Abitur Statistik Deutschland: Die aktuellen Zahlen für 2025 und 2026

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Das Wichtigste auf einen Blick:
- 2025 gab es rund 341.700 Studienberechtigte: Sie erwarben in Deutschland die Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Rund 80 Prozent davon erreichten die Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife.
- Frauen liegen weiterhin vorn: 54 Prozent aller Studienberechtigten 2025 waren Frauen. Bei der Allgemeinen oder Fachgebundenen Hochschulreife lag ihr Anteil sogar bei 55 Prozent.
- Für 2026 fehlen noch bundesweite Abschlusszahlen: Stand August 2026 sind die Daten für den Abiturjahrgang 2026 noch nicht vollständig ausgewertet. Die aktuellsten bundesweit vergleichbaren Abschlussdaten stammen aus 2025.
Du sitzt im Unterricht, blickst durch deinen Abi-Jahrgang und fragst dich: Wie viele machen eigentlich deutschlandweit Abitur – und machen wirklich mehr Frauen als Männer Abi? Die Abitur Statistik Deutschland zeigt ziemlich klare Unterschiede. Die neuesten Zahlen für 2025 bestätigen: Junge Frauen erreichen häufiger eine Hochschulreife. Wir zeigen dir die wichtigsten Daten, erklären den ungewöhnlichen Einbruch 2025 und sagen dir, was die Statistik wirklich über dein eigenes Abi aussagt.
Abitur Statistik Deutschland 2025: Wie viele machen Abitur?
Die aktuellsten bundesweiten Zahlen stammen aus dem Abgangsjahr 2025. Rund 341.700 Schüler erwarben in Deutschland eine Hochschulreife oder Fachhochschulreife. Das waren acht Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Wichtig dabei: Die 341.700 Personen haben nicht alle das klassische Abitur gemacht. Der Begriff „Studienberechtigte“ umfasst unterschiedliche Abschlüsse.
Rund 80 Prozent der Studienberechtigten erwarben 2025 die Allgemeine oder Fachgebundene Hochschulreife. Das entspricht grob 273.000 Personen. Die übrigen 20 Prozent erreichten die Fachhochschulreife.
Definition:
Bei der Abitur Statistik Deutschland geht es um Zahlen rund um Abitur und Hochschulzugangsberechtigungen – zum Beispiel um die Anzahl der Absolvierenden, Geschlechterunterschiede, Abiturquoten, Durchschnittsnoten oder Unterschiede zwischen den Bundesländern.
Mehr dazu, was das klassische Abitur eigentlich von anderen Abschlüssen unterscheidet, findest du in unserem Ratgeber zur
Die aktuellen Abi-Zahlen im Überblick
| Kennzahl | Aktuellster Stand |
|---|---|
| Studienberechtigte 2025 | Rund 341.700 |
| Veränderung zu 2024 | −8 % |
| Allgemeine/Fachgebundene Hochschulreife | Rund 80 % |
| Fachhochschulreife | Rund 20 % |
| Frauenanteil insgesamt | 54 % |
| Frauenanteil Allgemeine/Fachgebundene Hochschulreife | 55 % |
| Frauenanteil Fachhochschulreife | 52 % |
| Letzte verfügbare Abiturquote | 31,7 % im Jahr 2024 |
| Bundesweite Abschlusszahlen 2026 | Noch nicht vollständig verfügbar |
Good to know: Die Abiturquote und die Zahl der Studienberechtigten sind nicht dasselbe. Die Abiturquote betrachtet, welcher Anteil eines Altersjahrgangs die Allgemeine Hochschulreife erreicht. Bei den Studienberechtigten werden zusätzlich andere Hochschulzugangsberechtigungen berücksichtigt.
Warum gab es 2025 plötzlich so viel weniger Abiturienten /-innen?
Acht Prozent weniger Studienberechtigte innerhalb eines Jahres klingt erstmal nach einem ziemlich heftigen Einbruch. Dahinter steckt allerdings kein plötzlicher Abi-Boykott.
Der Rückgang hängt fast vollständig mit Bayern zusammen. Dort wurde vom achtjährigen Gymnasium, also G8, wieder auf G9 umgestellt. Dadurch gab es 2025 keinen vollständigen regulären Abiturjahrgang an den Gymnasien.
In Bayern sank die Zahl der Studienberechtigten deshalb gegenüber 2024 um rund 51 Prozent beziehungsweise 27.600 Personen. Rechnet man Bayern heraus, lag der Rückgang in Deutschland nur bei 0,7 Prozent.
Wichtig: Aus dem Minus von acht Prozent lässt sich deshalb nicht schließen, dass das Abitur plötzlich unbeliebter geworden ist. Schulreformen können einzelne Jahrgänge statistisch ziemlich durcheinanderwirbeln.
Gibt es schon eine Abitur Statistik Deutschland für 2026?
Noch nicht vollständig. Stand August 2026 gibt es keine abgeschlossene bundesweite Statistik für den Abiturjahrgang 2026.
Die Kultusministerkonferenz führt als aktuellsten bundesweiten Abiturnoten-Vergleich derzeit das Schuljahr 2024/25 beziehungsweise das Abiturjahr 2025. Die Daten sind teilweise noch vorläufig.
Auch die aktuellste Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zu den Studienberechtigten bezieht sich auf das Abgangsjahr 2025.
Für einen aktuellen Vergleich im Jahr 2026 sind deshalb die 2025er-Zahlen der beste verfügbare Datenstand. Sobald die deutschlandweiten Abschlussdaten für 2026 veröffentlicht werden, können sich die Werte entsprechend verändern.
Abitur Statistik Deutschland: Warum machen mehr Frauen als Männer Abitur?
Der Unterschied zwischen den Geschlechtern bleibt auch in den neuesten Zahlen sichtbar.
Von allen Studienberechtigten des Jahres 2025 waren 54 Prozent Frauen und 46 Prozent Männer. Bei Personen mit Allgemeiner oder Fachgebundener Hochschulreife lag der Frauenanteil sogar bei 55 Prozent.
Bei der Fachhochschulreife war der Abstand kleiner: Hier waren 52 Prozent Frauen und 48 Prozent Männer.
Das bedeutet vereinfacht:
- Hochschulreife insgesamt: Mehr Frauen als Männer
- Allgemeine/Fachgebundene Hochschulreife: 55 % Frauen
- Fachhochschulreife: Geschlechterverhältnis fast ausgeglichen
Dieses Muster wird häufig als Gender Education Gap bezeichnet – also als geschlechtsspezifischer Unterschied bei Bildungserfolgen.
Ist das mit den Frauen beim Abi ein neuer Trend?
Nein. Junge Frauen haben junge Männer bei der Abiturquote bereits zu Beginn der 1980er-Jahre überholt. Seitdem liegt die Abiturquote von Frauen dauerhaft höher.
Früher sah das komplett anders aus. 1964 erreichten beispielsweise 9,6 Prozent der jungen Männer, aber nur 5,9 Prozent der jungen Frauen das Abitur.
Durch die sogenannte Bildungsexpansion stieg der Anteil der Menschen mit höheren Schulabschlüssen anschließend stark. Besonders deutlich war dieser Anstieg bei jungen Frauen.
2024 erreichten insgesamt 31,7 Prozent eines entsprechenden Altersjahrgangs das Abitur. Zum Vergleich: 1950 waren es gerade einmal 3,6 Prozent.

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Woran liegt der Unterschied zwischen Frauen und Männern?
Eine Statistik kann ziemlich gut zeigen, dass es einen Unterschied gibt. Schwieriger ist die Frage, warum er entsteht.
Es gibt nicht den einen Grund dafür, dass junge Frauen häufiger höhere Schulabschlüsse erreichen. Bildungsforschung diskutiert unter anderem Unterschiede bei schulischen Leistungen, Motivation, Lernverhalten, Klassenwiederholungen, sozialen Erwartungen und Bildungsentscheidungen.
Auch andere Statistiken zeigen, dass sich die Bildungswege unterscheiden. Junge Männer sind beispielsweise häufiger unter Personen mit niedrigeren Schulabschlüssen vertreten. Beim Abgangsjahr 2023 waren 59 Prozent der Absolvierenden mit Erstem Schulabschluss männlich, während bei der Allgemeinen Hochschulreife Frauen mit 55 Prozent vorne lagen.
Wichtig: Daraus kannst du nicht ableiten, dass Mädchen grundsätzlich schlauer sind oder Jungen grundsätzlich schlechter in der Schule. Statistiken vergleichen große Gruppen – sie sagen nichts darüber aus, wie gut eine einzelne Person lernen oder eine Prüfung bestehen kann.
Was sagt die Abitur Statistik Deutschland über die Bundesländer?
Beim Abi gibt es nicht nur Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Auch zwischen den Bundesländern unterscheiden sich Durchschnittsnoten und Durchfallquoten.
Das liegt unter anderem daran, dass Bildung in Deutschland Ländersache ist. Es gibt zwar gemeinsame Bildungsstandards, die Länder haben aber beispielsweise bei Kursbelegung, einzubringenden Leistungen oder Prüfungsfächern gewisse Spielräume.
Für das Abiturjahr 2025 zeigt der vorläufige Ländervergleich der Kultusministerkonferenz deutliche Unterschiede.
Abiturnoten 2025 im Vergleich
Die durchschnittlichen Abiturnoten reichten von:
- 2,13 in Thüringen
- bis 2,46 in Schleswig-Holstein
Bei den nicht bestandenen Abiturprüfungen lagen die Werte zwischen:
- 1,4 Prozent in Berlin
- und 8,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.
Ein kleiner Haken bei den Daten: Für Baden-Württemberg enthält die vorläufige Übersicht noch Vorjahreswerte aus dem Schuljahr 2023/24. Deshalb ist der Vergleich noch nicht in allen Punkten endgültig.
Wenn du wissen möchtest, wo du mit deinen eigenen Punkten ungefähr landest, erklären wir dir hier, wie du deinen Abischnitt berechnen kannst.
Ist das Abitur in manchen Bundesländern leichter?
So einfach ist es nicht.
Ein besserer Notenschnitt bedeutet nicht automatisch, dass die Prüfungen dort leichter sind. Die Durchschnittsnoten können beispielsweise durch die Zusammensetzung eines Jahrgangs, unterschiedliche Kursmodelle oder landesspezifische Regelungen beeinflusst werden.
Dass Thüringen 2025 einen besseren durchschnittlichen Abischnitt hatte als Schleswig-Holstein, beweist also nicht, dass das Thüringer Abitur einfacher war.
Wie viele Menschen eines Jahrgangs machen Abitur?
Die aktuellste vollständig ausgewiesene Abiturquote stammt aus dem Jahr 2024. Sie lag bei 31,7 Prozent des entsprechenden Altersjahrgangs.
Vereinfacht gesagt erreicht damit knapp jede dritte junge Person eines Altersjahrgangs das Abitur.
Die Entwicklung ist langfristig ziemlich deutlich. 1970 lag die Abiturquote erst bei 9,8 Prozent, 1990 bereits bei 20,7 Prozent. Ihren bisherigen Höchststand erreichte sie 2016 mit 33,8 Prozent. Seitdem ist sie leicht zurückgegangen.
Was bedeutet die Abitur Statistik Deutschland für mich?
Für dein persönliches Abi erstmal weniger, als du vielleicht denkst.
Ob bundesweit 55 Prozent der Personen mit Allgemeiner oder Fachgebundener Hochschulreife Frauen sind, verändert weder deine Klausuren noch deine Punkte. Entscheidend sind dein Bundesland, deine Oberstufenregeln und natürlich deine eigenen Leistungen.
Die Statistik ist aber hilfreich, um Entwicklungen im Bildungssystem einzuordnen. Sie zeigt zum Beispiel, dass das Abitur inzwischen ein deutlich verbreiteterer Abschluss ist als noch vor einigen Jahrzehnten – und dass sich die Bildungschancen von Frauen und Männern stark verändert haben.
Und: Das Abi ist nur einer von vielen möglichen Wegen. Nach der Schule kannst du studieren, eine Ausbildung beginnen, ein duales Studium machen, einen Freiwilligendienst einschieben oder erstmal Orientierung sammeln.
Eine Übersicht findest du in unserem Artikel zu den Möglichkeiten nach dem Abi. Möchtest du studieren, kannst du außerdem bei UNICHECK Hochschulen und Studiengänge vergleichen.
Fazit: Frauen liegen beim Abi weiterhin vorne
Die aktuelle Abitur Statistik Deutschland zeigt einen klaren und langfristigen Trend: Junge Frauen erreichen häufiger eine Hochschulreife als junge Männer.
2025 waren 54 Prozent aller Studienberechtigten Frauen. Bei der Allgemeinen oder Fachgebundenen Hochschulreife lag der Frauenanteil bei 55 Prozent. Gleichzeitig fiel die Gesamtzahl der Studienberechtigten wegen der G8-G9-Umstellung in Bayern ungewöhnlich stark.
Für 2026 stehen vollständige bundesweite Abschlusszahlen noch aus. Die 2025er-Daten sind deshalb derzeit die aktuellste Grundlage für einen deutschlandweiten Vergleich.
Wie viele Schüler:innen haben 2025 Abitur gemacht?
Wie viel Prozent eines Jahrgangs machen Abitur?
Machen mehr Frauen oder Männer Abitur?
Warum machen mehr Frauen als Männer Abitur?
Gibt es schon Abitur-Zahlen für 2026?
Wie hoch ist die Durchfallquote beim Abitur?
In welchem Bundesland ist das Abitur am einfachsten?
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