Gegen Vourteile
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29. Jul 2015

Barbara Kotzulla

Zündstoff

So wehrst du dich gegen Vorurteile!

Buchtipp: Gute Argumente gegen dumme Behauptungen

Vorurteile kontern – aber wie?

Mit wissenschaftlich erwiesenen und fundierten Daten kannst du in der Schule, der Freizeit oder in deiner Familie auf Vorurteile reagieren. Die beiden Autoren Nina Horaczek und Sebastian Wiese haben zur Unterstützung ein Handbuch verfasst: "Gegen Vorurteile. Wie du dich mit guten Argumenten gegen dumme Behauptungen wehrst" wirft einen Blick auf 21 Vorurteile und widerlegt jedes in einem ausführlichen Kapitel.

UNICUM Abi stellt vier Vorurteile und jeweils eine Kurzfassung der Gegenargumente vor.


Vorurteil 1: Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg

Gegenargument aus "Gegen Vorurteile": Ausländer nehmen keine Arbeitsplätze weg. Sie haben in der Vergangenheit Jobs übernommen, für die keine einheimischen Arbeitskräfte gefunden wurden, und trugen dadurch zur Schaffung und Vermehrung unseres Wohlstandes bei. In wirtschaftlich schlechten Zeiten sind Zuwanderer die Ersten, die um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen.

Vorurteil 2: Wir können nicht jeden Flüchtling aufnehmen

Gegenargument: Deutschland war 2013 mit 109.600 neuen Asylanträgen weltweit das Land mit den meisten Asylanträgen. Damit kommen in Deutschland auf 1.000 Einwohner 1,5 Flüchtlinge. Das ist in etwa ein Hundertstel der Flüchtlingsanzahl pro Einwohner im Libanon (178 Flüchtlinge auf 1.000 Einwohner).

Weltweit waren im Jahr 2013 mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als 80 Prozent von ihnen stranden in Entwicklungsländern. Weder Deutschland, noch Österreich, noch die Europäische Union als Ganzes tragen die Hauptlast der weltweiten Flüchtlingsbewegung.

Vorurteil 3: Der Islam ist eine kriegerische Religion

Gegenargument: "Der Islam" ist weder eine friedliche noch eine kriegerische Religion. Warum? Es gibt ihn schlichtweg nicht. Es gibt bloß, was seine Gläubigen daraus machen. Das gilt für jede Religion. Im Guten wie im Schlechten.

Deshalb gehört auch der Djihadismus zum Islam. Als Randerscheinung – denn die allermeisten Muslime wollen kein Blutvergießen im Namen ihrer Religion, sondern dasselbe wie die allermeisten Christen, Juden, Buddhisten und der Rest der Welt: ein Leben in Frieden.

Vorurteil 4: Homosexualität ist eine Krankheit

Gegenargument: Homosexualität kommt in allen Kulturen und zu allen Zeiten konstant vor. Bisher konnten Wissenschaftler keine eindeutige Ursache finden, weshalb das so ist. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Homosexualität schon vor Langem von der Liste der menschlichen Erkrankungen gestrichen. Homosexualität ist genauso normal wie Heterosexualität. Denn zwischenmenschliche Beziehungen haben mehr als nur eine Erscheinungsform.


Gegen Vorurteile BuchUNICUM Buch-Tipp

Die ausführlichen Gegenargumente zu diesen vier Vorurteilen, aber auch zu Sätzen wie "Frauen sind längst gleichberechtigt" oder "Bei den Nazis war nicht alles schlecht", gibt's im Buch von Nina Horaczek und Sebastian Wiese aus dem Czernin Verlag.

Weitere Infos unter www.czernin-verlag.com

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