FIFA 16
Auch in FIFA 16 kannst du wieder mit deinem Lieblingsteam spielen | Foto: EA SPORTS™
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30. Sep 2015

Andreas Benz

Games

FIFA 16

Die kultige Fußball-Simulation mit neuen Features

Neue Stärken und alte Schwächen

Die Stärke von "FIFA" war schon immer die unglaublich große Vielfalt an Lizenzspielern. Von der ersten Liga in Saudi-Arabien bis hin zur indischen Nationalmannschaft – selbst die exotischsten Teams und Spieler sind vertreten. In diesem Jahr hat sich EA SPORTS dazu entschieden, zwölf Frauen-Nationalmannschaften hinzuzufügen. Und tatsächlich ist im Gameplay ein enormer Unterschied zu den Männerteams zu spüren: Die Spielerinnen wirken im Vergleich zu den Männern wesentlich flinker, wuseliger und dribbeln lieber mit dem Ball. Dafür haben sie weniger Kondition und ermüden viel schneller.

So schön die neuen Teams sind, desto ärgerlicher ist die Tatsache, dass die Spielerinnen und Spieler nicht mit dem gleichen Aufwand gestaltet wurden. Selbst bekannte Spieler sehen aus, als kämen sie gerade aus Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Hier können die Game-Designer im nächsten Jahr ordentlich nachbessern. Dafür kann "FIFA 16" in diesem Jahr mit anderen Features punkten. Neben der Torlinienkamera, die bei kniffligen Entscheidungen zum Einsatz kommt, nutzen die Schiedsrichter das allseits beliebte Freistoßspray – viel realistischer geht es nicht mehr.

Spielmodi bleiben quasi unangetastet

Außerdem hat sich EA SPORTS entschlossen, die virtuelle Bundesliga in diesem Jahr auch für die Playstation 4 anzubieten. Im letzten Jahr blieb dieses Feature nur den Playstation 3-Nutzern vorbehalten. Die altbekannten Modi "FIFA Ultimate Team" oder "Saison" sind natürlich ebenfalls an Bord. 

Der Karrieremodus hat bei "FIFA 16" ebenfalls ein kleines Upgrade erhalten. Hier sollten vor allem die überarbeiteten Taktik-Einstellungen erwähnt werden. Diese funktionieren im Vergleich zur 15er-Version viel intuitiver und einfacher. Abgeschafft wurden auch die von vielen FIFA-Zockern als nervig empfundenen Testspiele, die man zu Beginn des Karrieremodus bestreiten musste. Ersetzt werden sie nun durch ein kleines Vorbereitungsturnier, welches jedoch mit einem Klick übersprungen werden kann. Ein weiteres cooles Feature ist die Integration des Skill-Modus in den Trainingsplan eures Kaders. Du kannst bis zu fünf Spielern deines Teams ein Sondertraining aufbrummen und dieses entweder simulieren oder selbst zocken.

Weiterhin für Kuriositäten gut

Auch bei "FIFA 16" kann es immer noch vorkommen, dass der Schuss selbst beim dritten Versuch den Pfosten trifft oder sich der Torwart den Ball in einer ungefährlichen Situation selbst reinhaut. Vielleicht ist es aber auch von den FIFA-Entwicklern geplant, um den Controller-Verschleiß so hoch wie möglich zu halten. Anders lassen sich diese allseits bekannten Fehler nicht erklären – und nicht entschuldigen.

Fazit zu FIFA 16

Eins vorweg: "FIFA 16" ist nichts für Leute, deren Taktik darin bestand, alleine mit Superstars wie Messi, Ronaldo oder Zlatan Imbrahimović durch die gegnerischen Abwehrreihen zu laufen. Diese Zeiten sind – zum Glück – vorbei. Nichtsdestotrotz ist das Spielgefühl von "FIFA 15" erhalten geblieben. Das liegt vor allem daran, dass es in diesem Jahr keine so gravierende Veränderung wie das Tactical Defending gibt. Die Frauenmannschaften sind ein nettes Feature und bei den Modi hat man zum ersten Mal den Eindruck, dass sich der Kauf der Playstation 4 endlich gelohnt hat. Für "FIFA 17" sollten sich die Entwickler allerdings mehr Mühe beim Design der Spieler geben. Alles in allem erlaubt sich "FIFA 16" auch in diesem Jahr kaum Schwächen und wird jeden passionierten Soccer-Zocker jubeln lassen.


Das PS4-Cover zu FIFA 16 | Credit: EA SportsUNICUM Game-Tipp

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EA SPORTS™

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