Fasten
Nutze die Fastenzeit, um dich von deinen Lasten zu befreien. | Foto: Amanda Bear/Unsplash
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07. Feb 2018

Anika Kurevija

Freizeittipps

Fastenzeit: 40 Tage verzichten und einfach mal abschalten

Worum geht es in der Fastenzeit?

Die Fastenzeit kommt ursprünglich aus dem Christentum. In dieser Periode verzichtet man 40 Tage lang auf etwas, was einem sonst Spaß bereitet. Auf etwas zu verzichten, was einem doch eigentlich Freude macht, klingt zunächst absurd, hilft dir aber dabei, deine Sinne für andere Dinge, wie zum Beispiel für dich und deine Mitmenschen, zu schärfen.

Fasten ist nicht gleich Fasten

Viele nutzen die Abstinenz dazu, nicht auf Essen, sondern auf andere alltägliche Dinge zu verzichten. Wir haben für dich zusammengefasst, wie du auf Essen mit besonders großem Suchtpotenzial, wie Zucker und Kaffee, verzichten kannst und was passiert, wenn du mal eine Zeit lang von Social Media und Autofahren Abstand nimmst.

Auf diese Dinge kannst du mal eine Zeit lang verzichten:

Zucker

40 Tage lang auf Zucker zu verzichten, ist für manche gruseliger als ein abgelehnter Bafög-Antrag. Außerdem "braucht" man doch Schoki & Co. vor allen Dingen als Nervennahrung für die anstehende Klausurperiode! Was viele Naschkatzen dabei nicht bedenken: Unserer leckerer süßer Freund gilt als Hauptgrund für Übergewicht und Karies. Zucker ist kein notwendiges Nahrungsmittel für den empfohlenen Tagesbedarf des Menschen und es sollten, laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, nicht mehr als 25g täglich (das entspricht etwa sechs Teelöffeln) gegessen werden. Zucker enthält zudem Stoffe, die, ähnlich wie eine Droge, süchtig machen können. Um deinen Zuckerkonsum besser kontrollieren zu können, solltest du daher zunächst komplett auf ihn verzichten. 40 Tage sind dabei eine empfehlenswerte Zeitspanne. In dieser Zeit wird dir besonders bewusst, wie viel Zucker sogar in ganz alltäglichen Lebensmitteln wie Gewürzgurken, Salzbrezeln oder Tomatensoße steckt und trainierst damit dein Bewusstsein für gesunde Ernährung.

Zucker fasten

Kaffee

Kaffee würde manch einer von uns sogar auf eine einsame Insel mitnehmen. Er ist unser Lebenselixier, das uns durch unser ganzes Studium begleitet. Der "Kaffee am Morgen" kann zwar Kummer und Sorgen vertreiben, dafür bereitet der Preis für einen Coffee-to-go auf Dauer umso mehr Kummer. Zudem schaden die Pappbecher der Umwelt. Der Verzicht auf Koffein wirkt sich auch auf deine eigene Gesundheit besser aus. Bei einem anfänglichen Kaffeeverzicht ist es normal, dass du mit Kopfschmerzen zu kämpfen hast. Kräutertee hilft dem entgegenzuwirken. Solltest du während des Entzugs zudem unter Heißhungerattacken leiden, kannst du auf Obst zurückgreifen. Versuch es in den 40 Tagen mal mit Tee und probiere dich durch coole Sorten, wie zum Beispiel Blueberry Muffin oder Heißer Hugo durch. Im Laufe der Zeit wird sich deine Schlafbalance verbessern, sodass du es in Zukunft auch ohne Kaffee pünktlich in die Vorlesung schaffen wirst.

Kaffee fasten

Internet, Smartphone & Co.

Gut zwei Stunden haben wir im Jahre 2017 tagtäglich gesurft und dabei unsere Lebenszeit mit Jodel, Netflix, Quinoa Bowls auf Instagram und Katzenvideos verballert. Schon beim Treffen mit der oder dem Besten, liegt unser Handy immer startbereit auf dem Tisch, damit wir ja nicht verpassen, was in der Welt gerade so abgeht. Smartphone und Internet bringen uns dazu, das Leben um uns herum komplett zu vergessen – nutze die Fastenzeit also, um abzuschalten und offline zu gehen. Genieß deinen Kaffee im Starbucks einfach mal ohne Smartphone. Die Abstinenz hilft dir, dich wieder besser zu konzentrieren und dich beim Schreiben deiner Hausarbeit nicht mehr vom Internet abzulenken. Außerdem gewinnst du so jede Menge Freizeit – denn soziale Netzwerke können ganz schöne Zeitfresser sein.

Autofahren

Mal eben mit dem Auto um die Ecke zum Rewe, kurz zur Vorlesung cruisen und bloß nicht mit der Bahn fahren, weil die sich garantiert verspätet oder man fünfmal umsteigen muss. Oder das Wetter ist mal wieder zu schlecht, um zu Fuß zu gehen. Es gibt viele Ausreden dafür, doch wieder das Auto zu nehmen. Wie wäre es, wenn du mal fünf Wochen lang ganz gechillt mit dem Fahrrad zur Uni oder Arbeit fährst, dir die nervige Parkplatzsuche sparst, etwas für deine Fitness tust und dabei auch noch Benzingeld sparst?

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 08. Feb 2018 um 20:48 Uhr von Pater Rolf Hermann Lingen
"Die Fastenzeit kommt ursprünglich aus dem Christentum. In dieser Periode verzichtet man 40 Tage lang auf etwas, was einem sonst Spaß bereitet." Falsch! Es ist zwar richtig, dass der Zeitraum der christlichen Fastenzeit von der christlichen Glaubensgemeinschaft (i.e. der katholischen Kirche) festgelegt wurde. Gefastet - speziell auch aus religiösen Motiven - wurde aber schon lange vor dem Christentum. V.a. aber: Das christliche Fasten besteht darin, dass man nur einmal am Tag eine Sättigung zu sich nimmt. Darüber hinaus können noch zwei kleine Stärkungen eingenommen werden. Prinzipiell darf und muss man eben so viel essen, dass man nicht beeinträchtigt wird. Dementsprechend gibt es auch viel Entschuldigungsgründe von der Fastenpflicht, z.B. Krankheit oder auch bestimmte berufliche Belastungen. Das "Ersatzfasten" der Sekte von "Vatikanum 2" wie "SMS-Fasten", "Rauch-Fasten", "Facebook-Fasten" und ähnlicher Schwachsinn ist nur typisch für den dort herrschenden antichristlichen Geist.
Veröffentlicht am 12. Apr 2018 um 08:46 Uhr von Helga K.
Vielen Dank für den Artikel! Ich bin ein absoluter Genussmensch. Alles, was den Gaumen und damit das Leben erfreut, macht mich glücklich. Und gerade weil ich so ein Genussmensch bin, kommt mir die Fastenzeit eigentlich ganz gelegen: Der Verzicht lehrt mich, wieder bewusster zu genießen. LG, Helga aus https://akadem-ghostwriter.de/