Auslandssemester was beachten
Auslandserfahrung: Zeit zu wachsen und zu entdecken! | Foto: Thinkstock/JANIFEST

Ins Ausland

20.05.2015

Vorteile Auslandsaufenthalt

Fünf verdammt gute Gründe für einen Auslandsaufenthalt

Sprachkurs, Auslandspraktikum oder...

Vor oder während des Studiums eine gewisse Zeit fernab der Heimat verbringen? Das bringt viele unterschiedliche Vorteile mit sich – hier sind die wichtigsten fünf.

Autorenbild

20. Dez 2016

Marie Menke

Ins Ausland

10 Dinge, die dir vor einem Auslandsaufenthalt niemand sagt

1.) Vor dem Abflug setzt die Panik ein

Du hast keine Ahnung, wohin du da gerade fliegst. Vor dir liegen Monate, von denen du noch nicht weißt, wo du übernachten wirst, mit wem du sie verbringen wirst und wie du dich fühlen wirst. Diese große Unbekannte ist ziemlich spannend – bis kurz vor dem Abflug doch noch die Selbstzweifel einsetzen. Da hilft nur eins: Augen zu und durch!

2.) Im Zweifelsfall: lächeln

Am Anfang verstehst du gar nichts. Der australische Akzent ist doch anders als das Englisch, das du aus dem Unterricht kennst, an deiner Schule gab es keinen Spanischkurs, oder du konntest in deiner Nachbarschaft einfach keinen Lehrer für eine seltene Sprache wie Estnisch auftreiben. Nirgendwo lernt man eine Sprache jedoch so schnell wie in dem Land, in dem sie gesprochen wird! Falls dir das doch zu lange dauert: Ein Lächeln hinterlässt in jeder Sprache einen guten Eindruck.

3.) Du wirst Gespräche führen können, ohne etwas zu verstehen

Den ganzen Tag lang nichts zu verstehen und sich nicht ausdrücken zu können, ist ziemlich nervig. Bald wirst du aber zu einem Profi darin, ein ganzes Gespräch durchzustehen und an den richtigen Stellen zu nicken, angeekelt das Gesicht zu verziehen, ein "Echt?" in der Landessprache einzuwerfen oder die Stirn kraus zu ziehen, ohne auch nur ein einziges Wort zu verstehen.

4.) Bis 7:59 Uhr sprichst du keine Fremdsprache

Um 7:00 sollte dein Handywecker klingeln, doch der ist ausgefallen. Stattdessen weckt dich deine nicht-deutsche Mitbewohnerin eine Stunde später und – Oh, Schreck! – obwohl du ihr unendlich dankbar bist, liegst du verwirrt in deinem Bett und bekommst nicht einmal mehr die Übersetzung von "Dankeschön!" auf der gerade erst in harter Arbeit erlernten Fremdsprache hervor. Auch da hilft nur lächeln.

5.) Die neuen Eindrücke sind so intensiv, dass du den ganzen Tag lang schlafen möchtest

In deinem Kopf wird Kauderwelsch entstehen und wenn du dich mit deutschen Freunden triffst, grübelt ihr, ob man im Deutschen von einem Zugführer oder einem Zugfahrer spricht. Außerdem hast du heute zum ersten Mal auf einem Surfbrett gestanden oder hast es endlich geschafft, das Vertrauen eines Kindes mit Down-Syndrom, mit dem du arbeitest, zu gewinnen. Nach so vielen neuen Eindrücken möchtest du eigentlich nur noch eins: möglichst viel schlafen.

6.) Du wirst befürchten, dein Herz könnte explodieren

Manchmal sitzt du einfach nur im Bus und dein Blick fällt auf eines der Straßenschilder. Als du realisierst, dass du nun in Italien, Argentinien, Estland, Indonesien oder einem anderen Land wohnst, schießt so viel Adrenalin durch deinen Körper, dass du glaubst, dein Herz wird explodieren.


Leben im Ausland


7.) Die Geschichten der Menschen sind die Belohnung für alle harten Zeiten

Du wirst dich nach der Sicherheit sehen, die dein Heimatland dir bieten kann, und nach Menschen, mit denen du über alles reden kannst, einfach weil ihr dieselbe Sprache sprecht. Du wirst aber auch neue Begegnungen machen und von ihnen Geschichten erfahren, die du nie wieder vergessen wirst. Auch wenn davon nur wenige Freundschaften nach deinem Auslandsjahr noch halten werden, machen diese Begegnungen jedoch jeden schwierigen Moment wett.

8.) Du fühlst dich wie in einem anderen Leben – oder wie im falschen Film

Obwohl du eigentlich panische Angst vor Freizeitparks hast, sitzt du plötzlich in einer Achterbahn, weil ein Junge aus dem britischen Kinderheim, in dem du arbeitest, dich darum gebeten hat – am Ende deines Auslandsjahres bist du dir sicher, dass du nicht mehr die Person bist, die du davor einmal warst. Es wird sich anfühlen wie ein eigenes und in sich abgeschlossenes Leben mit all seinen Hochs und Tiefs, nur emotionaler und intensiver.

9.) Du wirst nicht zurückkehren wollen

Du wirst darüber nachdenken, deine Zukunftspläne zu verwerfen, in deiner neuen Heimat zu bleiben oder noch einmal in ein anderes Land zu ziehen. Dein Aulandsjahr wird genau dann enden, wenn es am schönsten ist, wenn du in der neuen Kultur wirklich angekommen bist, wenn du dich Zuhause fühlst – aber auch wenn es nichts Neues mehr zu lernen gibt. Vergiss nicht: Egal wofür du dich entscheidest, es warten noch viel mehr Abenteuer auf dich!

10.) Es sind die kleinen Momente, an die du dich erinnern wirst

Du wirst all die Fotos entwickeln lassen von den tollen Reisen, die du gemacht hast, und aufhängen. Wenn du zurückblickst, sind es jedoch die kleinen Dinge, an die du dich erinnern wirst: der morgendliche Kaffee auf dem Balkon gemeinsam mit deiner Mitbewohnerin, das High-Five einer deiner Schüler, wenn du ihm etwas erklären konntest, und das Gefühl, wenn die Kassiererin in dem Supermarkt neben deiner neuen Wohnung dich längst kennt.

Artikel-Bewertung:

3.44 von 5 Sternen bei 161 Bewertungen.

Deine Meinung:

Veröffentlicht am 22. Jan 2017 um 10:31 Uhr von bildungsdoc®
Großes Lob an die Autorin Marie Menke! Besser kann man es nicht ausdrücken, beschreiben. Und ganz "nebenbei" entwickelst du dich noch zur einer Persönlichkeit, vorausgesetzt du bleibst längere Zeit im Ausland - am besten ein ganzes (unvergessliches) Jahr! :-)