Max von der Groeben Abschussfahrt
Max, Berny und Paul lassen es in Prag krachen | Foto: Constantin Film Verleih GmbH / Marc Reimann
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27. Mai 2015

Ann-Christin Kieter

Filme

Abschussfahrt

Max von der Groeben im Interview

UNICUM: Wie war deine eigene Abschlussfahrt?
Max: Wir hatten eine geile Zeit in Athen, haben viel gefeiert. Als wir zurückfliegen wollten, ist gerade der Vulkan Eyjafjallajökull ausgebrochen. Also "mussten" wir zwei Tage länger bleiben. Irgendwann sind wir dann doch abgereist. Erst vier Stunden mit dem Bus, dann 24 Stunden mit einer Fähre nach Süditalien – da haben wir den ganzen Weinvorrat leergetrunken. Später waren es nochmal 17 Stunden im Bus bis Köln.

Waren die Dreharbeiten für euch auch wie eine Art Klassenfahrt?
Wir haben alle im gleichen Hotel gewohnt und uns ständig gesehen. Wir waren eine echt coole Clique und haben uns gut verstanden. Es ist eben super, wenn man mit vielen jungen Leuten dreht. So hatten wir enorm Spaß und haben uns eine schöne Zeit gemacht. Also neben der ganzen anstrengenden Arbeit. Wir hatten z. B. sehr viele Nacht-Drehs.

Stimmt es, dass ihr mal neun Stunden lang denselben Song hören musstet, als ihr in einem Club gedreht habt?
Ja, das war hart. Aber noch viel schlimmer ist, wenn die Musik ausgemacht wird, damit man die Stimmen hört. Dann muss man so tun, als würde sie weiterlaufen.

Und ist das Styling der Prager Mädels tatsächlich so gewöhnungsbedürftig wie man immer hört?
Die zeigen öfter ein bisschen mehr Haut oder tragen schräge Klamotten in verrückten Farb-Kombis. Das hat man dann gerne mal gesehen.

Hat man Chris Tall beim Dreh doll angemerkt, dass der aus der Comedy-Branche kommt?
Es ging. Er war jetzt nicht immer nur albern oder so. Ich mag seinen Humor und wir haben uns super gut verstanden. Bei der Arbeit war er sehr natürlich, der hat immer witzige Blicke drauf.

Versucht man dann automatisch auch, besonders witzig zu sein?
Ich habe mir meine eigene Figur gebaut und gucke nicht so viel darauf, was die anderen machen. Es ist nicht die größte Sprechrolle, aber ich habe trotzdem versucht, was daraus zu machen.

Also ich finde schon allein das Styling mit dem T-Shirt in der Hose Weltklasse.
Das war zum Beispiel meine Idee!

"Ich hatte schon immer viele Freunde"

Man kennt dich hauptsächlich als Macho "Danger" aus "Fack ju Göhte". Max ist eher der verschlossene, nerdige Außenseiter. Welche Figur ist näher am Original?
Ich kann mich ziemlich genau in der Mitte positionieren. Ich hatte schon immer viele Freunde, war auf keinen Fall ein Außenseiter. Klassenclown ist vielleicht ein bisschen viel gesagt, aber manchmal war ich schon der Laute ...

In „Abschussfahrt“ machst du mit einem Panzer einen Mustang platt. Durftest du tatsächlich Panzer fahren?
Nein. Den durfte nur der Besitzer fahren. Als der Mustang zerschrottet wurde, stand ich draußen und konnte alles genau sehen. Das war viel cooler. Aber ich habe natürlich mal dringesessen. Es ist einfach nur eng.



Im September kommt "Fuck ju Göhte 2" in die Kinos.  Wie schwierig ist es, eine Fortsetzung zu drehen?
Am Anfang dachte ich – weil so viel dazwischen passiert ist, ich bin ja jetzt auf der Schauspielschule – oh Gott, mal schauen, ob ich das überhaupt noch so machen kann wie damals. Aber nach ein paar Minuten war es, als wären wir nie weg gewesen. Man spürt schon einen gewissen Druck, dass man den Erfolg des ersten Teils anknüpfen muss. Aber ich kann nur mein Bestes geben und am Ende liegt es nicht unbedingt an mir.

Wie gefällt dir denn dein Studi-Leben so?
Es ist oft anstrengend und manchmal habe ich einfach keinen Bock. Aber so ist das bei jedem Studium. Und das Drumherum ... Ich wohne seit anderthalb Jahren alleine, in einer kleinen 1-Zimmer-Wohnung in München-Schwabing. Das klappt ganz gut. Nur einmal habe ich mich aus Versehen ausgesperrt, aber dann bin ich wieder clever in meine eigene Wohnung eingebrochen. Ich wollte auf keinen Fall den Schlüsseldienst anrufen. Außerdem lernt man so Sachen schätzen wie eine Geschirrspülmaschine, die ich nicht habe. Und man merkt schon, dass sich der Kühlschrank nicht von alleine füllt.

Was könntest du immer kochen, wenn spontan Leute zu Besuch kommen?
Spiegelei. Ich kann auch nur Spiegeleier. Und vielleicht noch ein Steak braten. Wenn ich was koche, dann Steak mit Spiegelei. Schmeckt super!

Warum ist dir die Profi-Ausbildung so wichtig?
Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Außerdem kann ich danach auch Theater spielen, das interessiert mich immer mehr. Es könnte alles so weiterlaufen, wie es im Moment ist. Es kann aber auch plötzlich alles vorbei sein, weil es andere Typen gibt und keiner mehr nach mir fragt.

Hast du manchmal Angst, dass du dir durch diese Teenie-Filme deinen Ruf versaust?
Nee, diese Teenie-Filme sind gerade total angesagt. Ich wäre doof, wenn ich das nicht machen würde. Jetzt bin ich jung. Später kann ich noch immer die Erwachsenenrollen spielen.

 


Kurz und Knapp:

3 Dinge, die auf einer Klassenfahrt nicht fehlen dürfen?
Die besten Freunde, ein bisschen Alkohol und entspannte Lehrer.

Das beste Bier?
Kölsch!

Joggen oder Fitnessstudio:?
Fitnessstudio – egal bei welchem Wetter.

Song, wenn die Tanzfläche leer ist?
Karnevalsmusik.

Wer macht den ersten Schritt?
Ja, irgendwie ja immer der Mann.


Abschussfahrt FilmplakatUNICUM ABI Filmtipp: Abschussfahrt

Für die nerdigen Außenseiter Paul, Berny (Comedian Chris Tall) und Max (Max von der Groeben) ist die Klassenfahrt die perfekte Chance, mal so richtig steil zu gehen. Es beginnt ein feuchtfröhlicher Chaos-Trip durch das Prager Nachtleben. Auf der Flucht vor englischen Touris und Drogenbossen verliert das Trio seine Unschuld, Kumpel Magnus und ein Körperteil.

Ab dem 21. Mai im Kino!

 

 

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