Rente Schüler vorsorgen
Ist deine Rente gesichert? Ihre schon! | Foto: Thinkstock/Christopher Robbins
Autorenbild

02. Nov 2015

Lena Frommeyer

Geld

5 Gründe, warum du jetzt schon an die Rente denken solltest!

Reif für die Altersvorsorge?

5. Schulstoff? Fehlanzeige!

Die Schülerin Naina aus Köln twitterte im Januar 2015 "Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen." Da hat sie hat in gewisser Weise Recht – es fehlt der Alltagsbezug.

Nach der Oberstufe hat man sein Abitur in der Tasche, aber keine Ahnung, wie man beispielsweise fürs Alter vorsorgen kann. Die logische Konsequenz: Für seine finanzielle Allgemeinbildung sorgt man besser selbst.

4. Norbert Blüm hatte Unrecht

"Die Rente ist sicher", versprach Arbeitsminister Norbert Blüm 1997. Heute gibt er zu, sich geirrt zu haben. Das Rentenniveau sinkt stetig. Dennoch werden die Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) fleißig ausgeweitet – das Bezugsalter heruntergeschraubt, die Auszahlungen erhöht. Wer soll das alles zahlen? Die  Gesellschaft wird schließlich immer älter.

Und nun auch noch das: 2014 erfolgte die teuerste Reform aller Zeiten. Dazu gehört die Einführung der abschlagsfreien Rente mit 63. Mit dem gefolgten Run hatte die Politik nicht gerechnet. Es entstehen Mehrkosten im dreistelligen Milliardenbereich. Obendrauf scheinen die Zahlen, mit denen die Bundesregierung die Reform begründete, falsch gewesen zu sein. Die Rücklagen in der Rentenkasse neigen sich also dem Ende zu. Das hört sich nicht vertrauenerweckend an? Darum ist eine private Vorsorge fürs Alter Pflicht!

3. Kein Opfer sein

Die private Rente ist ein gigantisches Geschäft. Unternehmen wollen mit der Altersvorsorge junger Erwachsener Geld verdienen. "Die private Rente ist so ein Thema, das echt nervig aber auch verdammt wichtig ist", erklärt Sandra Klug von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Da kann man wahnsinnig viel Geld verlieren." Die Expertin rät, sich zu informieren und so kein leichtes Opfer von unrentablen Deals zu werden.

Dabei soll man sich unbedingt an unabhängige Berater wenden, beispielsweise die Verbraucherzentralen oder die Stiftung Warentest. "Denn wenn junge Menschen einfach zur Bank um die Ecke gehen, bekommen sie oft das Komplettpaket aufgedrückt, ob das nun sinnvoll ist oder nicht."

2. Kleinvieh macht auch Mist

Auch in Bezug auf die gesetzliche Rente gibt es Dinge, die man wissen sollte. Ein Beispiel: Wer neben der Schule oder dem Studium arbeitet, kann schon mit seinem Minijob Rentenansprüche erwerben. Das macht total Sinn.

Jonas ist 16 und jobbt in einer Tankstelle. Dafür kriegt er 250 Euro im Monat. Nun hat er die Wahl. Er kann sich von seiner Rentenversicherungspflicht befreien lassen, dann landet sein Lohn ohne Abzüge auf seinem Konto. Viel schlauer wäre es aber, das nicht zu tun. Durch diesen ersten Job wird für ihn ein Rentenkonto angelegt. Jonas werden monatlich 3,9 Prozent vom Lohn abgezogen und hier eingezahlt. Der Höchstsatz liegt bei 17,55 Euro. Weitere 15 Prozent übernimmt der Arbeitgeber. Dass Jonas sich an der Einzahlung beteiligt, bringt ihm Vorteile. Er hat Ansprüche auf Rentenbezüge, wenn er einen schlimmen Unfall hat. Und Jonas darf einen Riestervertrag abschließen, genau wie jeder Vollbeschäftigte. Für die Höhe der Altersrente spielt das alles keine Rolle – aber für die Pflichtbeitragszeiten.

1. Mama nervt!

 "Kind, du musst an deine Altersvorsorge denken, sonst stehst du später mit leeren Händen da." Das lässt sich ganz einfach abstellen – indem man sich informiert. So  heißt es beim nächsten Mal: "Mutter, ich riester´. Lass mich in Ruhe." Riester ist eine der Möglichkeiten, sich privat abzusichern. Mitmachen darf, wer sozialversicherungspflichtig arbeitet. Man kann schon in Minijobs riestern (Punkt 4) und ist bereits mit fünf Euro im Monat dabei. Der Staat steuert jährlich 154 Euro auf das Sparkonto hinzu, wenn man selbst vier Prozent seines Jahresgehaltes einzahlt.

Artikel-Bewertung:

3.13 von 5 Sternen bei 235 Bewertungen.

Passende Artikel

Deine Meinung: