Führerschein Kosten
Für Ausflüge mit dem Auto brauchst du erst einmal den Führerschein | Foto: Thinkstock/moodboard
Autorenbild

18. Mai 2015

Simone Zettier

Geld

Was kostet ein Führerschein?

Sparst du noch oder fährst du schon Auto?

Sparen statt finanzieren

Was kostet ein Führerschein? Die Kosten für den Führerschein sind in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, die Gebühren für die Führerschein-Ausbildung der Klasse B liegen in der Regel zwischen 1.200 Euro und 2.000 Euro, je nach Fahrschule. Im Schnitt kostet eine Fahrstunde 40 Euro und man sollte mindestens 25 Fahrstunden einplanen, manche brauchen natürlich mehr, dann wird das Ganze noch etwas teurer. Wer keinen reichen Onkel hat, der sollte am besten frühzeitig anfangen zu sparen. "Sparen vor Kredit", rät auch Julia Topar, Pressesprecherin des Bundesverbandes deutscher Banken. Falls es aber doch ein Kredit sein muss, schlägt Topar vor, erst einmal bei seiner Hausbank nach einer Finanzierung nachzufragen und danach das Angebot mit anderen vergleichen.

Stephanie Pallasch, Projektleiterin für die Untersuchung von Finanzdienstleistungen bei der Stiftung Warentest, weist darauf hin, dass man mindestens 18 Jahre sein muss, um einen Kredit aufzunehmen. Der ADAC bietet beispielsweise einen Sparplan an, das ADAC-Führerscheinsparen. Starthilfe heißt dagegen ein Kreditprogramm, dem sich viele Fahrschulen in Deutschland angeschlossen haben, einen speziellen Führerschein-Kredit hat beispielsweise auch die VW Bank im Angebot. Das Besondere an diesen Krediten ist, dass man schon ab 500 Euro einen Kredit aufnehmen kann, häufig ist die Summe deutlich höher.

Wer den Auto-Führerschein und in absehbarer Zeit auch noch den Motorrad-Führerschein machen will, kann echtes Geld sparen – vor allem bei der Anmeldegebühr sowie den Theoriestunden, da deren Inhalt zum großen Teil identisch ist.

Das brauchst du im Vorfeld

Um überhaupt für den Führerschein zugelassen zu werden, musst du zuallererst bei einer Behörde – beim Einwohnermeldeamt, Straßenverkehrsamt oder der Kreisbehörde – einen amtlichen Führerschein-Antrag stellen. Wer zuständig ist, hängt vom jeweiligen Wohnort ab, in einigen Fällen übernehmen auch die Fahrschulen diesen Papierkram. Also einfach mal vorher nachfragen. Für diesen Antrag musst du einen Sehtest - entweder beim Augenarzt oder noch einfacher beim Optiker machen – nachweisen. Auch eine Bescheinigung über den Lehrgang Sofort-Maßnahmen am Unfallort muss vorgelegt werden. Wer bereits einen Erste-Hilfe-Kursus absolviert hat, kann diesen als Nachweis verwenden. Des Weiteren braucht ihr für den Antrag eine Bestätigung der Meldebescheinigung sowie ein biometrisches Passbild.

Ab ins Training

Nichts geht über die optimale Vorbereitung, das gilt auch beim Führerschein für die Praxis und die Theorie. Für die Praxis bieten sich die zahlreichen ADAC-Übungsplätze an, die es in jedem Bundesland gibt. Sie sind in der Regel täglich geöffnet – bis auf Heiligabend und Silvester, allerdings kostet die Nutzung eine Gebühr – für ADAC-Mitglieder 16 Euro, für Nichtmitglieder 22 Euro. Das Fahren ohne Führerschein ist zwar kostenlos, aber gesetzlich nicht erlaubt. Aber wer sich auf den Übungsplätzen fit macht, kann hinterher bei der Anzahl der Fahrstunden und damit auch beim Gesamtpreis sparen. Auch für die Theorie kann man im Vorfeld pauken.

Kurse in den Ferien

Dank G8 bleibt immer weniger Zeit für alles Mögliche, wer seine Freizeit nicht auch noch mit Fahr- und Theoriestunden ausfüllen will, für den sind Fahrkurse in den Ferien eine echte Alternative. Mittlerweile bieten etliche Fahrschulen diese kompakte Variante an.

Führerschein im Ausland

Wer während der Schulzeit ein Jahr im Ausland verbracht und dort auch den Führerschein gemacht hat, kann sich diesen auch in Deutschland anerkennen lassen. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings von Land zu Land unterschiedlich. Wer diesen beispielsweise in den USA erwirbt, darf danach sechs Monate hierzulande damit fahren, bevor dieser umgeschrieben werden muss. In einigen Fällen muss auch die Fahrprüfung nachgeholt werden, das kommt auf den jeweiligen Bundesstaat an.


Checkliste für den Führerschein

  • Sparplan aufstellen oder Finanzierungsmodelle vergleichen
  • Sehtest
  • Lehrgang Sofort-Maßnahmen am Unfallort oder Erste-Hilfe-Kursus
  • Bestätigung der Meldebehörde
  • biometrisches Passbild
  • amtlichen Führerschein-Antrag stellen
  • trainieren auf Übungsplätzen sowie online, um fit für die Prüfung zu werden
  • bei Bedarf gleich zwei Führerscheine gleichzeitig machen, um Kosten zu sparen und danach den ersten Roadtrip planen

Artikel-Bewertung:

3.11 von 5 Sternen bei 324 Bewertungen.

Deine Meinung: