der gesamten Familie und einem bis unters Dach vollgepackten Passat in die Ferien gefahren ist. Das Prinzip ist schnell erklärt: Wer die meisten Kennzeichen der vorbeifahrenden Autos der richtigen Stadt zuordnen kann, gewinnt. Überprüfen kannst du die korrekte Zuordnung ganz oldschool über den Autoatlas, den Mutti vor fünf Jahren zur Sicherheit mal in deinen Kofferraum gepackt hat, falls das Navi ausfällt. Oder auch übers Smartphone im Internet.

Der Vorteil: Man ist nicht nur beschäftigt, sondern lernt auf der Fahrt auch noch was dazu. Dieses Wissen wiederum ist dann möglicherweise für den Ausgang des nächsten Pub-Quiz entscheidend, weil du als einziger weißt, dass das Kennzeichen WUN für den Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge steht.


Reisespiele fürs Auto


7. Ganz schön doppeldeutig: Teekesselchen

Ebenfalls ein Spiel, das so ziemlich jeder noch aus der Kindheit kennen dürfte: Beim Teekesselchen-Raten denkt sich jeweils einer aus der Gruppe einen Begriff aus, der zwei oder mehr Bedeutungen hat. Beispielsweise "Bank", taugt sowohl, um an Kohle zu kommen, als auch um zu chillen.

Hast du dich für einen Begriff entschieden, gilt es, diesen so zu beschreiben, dass beide Funktionen des Begriffs von den anderen erraten werden können – im Idealfall wählst du deine Beschreibung aber so, dass nicht sofort offensichtlich wird, um was es geht. Wer zuerst lösen kann, gewinnt und ist in der nächsten Runde selbst dran, sich ein Wort mit Doppelbedeutung einfallen zu lassen.

8. Hier ist Fantasie gefragt: Geschichten weiterspinnen

So geht’s: Du und deine Gruppe bestimmt eine Person, die sich den ersten Satz einer Geschichte und damit den Anfang ausdenkt. Der oder die Nächste muss dann mit einem zweiten Satz die Geschichte weiterspinnen. So macht ihr weiter, bis die Geschichte ein Ende hat.

Wer noch ein Level draufsetzen will, bestimmt vorher Begriffe, die miteingebaut werden müssen. Mehr Druck kann aufgebaut werden, indem du mit deiner Gruppe ein zeitliches Limit setzt, innerhalb dessen die Geschichte zu einem (sinnvollen) Ende gekommen sein muss.


9. & 10. Reisespiele für unterwegs mit Karten

Natürlich weiß man in den meisten Fällen, ob man eine längere Fahrt vor sich hat, wenn man in den Urlaub fährt. Wer sich also ein kleines bisschen vorbereitet, kann sich vor der Reise ein paar Kartenspiele zulegen, die ohne Probleme ins Handgepäck passen und sich deshalb gut mitnehmen lassen. Die kannst du dann nicht nur auf der Fahrt spielen, sondern auch mit neuen Freunden im Hostel.

es war einmal  spielEs war einmal

Es war einmal funktioniert ganz ähnlich wie Geschichten spinnen. Allerdings sind über die Spielkarten Ereignisse und Begriffe vorgegeben, die jede Spielerin und jeder Spieler einbauen müssen. Auch das Ende, auf das man hinarbeiten muss, ist vorgegeben.

Wer als erstes alle seine Spielkarten einbauen kann, gewinnt.

black storiesBlack Stories

Das Prinzip funktioniert so: Eine Person aus der Gruppe übernimmt die Spielleitung und darf damit eine Karte aufdecken. Auf jeder Karte ist eine kurze Szene beschrieben, die für die gesamte Gruppe vorgelesen wird, etwa: "Ein Mann steigt aus einem großen Fahrzeug und nimmt sich das Leben."

Die Aufgabe der Gruppe ist es nun, über Ja-Nein-Fragen herauszufinden, warum sich der Mann das Leben genommen hat und was passiert ist. Der Spielleiter oder die Spielleiterin kennt die Auflösung und beantwortet die Fragen entsprechend.

Tipp: Das Spiel gibt es nicht nur als Kartenspiel, sondern kann auch über eine App gespielt werden.

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