Smartphone Tipps
Tipps, damit du beim Smartphone-Kauf nicht baden gehst | Foto: Unsplash/Bruno Gomiero

Apps & Internet

08.02.2017

Onlinesucht

Internetsucht: Wann es Zeit wird, das Smartphone zur Seite zu legen!

Laut einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind etwa 270.000 Jugendliche in Deutschland onlinesüchtig. Das sind fast doppelt so viele wie ... mehr »

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29. Aug 2017

André Gärisch

Apps & Internet

Denken, kaufen, posten: Smarte Smartphone-Tipps für dich!

Smartphone-Tipps für dein Leben

Am Morgen der erste Blick auf den Bildschirm – was schreibt die Gruppe "Prüfungsvorbereitung" in WhatsApp? Gibt es endlich Neuigkeiten? Hanna wollte doch Klausuren aus vergangenen Jahren für die Gruppe einscannen – damit es endlich mit besseren Noten klappt. Mittags dann der Post auf Facebook: "Wer hat Lust auf Schwimmbad? Ich brauch einen Sprung vom Fünf-Meter-Brett, um mich vom tristen Lernstress zu befreien." Abends Instagram, schauen, was die anderen erlebt haben. Hier ein freches Grinsen deiner Freundin aus dem Handballclub, dort ein dicker Mops, der verdutzt in die Kamera schielt. Das Smartphone ist aus deinem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Bei der Wahl von Gerät und Tarif solltest du allerdings einige wichtige Dinge beachten, damit du nicht auf die Nase fällst.

Der passende Smartphone-Tarif

"Es gibt zwei Typen von Käufern, zum einen die, die sich vor den Rechner setzen und sich in aller Ruhe die Angebote durchlesen, vielleicht einen Chat oder eine Hotline nutzen, und diejenigen, die sich im Laden beraten lassen", erklärt Christian van de Sand, Multimedia-Experte bei Stiftung Warentest. Zu beachten ist, dass die Shops bestimmter Marken nicht objektiv ausgerichtet sind, sondern besonders lukrative Produkte und Tarife absetzen wollen. Außerdem schwankt deren Beratungsqualität teils erheblich.

Wer einen vielfältigen Überblick gewinnen möchte, sollte entweder mehrere Anlaufstellen wählen oder unabhängige Berater berücksichtigen. Zwar werden diese Anbieter auch nach der Höhe des vermittelten Tarifs bezahlt, doch die Bandbreite an Angeboten ist vergleichsweise höher.

Zunächst einmal, sagt Christian van de Sand, sei es hilfreich, sich seine Nutzungsgewohnheiten zu vergegenwärtigen: "Fragen sind etwa: Ist mir eine tolle Kamera wichtig? Dann achte ich auf die Auflösung. Bin ich viel unterwegs? Dann geht es nur mit einem leistungsstarken Akku. Lade ich ständig Dateien herunter? Dann lohnt sich eine Datenflat. Schaue ich gerne fern? Dann müssen Displaygröße und Internet-Speed stimmen."

Ausgehend von diesen Must-Haves seien Abstriche festzulegen, denn ein Smartphone, das in allen Belangen am Limit spielt, fordere den Geldbeutel offen heraus.

Mehr als wichtig: Das Betriebssystem

Apropos Kosten: Hier spielt das Betriebssystem eine wichtige Rolle. Android-Exemplare sind aufgrund ihrer weiten Range an Modellen und Preisstufen bei der breiten Masse beliebt, während Apple-Produkte per se im höheren Preissegment liegen. "Der Tarif sollte unabhängig vom Gerät gewählt werden, da Koppelangebote finanziell selten vorteilhaft sind. Zudem kann der Nutzer dann – entsprechend seiner Lebenssituation – den Tarif flexibel wechseln. Ich rate außerdem von Finanzierungsangeboten ab – hier zahlt man in der Regel ordentlich drauf und bindet sich langfristig", meint van de Sand.

Vorgängermodelle sind übrigens nicht so schlecht wie ihr Ruf – und oft weitaus günstiger als Neuerscheinungen.

Prepaid: Die Finanzen im Griff?

Ja, es gibt sie immer noch: die Prepaid-Karte. Für manche ein Relikt aus der Steinzeit, bietet sich das Konzept insbesondere für jüngere Menschen an. Warum, weiß van de Sand: "Gerade für Leute, die erkennen, dass sie eigentlich zu viel surfen oder telefonieren, ist die Prepaid-Karte bestens geeignet. Sie verbrauchen dann nur den Wert, der auf der Karte vorhanden ist."

Gleichzeitig warnt er: "Wer die Karte mit dem eigenen Konto verknüpft und einstellt, dass sich der verfügbare Betrag bei Unterschreitung einer bestimmten Grenze automatisch auflädt, gibt die Kontrolle aus der Hand und stellt das ursprüngliche Prinzip auf den Kopf."

Wer Freunde mit ähnlichen Nutzungsgewohnheiten einbindet, ist auf der sicheren Seite. "Man sollte sich umhören, wie andere mit ihrem Tarif oder Netz zufrieden sind, das ist eine gute Entscheidungsgrundlage", empfiehlt van de Sand.

Die Ohren sind bei der Formulierung "Zusatzservices" zu spitzen. Verkauft werden dann unter Umständen Leistungen, die dem Anwender in keiner Weise nutzen oder zunächst zwar kostenlos sind, nach mehreren Monaten aber auf dem Konto zu Buche schlagen. "Ein zunächst gebührenfreies Sicherheitspaket, das ab dem vierten Monat zwei oder drei Euro kostet, wäre so ein Fall", sagt van de Sand. Er mahnt, Anbieter seien hier nicht immer transparent, einhergehende Informationen leicht zu übersehen.

Vorsicht außerdem bei Roaming-Gebühren. Für den, der außerhalb der EU telefoniert, kann es richtig teuer werden. Einfach "deaktivieren" und schon sind die Sorgen Geschichte.


 

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