Borderlands New-Generation
Die Next-Gen-Version von Borderlands überzeugt mit einer beeindruckenden Grafik | Foto: Gearbox/2K
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14. Apr 2015

Christopher Lymer

Games

Remake-Wahnsinn: Was die Games-Neuauflagen für New-Gen taugen

Borderlands: Handsome Collection, Dark Souls 2: Scholar of the First Sin, War for the Overworld

Borderlands: The Handsome Collection

 Was ist drin?

Rein quantitativ erwartet uns mit der Handsome Collection ein bis obenhin vollgestopftes Paket: Nicht nur beinhaltet die New-Gen-Portierung mit Borderlands: The Pre-Sequel den aktuellsten Teil der abgedrehten Shooter-Reihe, auch dessen Vorgänger Borderlands 2 ist mit von der Partie. Als wäre das nicht bereits genug, dürfen wir uns zusätzlich über sämtliche Add-Ons freuen, die bisher für die beiden Titel erschienen sind.

Was ist neu?

Worauf der Fokus dieser Remastered-Version liegt, verrät bereits der Titel: Die Grafik wurde ordentlich aufgehübscht und flimmert jetzt in Full-HD bei stabilen 60 FPS über die Mattscheibe. Für ein komplett neues Spielgefühl sorgt das zwar nicht, macht das Actionspektakel aber um einiges ansehnlicher. Die größte Neuerung stellt hingegen der 4-Spieler-Koop dar, der es uns endlich ermöglicht, gemeinsam mit Freunden vor einem Fernseher die Borderlands Unsicher zu machen.

Lohnt es sich?

Wer Pandora bisher noch keinen Besuch abgestattet hat, dem bietet sich hier ein ultimatives Borderlands-Paket, das schlichtweg zum Kauf verpflichtet. Wer die Reihe bereits ausgiebig auf der Last-Gen genossen hat, wird bis auf die bessere Optik und den neuen Koop-Modus aber nur wenig Argumente für eine Neuanschaffung finden.


Dark Souls 2: Scholar of the First Sin

Was ist drin?

Die Neuauflage öffnet nicht nur die Tore zum verfluchten Königreich Drangleic, dem Schauplatz von Dark Souls 2, sondern auch zu den düsteren Gefilden, welche die umfangreiche Add-On-Trilogie in die Spielwelt integrieren.

Was ist neu?

Wie zu erwarten, wurde auch für diese New-Gen-Version ein wenig an der Grafikschraube gedreht. Verbesserte Lichteffekte, hochaufgelöste Texturen sowie eine höhere Framerate polieren die eh schon etwas angestaubte Optik des Originals zwar auf, allerdings kann das Ergebnis dem Vergleich mit genuinen New-Gen-Titeln kaum standhalten. Aber halb so schlimm, denn um grafische Opulenz ging es diesem Meisterwerk eigentlich nie, sondern vielmehr um eine fesselnde Spielerfahrung und eine dichte Atmosphäre. Umso erfreulicher, dass die Neuauflage in dieser Hinsicht zu punkten weiß. Mit dem namengebenden Scholar of the First Sin bringt sie einen komplett neuen Charakter ins Spiel, der weitere Ereignisse in den Story-Verlauf einwebt. Darüber hinaus sorgt eine veränderte Gegnerplatzierung auch bei Dark Souls Veteranen für wiederaufkeimende Spannung, ein frisches Balancing und somit für eine zum Teil noch größere Herausforderung.

Lohnt es sich?

Definitiv! Auch wenn sich die Gameplay-Neuerungen wie überschaubare Details lesen, sorgen sie für eine immens frische Spielerfahrung, die stundenlang zu fesseln weiß! Sowohl Neulinge als auch altgediente Dark Souls-Liebhaber dürfen getrost zugreifen.


War for the Overworld

Was ist drin?

Obwohl es sich bei War for the Overworld um keine Neuauflage im engeren Sinne handelt, hat die PC-exklusive Dungeon-Simulation hier ihre Daseinsberechtigung. Schließlich handelt es sich um ein inoffizielles Remake des 1997er-Meisterwerks Dungeon Keeper.

Was ist neu?

Zum Glück nicht allzu viel! Wie gewohnt bauen wir nach und nach unser Dungeon aus, trainieren Kreaturen, stellen Fallen und kümmern uns um das Wohlergehen unserer Schergen; alles mit dem Ziel, ruhmsüchtigen Helden in glänzender Rüstung, die abenteuerlustig in unser Verlies eindringen, den Garaus zu machen. War for the Overworld orientiert sich dabei größtenteils an seiner grandiosen Vorlage und nimmt nur hier und dort kleinere, dafür aber sinnvolle Ergänzungen vor. So lassen sich über freischaltbare Technik-Level etwa mächtigere Einrichtungen sowie Fallen, Zauber und Rituale erwerben. Die optische Präsentation kann sich sehen lassen, offenbart aber, dass es sich hier nicht um einen Multimillionen-Dollar-Titel handelt. Allerdings wird die zum Teil etwas hemdsärmelige Grafik durch das stimmige Art-Design ein wenig aufgefangen.

Lohnt es sich?

Zahllose Gamer warten seit Jahren auf einen gebührenden Nachfolger der Mutter aller Dungeon-Simulationen, Dungeon Keeper. Viele Entwickler haben sich an Remakes versucht, keinem ist es bisher gelungen. War for the Overworld hingegen schafft es, den Charme des Originals in die Gegenwart zu überführen, ohne das geliebte Spielsystem mit unpassenden Modifikationen zu überfrachten. Einen Haken gibt es allerdings: War of the Overworld wurde definitiv zu früh veröffentlicht, so dass zahlreiche Fehler den Spielspaß schmälern. Bis die Entwickler hier keine Abhilfe geschaffen haben, sollte man sich auf ein zwar lohnendes, aber zuweilen holpriges Spielerlebnis einstellen.

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3.51 von 5 Sternen bei 100 Bewertungen.

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