Rezension Devil May Cry
"Devil May Cry" – ab 08. April erstmals auf Blu-ray | Foto: (c) 2007 CAPCOM CO., LTD.DMC Committee.
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15. Apr 2016

Stefan Schröter

Filme

Devil May Cry

Video-Game goes Anime

Dämonenjäger und Pleitegeier

Chronisch pleite betreibt Dante, seines Zeichens Dämonenjäger und Sohn des Dämonen Sparda, die Agentur "Devil May Cry", eine Art Detektei, die auch übernatürliche Fälle annimmt. Unterstützt wird er dabei von Morrison, der Dante ein ums andere Mal Jobs vermittelt.

Mit seinen beiden Pistolen Ebony und Ivory, dem Schwert Rebellion und seinen dämonischen Kräften bewaffnet, stellt sich Dante bedrohlichen Dämonen. Als Morrison Dante eines Tages den Schutz der jungen Patty Lowell anvertraut, ahnt keiner der Beteiligten, welche Ereignisse dadurch in Bewegung gesetzt werden.

Action-Story verloren in der Episodenstruktur

"Devil May Cry" folgt einer klassischen "Monster of the Week"-Struktur. Dabei dreht sich fast jede der zwölf Folgen um einen konkreten, in sich abgeschlossenen Fall. Jede der Episoden läuft nach einem simplen Schema ab: Dante erhält einen Auftrag von Morrison oder einem Klienten, beginnt die Untersuchung und wird in einen Kampf mit einem oder mehreren Dämonen verwickelt. Action-Fans wird das freuen, Story-Enthusiasten nicht – denn einige der Episoden durchaus Potenzial für mehr gehabt hätten.

Allerdings gibt es einen staffelübergreifenden Handlungsstrang, der in den meisten Episoden zwar dezent angedeutet wird, jedoch größtenteils im Hintergrund bleibt. Leider verliert sich diese übergreifende Geschichte durch die stark episodische Struktur. Es werden viele verschiedene Charaktere eingeführt, die zum Teil spannend wirken, aber zu schnell abgehandelt werden. Die Figuren bleiben blass und ihre Beziehung zu Dante wird nicht erläutert – etwas Vorwissen sollte also beim Zuschauer vorhanden sein. Kenner der Serie können sich dagegen auf Gastauftritte bekannter Gesichter wie Trish oder Lady freuen.

Cooler Held, rasante Inszenierung

Für die Umsetzung des Anime hat das bekannte Studio Madhouse gesorgt. Die Japaner, die unter anderem auch bekannte Serien wie "Cardcaptor Sakura", "Hunter x Hunter" und "One-Punch Man" umgesetzt haben, verleihen Dante und Co. ihren typischen Stil, bleiben aber trotzdem den Originalcharakteren treu.

Vor allem die Action-Sequenzen sind detailliert und rasant inszeniert und erinnern an die Videospiel-Vorlage. Dabei wird auch mit Blut und abgetrennten Körperteilen nicht gespart. Die Hintergründe und Charaktere sind gut ausgearbeitet und gestochen scharf. Die Animationsqualität ist durchgängig hochwertig. Vor allem in HD kommt die sehr gute optische Qualität der Serie besonders zur Geltung – grafisch ist "Devil May Cry" ein Augenschmaus.

"Devil May Cry" bietet Fans der Videospiele einen Einblick in Dantes Alltag und erweitert das bekannte Universum rund um den Dämonenjäger um einige Details. Darüber hinaus ist die Serie ein befriedigender Action-Anime, der in Sachen Story zugegebenermaßen enttäuscht, dafür aber mit gut animierten Kampfszenen aufwarten kann, die durch den HD-Release noch einmal ein Stückchen attraktiver werden.


Blu-ray-Cover von Devil May Cry | Foto: (c) 2007 CAPCOM CO., LTD.DMC Committee.Devil May Cry

Fantasy, Japan 2007

Regie:  Shin Itagaki

Sprecher (Original): u.a. Toshiyuki Morikawa, Misato Fukuen, Fumiko Orikasa

Sprecher (dt. Version): u.a. David Turba, Matti Klemm, Ann Vielhaben

Verleih: Universum ANIME

VÖ: 08. April 2016

Online bestellen (Amazon): Devil May Cry

www.facebook.com/UniversumAnime

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3.4 von 5 Sternen bei 134 Bewertungen.

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Veröffentlicht am 01. Mai 2016 um 07:27 Uhr von Anderl Ingrid
Dante