Gap Year in Deutschland
Zuhause ist es am schönsten – So klappt das Gap Year in Deutschland | Foto: Thinkstock/ilyaliren

Ins Ausland

28.01.2016

Die Vorteile eines Auslandspraktikums

Auslandspraktikum

Andere Sprachen, fremde Kulturen und...

Praktikum und Auslandsaufenthalt – beides macht sich im Lebenslauf besonders gut. Mit einem Auslandspraktikum können Studenten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlag ... mehr »

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14. Nov 2017

Marie Menke

Abi... und dann?

Hiergeblieben: Sechs Tipps für ein Gap Year in Deutschland

1) Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst

Du möchtest ein Jahr lang mit Menschen arbeiten? Dann bist du hier richtig: Ob im Krankenhaus, im Kinderheim, im Jugendtreff oder im Altersheim – Plätze für FSJler und Bundesfreiwilligendienstler gibt es überall. Begleitet wird das Jahr von regelmäßigen Seminaren, auf denen dir Herausforderungen gestellt werden und du Gleichgesinnte kennen lernst.

Wenn du überlegst, ob zum Beispiel ein Studium der Sozialen Arbeit oder ein Medizinstudium das Richtige für dich wären, kannst du ausprobieren, ob dir der gewählte Bereich wirklich Spaß macht. Wenn es danach in die BWL oder Physik gehen soll, lohnt es sich aber auch: Jetzt hast du die Möglichkeit, im Umgang mit unterschiedlichen Menschen etwas fürs Leben zu lernen!

2) Freiwilliges Ökologisches Jahr, Freiwilliges Kulturelles Jahr & Co.

Ein Freiwilligendienst geht in die richtige Richtung, aber ein normales FSJ dann doch noch nicht? Kein Problem, denn es gibt verschiedene Formen von Freiwilligendiensten: Tierparks, Naturschutzstationen und Naturkindergärten zählen beispielsweise zu den Einsatzstellen des Freiwilligen Ökologischen Jahres, in denen du ein Jahr verbringen kannst.

Wen es weniger in die Natur und mehr auf die Theaterbühne oder in die Radiostation zieht, der findet beim Freiwilligen Ökologischen Jahr ebenfalls spannende Einsatzstellen: Unter anderem nehmen der Westdeutsche Rundfunk, aber auch theaterpädagogische Zentren, Staatarchive und Museen daran teil.

3) Aushilfsjobs

Zuerst einmal Geld verdienen? Das kann Sinn machen, beispielsweise wenn es für das Studium ins Ausland oder an eine private Universität gehen soll oder wenn du noch große Pläne für einen anderen Teil deines Gap Years hast. Kellnern im Restaurant, das Freizeitprogramm im Altersheim unterstützen oder als Aushilfskraft in einer Wäscherei arbeiten: Überall, wo man auch Ferienjobs findet, gibt es oft das ganze Jahr über Aushilfsjobs.


Gap Year in Deutschland: Darum lohnt es sich

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4) Praktika

Berufserfahrung schon vor dem Studium sammeln, das ist der Sinn von Praktika. Einige Studiengänge erwarten sogar studienvorbereitende Praktika: Diese müssen oft drei Monate dauern, sodass man sie auch zwischen Abitur und Studienbeginn quetschen kann. Wer es etwas entspannter angehen lassen möchte oder ein Praktikum für länger als drei Monate absolvieren will, der kann sich ebenso für ein Gap Year entscheiden.

Viele Praktika sind unbezahlt, deshalb braucht es zugebenermaßen ein finanzielles Polster, um ein Jahr lang Praktika zu machen. Gerade wer sich noch nicht sicher ist, wohin es mit dem Studium gehen soll, kann sich so jedoch in verschiedenen Bereichen ausprobieren. Wem es noch davor graut, im Hörsaal Theorie lernen zu müssen, der geht so auch direkt mit Praxiskenntnissen ins Studium.

5) Studieren auf Probe

An fast allen Universitäten kannst du auch als Gasthörer studieren: Das bedeutet, dass du zwar Vorlesungen, Übungen und Seminare belegst, aber keine Klausuren schreibst, keine Punkte dafür bekommst und damit natürlich auch keinen Abschluss machen kannst. Dafür hast du aber die Chance, Veranstaltungen aus verschiedensten Studienrichtungen auszuprobieren, ohne dem Studienplan eines einzelnen Studiengangs folgen zu müssen.

6) Erwachsenenbildung, Sprachkurse & Co.

Gitarre spielen, Spanisch sprechen, Yoga machen, Tageszeitungen lesen und Tennis spielen: Jeder hat wohl unglaublich viele Dinge, die er gerne machen würde – aber keine Zeit. Oft wird vor der "Lücke im Lebenslauf" gewarnt, aber kombiniert mit Praktika oder einem Freiwilligen Jahr bietet ein Gap Year auch Zeit, um sich mit all solchen Dinge zu beschäftigen. Warum also nicht zum ersten Mal Skifahren gehen? Oder einen Arabischkurs belegen?

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