Kupferfuchs Nadine Steuer
Leidenschaftliche Zockerin: Nadine Steuer aka Kupferfuchs | Foto: RTL II YOU

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27. Sep 2016

Romina Carolin Stork

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"Youtube? Macht es nicht!" – sagt Lets-Play-Star Kupferfuchs

Seit diesem Jahr ist sie auf dem Online-Angebot RTL II You zu sehen: In Sendungen wie "Kuperfuchs zockt" und "Nerdy Morning" spielt und bespricht sie alles rund ums Thema Gaming. Was sie zukünftigen YouTubern rät und ob sie überhaupt noch weiter YouTuberin sein will, erzählt sie im UNICUM Interview.

Bürokauffrau, Tätowiererin und Network-Managerin

UNICUM: Wie bist du an die Shows bei RTL II YOU gekommen?
Kupferfuchs: Ich wurde gefragt, ob ich das machen möchte. Eine ehemalige Arbeitskollegin hat mich angesprochen und gesagt, dass RTL2 etwas Neues mit YouTubern plant. Dann hat sie meine Kontaktdaten weitergegeben. RTL2 wollte etwas mit Streaming machen und ich sagte, was ich mir vorstellen könnte. So entstand die Idee, meine Lets-Play-Videos unter ein Motto zu stellen und bei RTL II YOU zu zeigen

Was hast du vor deiner Karriere bei RTL II YOU beruflich gemacht?
Ich bin eine totale Berufswelten-Bummlerin! Nach meinem Realschulabschluss habe ich eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht. Der Beruf war mir aber zu trocken. Die Ausbildung habe ich trotzdem bestanden. Danach habe ich mich als Tätowiererin versucht, bevor ich mich entschieden habe, mein Fachabitur mit dem Schwerpunkt Gestaltung zu machen – und das war das Beste, was mir passieren konnte!  Es hat extrem geholfen, mich zu orientieren. Dann habe ich in Köln Online-Redakteurin studiert. Als die Anfrage von einem Unternehmen kam, ob ich als Partner- und Network-Managerin arbeiten möchte, habe ich die Uni abgebrochen und den Job angenommen. YouTube passierte erstmal nur nebenbei.



Das Fachabi war der Start für die YouTube-Karriere von Kupferfuchs

Bist du so gern zur Schule gegangen, dass du nach deiner Ausbildung nicht genug vom Lernen bekommen konntest?
Ich wusste einfach nicht, was ich machen sollte. Die zehn Jahre Realschule waren normal. Meine Lieblingsfächer waren Kunst und Biologie, schlimm fand ich Englisch und Mathe. Das Fachabi hat mir bei der Berufswahl sehr geholfen! Wir hatten zum Beispiel die Fächer Fotografie, Film, Drehbuch und kreatives Schreiben, und danach wusste ich genau, dass ich auf jeden Fall kreativ arbeiten möchte. Jetzt liebe ich meine Arbeit!

Hilft dir deine schulische Ausbildung bei deinem Job als Moderatorin oder YouTuberin?
Ja, sehr. Film, Audio und Gestaltung waren während des Fachabis meine Lieblingsfächer. Wir haben zum Beispiel gelernt, Regieanweisungen zu geben, Kamerapositionen richtig einzustellen und Konzepte zu schreiben. Das hilft mir, wenn ich mich auf meine YouTube-Videos oder meine Moderationen vorbereite.

"Gaming aber war schon immer meine Leidenschaft"

Und wie kam es dann zu deiner YouTube-Karriere?
Das begann während des Fachabis. Aus Spaß habe ich für die Klassenkameraden verrückte Videos hochgeladen, sie aber auf privat gestellt. Die anderen fanden die Videos super, und irgendwann meinte einer zu mir: Warum zeigst du sie nicht öffentlich? Ich bekam dann auch wirklich gutes Feedback. Eigentlich bin ich aber gar nicht so extrovertiert. Das geht tatsächlich nur, wenn ich mit der Kamera alleine im Raum bin.

Angefangen hat alles mit Manga, jetzt bist du im Lets-Play-Bereich unterwegs. Wie kam der Wandel?
Ich mag Mangas und wollte gucken, wie die Zuschauer das Thema annehmen. Gaming aber war schon immer meine Leidenschaft – ich kann es allerdings nicht so gut und fluche häufig dabei. Mein Freund sagte, dass man mich mal beim Zocken aufnehmen müsse, und das habe ich dann gemacht. Ich spiele aber keine Mainstream-Games, bin auch nicht bei irgendeiner "YouTube-Gang" dabei. Ich bin eine Lets-Playerin und ein Teil von RTL II You – denn bei beidem darf ich so sein, wie ich möchte.



Für Nadine ist YouTube ein wankelmütiges Medium

Der YouTube-Hype ist groß und viele träumen von einer Karriere als YouTuber. Was rätst du ihnen?
Macht es nicht! Oder besser gesagt: Macht es nur nebenbei. YouTube ist ein wankelmütiges Medium und man weiß nie, wie es weitergeht. Wenn man sich nur davon abhängig macht, kann das echt schief gehen. Außerdem verdient man damit nicht das große Geld – ich jedenfalls könnte nicht davon leben. Es ist für mich ein Zubrot. Hauptberuflich bin ich Social-Media-Beraterin, habe einen Online-Shop, schreibe Content für RTL II YOU und moderiere – YouTube ist mein Hobby.

Durch YouTube und RTL II YOU stehst du zurzeit im Rampenlicht. Wie fühlt sich das an, in der Öffentlichkeit erkannt zu werden?
Es hat viel Schönes, man bekommt direkten Zuspruch von den Menschen. Auf der gamescom in Köln zum Beispiel kamen Leute auf mich zu, sagten: "Hey, das machst du super!" oder "Ich schau mir deinen Kanal gerne an!" und gingen dann weiter. Manche möchten auch eine emotionale Wärmedusche, die werden dann umarmt. Aber natürlich gibt es auch Schattenseiten: Es stehen Leute einfach so vor meiner Haustür oder machen heimlich Fotos. Außerdem muss man sich immer rechtfertigen für das, was man macht – egal ob auf YouTube, RTL II YOU, oder privat. Alles wird auf die Goldwaage gelegt.

Hast du einen Plan B, wenn es mit YouTube oder RTL II YOU vorbei sein sollte?
Das ist eine Frage, die ich mir jeden Abend vor dem Einschlafen stelle. Aber durch meine anderen Jobs bin ich gut aufgestellt. Ich bin relativ vorsichtig, habe auf das, was ich jetzt mache, hingearbeitet, und sichere mich immer ab. Ich brauche einfach den doppelten Boden.

Pläne für die Zukunft: Kingdom Hearts 3 spielen und selbständig arbeiten

Schauen wir mal in die Zukunft: Auf welches Game freust du dich besonders?
Auf Kingdom Hearts 3! Da warte ich nämlich seit mindestens sieben Jahren drauf.

Und wenn wir noch weiter voraus blicken: Wo siehst du dich in fünf Jahren?
Auf jeden Fall möchte ich selbständig bleiben. Am allerliebsten möchte ich weiterhin moderieren, egal ob im TV oder im Online-Bereich. Thematisch sollte es weiterhin um Gaming und die Online-Welt gehen. Ob ich dann noch so aktiv wie jetzt YouTube mache, weiß ich nicht. Aber ich glaube, ganz davon weg komme ich nie, dafür steckt da zu viel Herz und Spaß drin.


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