Nachwuchs Blogger
Auch du kannst bloggen, z.B. über deine Hobbys und Interessen | Foto: Thinkstock/Oko_SwanOmurphy
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05. Okt 2015

Simone Zettier

Apps & Internet

Blogger-Nachwuchs

UNICUM Abi stellt drei junge Bloggerinnen vor

Leo Löwchen

Leo Löwchen


Leoni aus der Vulkaneifel bloggt, seitdem sie neun (!) ist. Demnach wäre sie auf das Alter bezogen das deutsche Pendant von US-Erfolgsbloggerin Tavi Gevinson, die ihren Modeblog "The Style Rookie" mit elf startete. Leoni fühlt sich aber nicht in der Modewelt heimisch, sondern ist ein absoluter Bücherwurm. Die 14-Jährige selbst sagt über sich, sie sei ein literaturbesessenes Mädchen. Auf ihrem Blog rezensiert die Gymnasiastin, welche die zehnte Klasse besucht, seit fünf Jahren Bücher und Hörbücher.

Auch wenn so ein Blog mit einiger Arbeit verbunden ist, findet Leo immer wieder die Motivation dafür – insbesondere, wenn sie ein neues Buch liest, das sie begeistert. Zudem hat sie auch schon selbst angefangen, Kurzgeschichten zu schreiben – eine will sie demnächst auch auf ihrem Blog veröffentlichen.

Sie möchte später gerne ihr Hobby zum Beruf machen und als Journalistin oder Moderatorin arbeiten. Bis dahin lebt sie mit ihrem Blog auch ein wenig ihren Traum, schließlich gibt sie nun selbst Interviews und darf viele Autoren treffen: "Als ich mit neun Jahren angefangen habe, hätte ich das niemals gedacht." Kein Wunder, dass Deutsch ihr Lieblingsfach ist: "Ich liebe es einfach, Texte auseinanderzunehmen und zu analysieren."

Ein besonderes Faible hat sie für tiefgründige oder lyrische Werke. Ihr absolutes Lieblingsbuch ist daher "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna " von Fynn. Bei dem Buch musste Leoni sogar weinen. Als ein etwas aktuelleres Werk empfiehlt sie die "Gelöscht"-Trilogie von Terri Terry, die eine "perfekte Mischung aus Dystopie, Wissenschaft, Intrigen und unglaublichen Charakteren" sei.


Art of Carina

Art of Carina


Die 17-jährige Carina aus Eutin in Schleswig-Holstein konzentriert sich in ihrem Blog nicht nur auf ein Thema, sondern bietet mit "Travel", "Food", "Art/DIY", "Health" sowie "Fashion/Beauty" eine ganze Bandbreite, was anfänglich an der Unentschlossenheit der Gymnasiastin lag. Mittlerweile ist sie sich sicher, dass sie nicht nur über Mode und Kosmetiktipps schreiben will: "Mein Blog ist für mich eine Art, zu zeigen, wer ich bin. Ich finde es gut, dass sich die Individualität widerspiegelt!"

Carina ist erst seit Juli 2014 als Bloggerin aktiv und verbringt seitdem rund sechs Stunden in der Woche mit Ideensammlung und Posts. Oft wünscht sie sich, sie hätte eher angefangen – denn ihrer Meinung nach lernt man viel durchs Bloggen: "Ich habe richtig gemerkt, wie ich daran gewachsen bin." Um jeden Tag ein wenig besser zu werden, guckt sie sich auch regelmäßig auf anderen Blogs um und lässt sich davon inspirieren. Auf der anderen Seite hilft sie anderen Bloggern weiter, indem sie ihnen beispielsweise erklärt, wie man einen Header selbst macht. Denn auch sie liebt es, andere zu inspirieren.

Die schönste Reaktion auf ihren Blog war bisher, als eine Mitschülerin sie angesprochen und ihr verraten hat, dass sie ein heimlicher Fan von "Art of Carina" ist. Das war für sie ein zusätzlicher Ansporn, weiterzumachen.

Carina hat aber nicht nur am Schreiben Spaß, sondern auch am Programmieren. Deshalb möchte sie am liebsten "Informationstechnologie und Design" oder Ähnliches studieren, da es ihr "Traum ist, Technik und Programmieren elegant mit Design und Kreativität zu verbinden – und das nicht nur auf dem Blog, sondern auch im Beruf".


Von Honig und Vanille

Von Honig und Vanille


Food-Blogs gibt es wie Sand am Meer, aber "Von Honig und Vanille" ist besonders. Denn seine Macherin Ronja ist noch Schülerin und besucht die zwölfte Klasse eines Gymnasiums, das passenderweise in Süßen in Baden-Württemberg liegt. Von der Aufmachung ist der Blog sehr professionell, die Fotos machen Lust, alles sofort nachzukochen oder nachzubacken. Sowohl Ästhetik als auch guter Geschmack sind Ronja sehr wichtig. Deswegen bemüht sie sich immer sehr, dass ihre Rezepte nicht nur lecker schmecken, sondern auch auf den Fotos so aussehen. Alle Rezepte haben das gewisse Etwas; das Schöne ist aber, dass man trotzdem nicht allzu viele Zutaten braucht und sie auch nicht zu zeitaufwändig sind.

In Sachen Zutaten wird Ronja übrigens von ihren Eltern unterstützt, was sie sehr freut: "Ansonsten würden wohl sämtliche Kinobesuche ins Wasser fallen." Auch die Leidenschaft fürs Kochen und Backen stammt von ihren Eltern, die beide aus der Gastronomie kommen und die schon seit sie klein war immer viel Wert auf gutes Essen gelegt haben.

"Auch das Reise-Gen habe ich wohl von den beiden, vor allem meine Mutter ist nämlich genauso fernwehgeplagt wie ich", erklärt Ronja, die sich von ihren Reisen auch immer wieder Inspirationen für ihre Rezepte holt und auch über ihre Erlebnisse in ihrem Blog berichtet.

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