Datenschutz Internet
Auch dein Smartphone kannst du gegen Datenklau sichern | Foto: Thinkstock/Milan Marjanovic
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05. Okt 2015

Christina Scholten

Apps & Internet

Safety First: Daten im Internet schützen

Sicherheitstipps für Smartphone und Computer

Welche Daten werden gesammelt?

Stell dir vor, deine Eltern würden sich ungefragt dein Handy nehmen und deine Nachrichten lesen. Würdest du dich aufregen? Ja. Denn auch wenn du nichts zu verbergen hast, sind es schließlich deine privaten Angelegenheiten. Deshalb regen sich auch Datenschützer darüber auf, dass Unternehmen und Geheimdienste unsere digitalen Daten auslesen können.

Jeder hat inzwischen auch eine digitale Identität, die komplett transparent sein kann, wenn man nicht aufpasst. "Was technisch an Daten gesammelt wird, ist immer auch zugänglich", erklärt Dr. Alexander Dix, Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Die Gefahr daran sei, dass wir uns dabei auf andere verlassen würden, also auf die Anbieter. "Wenn diese nicht zuverlässig sind und Krimininelle sich der Daten annehmen oder sie aus rechtlichen Gründen dem Staat einen Zugang zu den Daten gewähren müssen, kann man es nicht mehr verhindern."


10 Tipps, wie du easy deine Daten schützen kannst:

Stifte Verwirrung!

Denk dir verschiedene Nicknames aus, mit denen du im Netz unterwegs bist, wechsel auch mal das Alter und das Geschlecht.

Auf deinem Handy

  • Mitlesen verboten! Mit aSpotCat (android) oder cluefulapp (IOS) kannst du sehen, welche Programme welche Daten bei dir lesen – danach willst du wahrscheinlich von selbst einige von ihnen löschen.
  • Ich weiß, wo du bist: Verhindere GPS-Tracking, indem du deine Standortdaten immer dann deaktivierst, wenn du sie nicht brauchst. (Bei Android unter "Standort und Sicherheit" zu finden, bei IOS unter "Ortungsdienste")
  • Keine Werbeverfolgungen mehr: Stell das Ad-Tracking aus! Bei IOS: Bei den Einstellungen unter Datenschutz, Werbung, keine Ad-Tracking. Bei Android: Konto, Google, Anzeigen, Werbe ID-zurücksetzen _ Das regelmäßig!
  • Banksachen: Schnell mal den Kontostand checken und was überweisen? Mach das lieber von zu Hause. Online-Banking vom Smartphone aus ist absolut unsicher!

Auf deinem Computer

  • Catch me if you can: Mit dem Programm "HidemyAss" kannst du anonym im Netz surfen. Auch gut: Nutz den sicheren Tor-Browser und Suchmaschinen-Alternativen wie ixquick.de oder duckduckgo.de
  • Cookies speichern Informationen über dein Surf-Verhalten und geben sie auch häufig an Dritte weiter. Um das zu verhindern, kannst du in deinen Browser-Einstellungen entweder Cookies ablehnen oder einstellen, dass du vorher immer gefragt werden möchtet. Wichtig: Lösch die gespeicherten Cookies.
  • Clouds: Speichermedien wie die ICloud oder Dropbox sind zwar praktisch, aber unsicher. Alles, was du dort reinlädst, kann von den Anbietern eingesehen und verwendet werden – oder im schlimmsten Falle gehackt werden. Also denk gründlich darüber nach, was du speicherst, oder/und benutz Alternativen wie SpiderOak.

Social Media und Messaging

  • Facebook: Dass Facebook nicht sicher ist, weiß inzwischen jeder. Stell deine Privatssphäre-Einstellungen so um, dass möglichst wenig von dir zu sehen ist, und denk genau darüber nach, was du auf Facebook teilst und likest. Auch in privaten Nachrichten solltest du nicht zu viel Persönliches über dich schreiben. Hier kann mitgelesen werden!
  • Das Gleiche gilt für WhatsApp: Hier gibt es keine ausreichenden Privatssphäre- oder Datenschutz-Einstellungen. Dr. Dix rät deshalb zu alternativen Messenger-Systemen wie dem deutschen Hoccer. "Vielleicht sind dann nicht alle Freunde da – aber wenn man selbst gewechselt hat, kann man eventuell auch alle anderen vom sicheren Weg überzeugen."

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