Wilson Gonzalez Ochsenknecht
Wilson Gonzalez Ochsenknecht (re.) im Film "Quellen des Lebens" | Foto: X Verleih
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01. Feb 2013

Janina Finkemeyer

Promis

Wilson Gonzalez Ochsenknecht, was war dein Lieblingsschulfach?

Der Schauspieler und Musiker im Interview

Wilsons Familie ist "etwas Wunderbares"

UNICUM: Wie ist das eigentlich in deiner Familie: Machst du eher dein eigenes Ding oder holst du dir oft Rat bei deinen Eltern oder Geschwistern?
Wilson Gonzalez: Ich mache auf jeden Fall mein eigenes Ding, aber natürlich ist Familie auch was Wunderbares. Die sind immer für einen da, wenn man irgendwie Probleme hat und vor allem gibt es immer gutes Essen wenn man zu Besuch ist. Deswegen besuche ich meine Eltern sehr gerne Zuhause und verbringe Abende mit ihnen. Ich freue mich auch immer, wenn wir zum Beispiel Weihnachten alle zusammen kommen und feiern. Da habe ich echt Glück, dass das in meiner Familie so gut klappt.

Was isst du denn am liebsten Zuhause, wenn du dich so auf das Essen freust?
Alles Querbeet. Zuhause ist einfach alles ziemlich lecker. Es gibt jedes Mal was anderes, was ich länger nicht gegessen habe.

Früher hast du immer mit deinem Bruder zusammen vor der Kamera gestanden. Kannst du dir vorstellen, wieder gemeinsame Projekte zu machen?
Grundsätzlich könnte ich mir das schon vorstellen. Natürlich ist es immer die Frage, was für ein Stoff das ist und wie die Umsetzung sein soll. Es wird ja auch mal wieder Zeit. Das letzte Mal ist schließlich schon wieder einige Jahre her.

Du hast schon sehr früh angefangen Filme zu drehen – zum Beispiel "Die Wilden Kerle". Wie konntest du Schule und Schauspielerei unter einen Hut bekommen?
Bei den "Wilden Kerlen" hatten wir alle immer ganz normal ein Jahr Schule und haben dann in den Sommerferien gedreht. Die sind auch komplett dafür draufgegangen und wurden meist noch mit zwei oder drei Wochen überzogen. Da gab es dann Privatunterricht für uns. Anschließend ging es wieder für ein Jahr brav in die Schule, bis zu den nächsten Dreharbeiten im Sommer. Das lief alles ganz problemlos.

Der Schauspieler ist gerne zur Schule gegangen

Wie wichtig ist es schon für Jugendliche zu wissen, was sie später einmal machen wollen?
Je früher man weiß, wohin es grob gehen soll, desto besser.  Jeder sollte wissen, was richtig und was falsch für ihn ist. Schon in der Schule muss man ja entscheiden, welche Richtung man ungefähr einschlagen will. Da gibt es den Mathematik-Zweig oder den Kunst-Zweig und jeder kann an seine Interessen anknüpfen. Natürlich kann man in der zehnten, elften oder zwölften Klasse immer noch sagen, okay es ist doch nichts für mich, ich mach mein Abi jetzt fertig und studiere etwas komplett anderes als gedacht. Trotzdem finde ich es auch für Jugendliche wichtig, zu wissen, welche Ziele sie verfolgen wollen.

Glaubst du, dass die Schule der perfekte Ort ist, um rauszufinden, was man eigentlich will?
Jein. Es ist auf jeden Fall wichtig zu gucken, welche Fächer einem besonders liegen und Spaß machen. Es kommt aber auch darauf an, welche Freizeitbeschäftigungen man hat und worin man gut ist. Über Jahre hinweg kann man dann meist sehen, worauf man Bock hat und was einem liegt.

Du selbst warst ein paar Jahre auf einer Waldorfschule. Welche Erinnerungen hast du da ran?
Es war ziemlich witzig! Wir haben viel Theater gespielt und gemalt. Das war mir schon immer wichtig und hat viel Spaß gemacht. Ich habe da eine wirklich schöne Zeit gehabt.

Was war dein Lieblingsfach?
Kunst auf jeden Fall. Aber das allein reicht nicht. Man muss natürlich auch seinen Arsch bewegen, um in den akademischen Fächern etwas abzuliefern.

Nach deinem Realschulabschluss, warst du ein Jahr auf einer Kunstschule in Amerika. Wie war das für dich?
Das war meine absolute Lieblingsschule. Ich hatte jeden Tag Filmunterricht und das hat mir einfach unglaublich viel Spaß gemacht. Die Schule hat auf jeden Fall einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich bei der Schauspielerei geblieben bin.   

Traumstudium Architektur

Was anderes kommt für dich also nie in Frage?
Also was ganz anderes glaube ich nicht. Ich werde jetzt nicht irgendwann im Büro sitzen oder so. Das ist nichts für mich. Natürlich muss ich, wie jeder andere auch, meine Steuererklärung und Rechnungsangelegenheiten erledigen. Ein bisschen Büroarbeit gehört dazu, aber nicht an fünf Tagen die Woche von morgens bis abends. Das kann ich mir gar nicht vorstellen.

Kannst du dir denn vorstellen, irgendwann eine Auszeit von Musik und Schauspielerei zu nehmen und ins Ausland zu gehen oder noch zu studieren?
Mal ein Jahr irgendwohin abzuhauen, mit dem Rucksack rumreisen, was erleben und etwas von der Welt sehen, reizt mich schon. Einfach aus Interesse und nur für mich als Privatperson. Ich hätte da auch kein konkretes Ziel, aber es gibt gibt doch so viel zu entdecken auf der Welt. Dass ich nochmal mein Abi nachhole und dann nur aus Interesse ein Studium mache, würde ich für die Zukunft auch nicht ausschließen.

Für welches Fach würdest du dich entscheiden?
Das würde wahrscheinlich in die Kunstschiene laufen oder Architektur. Aber dafür bin ich wahrscheinlich zu blöd (lacht). Da brauch ich dann nochmal ein paar Jahre für, um dahin zu kommen.


UNICUM Abi Filmtipp

Quellen des Lebens erzählt die Geschichte einer deutschen Familie über drei Generationen, von der Nachkriegszeit bis in die Siebziger. Alle haben ihre größeren und kleineren Probleme und jeder muss selbst sehen, wie er damit klar kommt. Nur ganz selten sieht man, dass die Familie auch zusammenhalten kann. Starbesetzt mit u.a. Jürgen Vogel, Meret Becker, Moritz Bleibtreu, Kostja Ullmann und Wilson Gonzalez Ochsenknecht.

 

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