Bahnfahren Typen
Von Studierenden über verpeilte Reisende: 10 Bahnfahrer-Typen | Foto: Thinkstock/Bartosz Ostrowski
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14. Jun 2016

Patricia Brinkmann

Abibuzz - Funstuff

10 Bahnfahrer-Typen, die dich in den Wahnsinn treiben!

Der Telefonierer

Man sitzt nichtsahnend in der Bahn und plötzlich klingelt das Handy des Gegenübers. Es kann sich um ein kurzes Telefonat handeln, doch meist endet das Gespräch nicht bevor man selbst aussteigt. Nach fünf Minuten hat man das Gefühl, genau über die Beziehungsprobleme, den Klatsch und Tratsch aus dem Freundeskreis, die Eltern, die Tagesroutine und sonstige Planungen Bescheid zu wissen – auch wenn man dies nicht unbedingt möchte. Den Telefonierer stört es nicht, dass alle um ihn herum seine Gespräche mitverfolgen können. Er ist ein offenes Buch und liebt es, die Bahnfahrt für kommunikative Gespräche nutzen zu können.

Der Mitleser

Er ist da, wo Handys, Laptops, Bücher und Zeitschriften sind. Der Horror jedes WhatsApp-Texters oder Internetsurfers. Der anfangs noch desinteressiert wirkende Mitfahrer mutiert von jetzt auf gleich zum Mitleser. Was mit unauffälligen Blicken anfängt, endet in einer Spionage ersten Grades – allerdings mehr als auffällig. Der Mitleser verliert nach ein paar Minuten jegliche Hemmungen und versucht nicht mehr, heimlich mitzulesen. Ist auf die Dauer auch einfach zu anstrengend!

Die Schülergruppe

Nach der Arbeit oder der Uni die Ruhe in der Bahn genießen – das sollte für Pendler eine willkommene Erholung vom Alltagsstress sein. Einfach Musik hören, etwas lesen oder ein Nickerchen machen. Doch sobald eine Schülergruppe zusteigt, ist es mit der Ruhe vorbei. Lautes Lachen, Kreischen, Schreien: das gehört für die Schülergruppe zur normalen Kommunikation. Es wird wild mit Schimpfwörtern um sich geworfen, über alle Details der Beziehungen gequatscht und sich über andere lustig gemacht. Niveau? Oft nicht vorhanden. Rücksicht? Ein Fremdwort.

Bahnfahren: Der Albtraum wartet oft im Zug

Der Businessman

Immer total beschäftigt, gleichzeitig am Laptop und am Telefon? Das ist der Businessman. Sein schicker, maßgeschneiderter Anzug sitzt wie seine zweite Haut, sein Gepäck besteht meist aus einer Laptoptasche, einer handlichen schicken Reisetasche und einem Aktenkoffer. Ihn findet man immer in der ersten Klasse, dort genießt er seine Ruhe. Ist der Businessman hungrig, kauft er sich etwas aus dem Bistro und verspeist es neben der Arbeit. Oder er geht zum Essen ins Boardrestaurant – nur kurz natürlich. Für alltägliche Kommunikation hat der Businessman keine Zeit. Er ist halt immer busy-busy.

Die Shoppingfreundinnen

Für einige Menschen ist Shoppen eine Qual. Nicht jedoch für die Shoppingfreundinnen. Sie lieben es, den gemeinsamen Tag mit der Bahnfahrt zu starten. Dort wird sich über Klatsch und Tratsch sowie über die Shoppingziele unterhalten. Ein Merkmal der Freundinnen ist die Freude, die sie ausstrahlen, da sie meist schon wochenlang auf diesen Tag hingefiebert haben. Auf der Rückfahrt sind die Shoppingfreundinnen nicht zu übersehen. Sie haben unzählige Tüten bei sich und versuchen, diese so zu verstauen, dass niemand in der Bahn behindert wird. Dies klappt trotz aller Mühe jedoch nur selten.

Der Geschichtenerzähler

Harmlose Fragen wie "Können Sie mir sagen, wie spät es ist?" oder "Ist das die richtige Bahn?" werden vom Geschichtenerzähler geschickt genutzt, um die Aufmerksamkeit seines Mitfahrers auf sich zu ziehen. Er liebt es, seine bisherige Lebensgeschichte zu teilen, sich seine Probleme von der Seele reden zu können oder Lebenserfahrungen weiterzugeben. Der Albtraum jedes ruheliebenden Pendlers. Denn hat der Geschichtenerzähler einmal angefangen, etwas zu erzählen, wird er so schnell nicht wieder aufhören.

Bahnfahren: Nicht immer ein idyllischer Trip mit der Lok

Der notorische Schwarzfahrer

Der Satz "Die Fahrscheine bitte!" ist für erfahrene Pendler nichts Besonderes. Für den Schwarzfahrer bedeutet dies jedoch: Entweder kreativ werden oder unbemerkt die Bahn verlassen, wenn es die Situation noch zulässt. Kann der Schwarzfahrer nicht mehr entfliehen, muss sich der Bahnmitarbeiter die skurrilsten Ausreden anhören. Akzeptiert werden diese natürlich nicht. Daraus lernt der notorische Schwarzfahrer jedoch nie und muss immer wieder für sein widerrechtliches Handeln zahlen.

Der verpeilte Reisende

Er möchte von A nach B, weiß aber noch nicht ganz genau, wie. Der verpeilte Reisende hat Unmengen an Gepäck bei sich, die er kaum tragen kann. Nach langer Suche und einigen Befragungen hat er endlich seinen vermeintlichen Platz in der Bahn gefunden. Nun gilt es, das Gepäck irgendwie zu verstauen. Gar nicht so einfach. Sein gestresster Gesichtsausdruck alarmiert glücklicherweise die Mitreisenden, die bereitwillig helfen. Sobald er endlich zum Sitzen kommt und auf die Anzeige blickt, bemerkt er: Das ist die falsche Bahn.

Die Turteltauben

Küsschen hier, Küsschen da. Die Turteltauben haben kein Problem, ihre Liebe öffentlich zu zeigen. Es scheint, als würden sie alle anderen Mitfahrer ausblenden und nur Augen füreinander haben. Dass ihre Zärtlichkeiten von anderen Leuten als unangenehm oder störend empfunden werden, ist ihnen egal. Also bleibt den Mitfahrern nur eines übrig: sich mit dem Kuscheln abfinden oder den Platz wechseln.

Die Studenten

Junge Leute, deren Vokabular fast ausschließlich aus Fachwörtern besteht, lassen viele Mitfahrer an ihrer eigenen Intelligenz zweifeln. "Worüber reden die bitte?", mag sich der ein oder andere fragen. Kein Wunder, denn es sind Studenten, die sich auf dem Rückweg von der Uni befinden. Sie lieben es, über den fachlichen Inhalt ihrer Veranstaltungen zu reden, sich über neue Dinge auszutauschen oder mögliche Fachfragen zu klären.

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