Cybermobbing Whatsapp
Jeder achte Schüler in Deutschland wurde schon Opfer von Cybermobbing | Foto: Pexels/freestocks.org

Mobbing

17.07.2015

Cybermobbing

Cybermobbing: Erste Hilfe

Mobbing im Internet: Was tun?

Über Facebook und WhatsApp lassen sich Urlaubsfotos und lustige Sprüche teilen – genau wie böse Gerüchte oder Beleidigungen. UNICUM sprach mit dem Experten Uwe Leest vom ... mehr »

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18. Mai 2017

Hannah Essing

News

Cybermobbing: Noch immer ein Problem?

Aktuelle Studie des "Bündnis gegen Cybermobbing"

Mobbing ist Alltag

Eine neue Studie des "Bündnis gegen Cybermobbing" hat ergeben, dass fast 13 Prozent der befragten Jugendlichen schon einmal Opfer von Cybermobbing gewesen sind – das entspricht einer Zahl von 1,4 Millionen Schülerinnen und Schülern in Deutschland. Das sind zwar weniger als vor vier Jahren – da waren es noch 16,6 Prozent – aber trotzdem ist die Zahl alarmierend hoch. Vor allem, da viele Täter "aus Spaß" mobben oder denken, dass ihre Mitschüler es verdient haben, so behandelt zu werden.

Cybermobbing: Ein ernstzunehmendes Problem

Am häufigsten werden Schüler online beschimpft oder Opfer von Lügen und Gerüchten. Jeder Vierte wurde wird erpresst oder bedroht. Die Betroffenen haben Angst, sind verletzt und sogar jeder Fünfte hatte wegen Cybermobbing schon Suizidgedanken.

Dadurch dass das Smartphone heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und der Zugang zum Internet damit flexibler ist, ist auch Cybermobbing viel leichter geworden. Vor allem, da es inzwischen seltener über soziale Netzwerke wie Facebook läuft, sondern viel öfter in Instant-Messaging-Diensten wie WhatsApp.

Außerdem ist, im Vergleich zu 2013, die im Internet verbrachte Zeit deutlich gestiegen – an einem Schultag verbringt ein Jugendlicher durchschnittlich drei Stunden im Internet.

Und was wird dagegen getan?

Viele Schulen erkennen, wie wichtig es ist, nicht nur gegen Cybermobbing vorzugehen, sondern von Anfang an ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie schädlich das Ganze sein kann. Von speziell geschulten Lehrern und anonymen Meldestellen für Opfer bis hin zu Workshops über Medienkompetenz und Konfliktmanagement – viele deutsche Schulen nehmen Cybermobbing ernst, aber es kann noch viel mehr dagegen getan werden.


InfoFalls du Hilfe brauchst oder mit jemandem reden willst:

Du hast das Gefühl, dass du dich nicht an deine Familie oder deine Freunde mit deinen Sorgen wenden kannst? Im Netz gibt es viele Anlaufstellen, wie etwa die "Nummer gegen Kummer":

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