Gefahren Alkohol
Auf's Anstoßen muss nicht zwangsläufig ein Absturz folgen | Foto: Thinkstock/4774344sean
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09. Jun 2015

Juliane Fiegler

Zündstoff

3 x 3 gute Gründe fürs Limit

Alkohol? Darum lohnt es sich, auch mal "Nein" zu sagen

1. Alkoholtrinken ist kein Mannschaftssport

Und deine eigentliche Sportmannschaft wird dich sicher nicht dafür bejubeln, wenn du beim wichtigen Spiel am Samstag nicht 100 Prozent geben kannst, nur weil du Freitagabend zu tief ins Glas geschaut hast!

2. Hohes Verletzungsrisiko

Nicht nur deinem Team tust du keinen Gefallen, wenn du am Abend vor dem Sport Alkohol über dein Limit hinaus trinkst: Für dich selbst ist das Verletzungsrisiko höher. Denn Koordinations- und Reaktionsfähigkeit sind noch viele Stunden später eingeschränkt. Wer will schon eine schwere Verletzung riskieren, wegen der man im schlimmsten Fall längere Zeit keinen Sport mehr machen kann?

3. Sixpack oder Bierbauch?

Der Sommer steht in den Startlöchern – höchste Zeit, ein wenig auf die Figur zu achten. Mit zu viel Alkohol ist das schwierig: Reiner Alkohol hat fast so viele Kalorien wie Fett, gleichzeitig aber gar keine Vitamine. Zusätzlich kriegt man ab einer gewissen Menge Alkohol oft Appetit auf fettiges und ungesundes Junk-Food. Zu guter Letzt hemmt Alkohol den Fettabbau und sorgt gleichzeitig dafür, dass unsere Muskeln – die Fettverbrenner schlechthin – weniger Energie abbekommen.


4. Der erste Eindruck ist oft der Entscheidende!

Vor allem, wenn du jemanden kennenlernen willst, den du gut findest. Mit zu viel Alkohol wird es immer schwieriger, die Grenze zwischen coolem Spruch und blöder Anmache auszumachen – und dann zu erkennen, ob das Gegenüber überhaupt interessiert ist. Außerdem ist es beim ersten richtigen Date ziemlich peinlich, wenn man nicht mehr weiß, worüber man beim Kennenlernen schon geredet hat.

5. Der kleine Unterschied beim Alkoholtrinken

Während bei Frauen der Testosteron-Haushalt steigt, sinkt er bei Männern. Auf gut deutsch: Frauen können leichter erregbar sein, Männer dagegen kriegen nach zu viel Alkohol nur schwer einen hoch. Und falls es doch klappt, kriegt man (und frau) dann oft nur wenig mit – Schuld daran ist die begrenzte Wahrnehmungsfähigkeit. Gepaart mit der erhöhten Risikobereitschaft, wird nach ein paar Gläsern zu viel oft das Kondom vergessen – mit einer ungewollten Schwangerschaft oder einer Geschlechtskrankheit als Folge.

6. Beziehungs-Killer

Die erhöhte Risikobereitschaft hat bereits für das ein oder andere Beziehung-Aus gesorgt: Betrunken macht man gerne mal Sachen, die nüchtern einfach gar nicht gehen: die Kontrolle verlieren und fremdgehen, -küssen oder –flirten. "Alkohol" Als Entschuldigung kann dann nur selten die Situation retten.


7. Vorschnelles Party-Aus

Es gibt nicht viel, was so viel Spaß macht, wie mit guten Freunden die Nacht durchzufeiern. Die Stimmung kippt allerdings schnell, wenn man jemandem überm Klo die Haare aus dem Gesicht halten muss oder keinen Taxifahrer finden kann, der den betrunken Freund nach Hause bringen will.

8. Wahre Freunde...

...erkennt man daran, dass man sich auch nüchtern etwas zu sagen hat. Ausprobieren kann man das am besten tagsüber, etwa bei einem gemeinsamen Ausflug. Selbst gut drauf bist du dabei, wenn du am Abend zuvor früh genug aufgehört hast, weiter zu trinken.

9. Peinliche Erinnerungen für die Ewigkeit

In Zeiten von Smartphones, Selfies, Instagram und Facebook bleibt von jeder Party eines garantiert übrig: Fotos – im Netz – und zwar für immer. Und weil wir heute so wunderbar vernetzt sind, kriegen schlimmstenfalls genau die Personen die peinlichen Bilder zu Gesicht, für die sie auf keinen Fall bestimmt waren: Eltern, Lehrer, der Chef bei der Wunsch-Arbeitsstelle. Besser: Im Limit bleiben, um auch noch am Ende der Party sein schönstes Lächeln präsentieren zu können.


Kenn dein Limit KampagneUNICUM Abi-Tipp

Zwei Jungs, die eine Schlägerei anfangen oder zwei Freundinnen, von denen eine schon halb bewusstlos ist – solche Bilder von den negativen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums zeigen die neuen Motive der BZgA-Kampagne "Alkohl? Kenn dein Limit." nicht. Stattdessen sind nun Glücksmomente im alltäglichen Leben von Jugendlichen zu sehen, während ein gelber Slogan darauf hinweist, dass zu viel Alkohol diesen Moment kaputt machen kann. Seit Mai 2015 sind Plakate, Postkarten & Co. in der Öffentlichkeit zu sehen.

Auf www.kenn-dein-limit.info findest du weitere Infos zum Thema, dazu auch einen Selbsttest und einen Kalorienzähler!

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