Dark Souls 3
In Dark Souls 3 geht's ganz schön heiß her! | Screenshot: Bandai Namco Entertainment
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26. Apr 2016

Christopher Lymer

Games

Dark Souls 3

Konsequente Weiterentwicklung einer außergewöhnlichen Spiele-Dynastie

Vom letzten Funken Hoffnung

Das ehemals stolze Reich Lothric ist dem Untergang geweiht: Während das Feuer der Welt erlischt, weicht alles Leben der Finsternis, welche den Fluch des Untods mit sich bringt. Einzig die mythischen Aschefürsten haben die Macht, das Feuer erneut zu entfachen, indem sie ihre Throne besteigen, um in der ersten Glut aufzugehen. Doch die Herrschersitze bleiben verwaist. Und so werden wir, frisch aus unserem Grab entstiegen, dazu erwählt, die Aschefürsten ihrer Bestimmung zuzuführen und dem fortschreitenden Verfall ein Ende zu bereiten.

Wie genau wir unser Ziel erreichen sollen und wohin uns die Reise führt, bleibt ungewiss – für Eingeweihte nichts Neues: So heißt Dark Souls seine Spieler seit jeher willkommen.

Lothric: Vertraute neue Welt

Alsbald begeben wir uns in die trostlosen Weiten Lothrics und erkunden fortan prächtige Burgruinen, finstere Katakomben und zerfallene Dörfer. Ob wir dabei Schwert, Zauberstab oder eine heilige Glocke schwingen, hängt ganz von der zu Spielbeginn gewählten Klasse ab. Diese können wir allerdings mit fortschreitender Charakterentwicklung je nach Vorliebe spezialisieren. So kann sich der anfängliche Krieger allmählich zu einem mächtigen Zauberer oder aber einem blitzeschleudernden Wunderwirker mausern. Dies gelingt uns, indem wir klassenspezifische Eigenschaften verbessern, die wir beim Levelaufstieg mit Seelen – der omnipotenten Ressource des Dark Souls-Universums – bezahlen.

Letztere erlangen wir ganz klassisch durch das Erlegen von Gegnern. Das ist allerdings herausfordernder, als es erst einmal klingen mag. Schließlich lauern in Lothric unzählige, boshafte Kreaturen, welche uns – und seien sie noch so unscheinbar – bei unachtsamem Vorgehen allzu schnell das Leben kosten. Nicht umsonst ist die Dark Souls-Reihe berüchtigt für ihren hohen Schwierigkeitsgrad, der mangelnde Taktik und Geduld schneller bestraft, als wir unseren Heiltrank an die Lippen setzen können. Das gilt selbstverständlich umso mehr für die gigantischen Bossgegner, denen wir in regelmäßigen Abständen zum Fraß vorgeworfen werden.



Neue Features – gewonnen aus alten Tugenden

Auf den ersten Blick hat sich bei Dark Souls 3 also im Vergleich zu seinen Vorgängern nicht viel verändert. Die nahtlos ins Spielerlebnis eingebetteten Multiplayer-Funktionen ermöglichen uns weiterhin, die Unterstützung anderer Spieler anzufordern, ihnen zu helfen oder aber gegen sie anzutreten.

Auch das Kampfsystem, welches uns jedes Manöver mit wertvoller Ausdauer bezahlen lässt und uns so einen ständigen Balance-Akt in Sachen Ressourcen-Management und Risiko-Abwägung abverlangt, ist fordernd wie eh und je. Allerdings wurde das Tempo der Gefechte spürbar erhöht – eine positive Entwicklung, die sich zweifellos auf den Einfluss von From Softwares Vorgängerprojekt Bloodborne zurückführen lässt.

Selbiges lieferte vielleicht auch die Inspiration für die neu eingeführten Waffenfertigkeiten, bei denen jede Waffe eine spezielle Aktion entfaltet – dies kann entweder ein mächtiger Spezialangriff sein oder ein Buff, der kurzzeitig unsere Fähigkeiten verbessert. Den Einsatz dieser Waffenfertigkeiten bezahlen wir mit sogenannten Fertigkeitspunkten, repräsentiert durch eine (wieder-)eingeführte blaue Energieleiste, die wir bereits aus dem allerersten Souls-Spiel Demon’s Souls kennen. Letztere dient ebenfalls als Ressource für sämtliche Zauber und gewirkte Wunder.  

Fazit zu Dark Souls 3

Mit Bloodborne und der Souls-Reihe hat From Software nicht nur ein eigenes Mikro-Genre etabliert, sondern zudem einige der eindrucksvollsten und fesselndsten Spielerfahrungen der vergangenen zehn Jahre erschaffen. In Dark Souls 3 kulminieren nun die einprägsamsten Versatzstücke des bisherigen Opus: Angefangen bei der Spielmechanik über die atmosphärischen Kulissen, die wiederkehrenden Charaktere, Waffen und Rüstungen, bis hin zum Musik- sowie Sounddesign.

Dark Souls 3 hält seinen Ahnen unverkennbar die Treue und erstrahlt zugleich als konsequente Weiterentwicklung einer außergewöhnlichen Spiele-Dynastie.

Dark Souls-Fans werden dankbar ihre letzte Seele geben, um einmal mehr in dieses gnadenlose Universum einzutauchen. Aber auch alle anderen sollten die Reise nach Lothric wagen!


Packshot zu Dark Souls 3UNICUM Gaming-Tipp

Dark Souls 3

From Software/Bandai Namco Entertainment

Erhältlich für Playstation 4, Xbox One, PC

Ab 16 Jahren

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