Mündliche Abitur-Prüfung
Mündliches Abi: An die Kreise, fertig, los! | Foto: Thinkstock/gpointstudio
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29. Jan 2016

Ann-Christin Kieter

Abitur-Prüfungen

Tipps für die mündliche Abiturprüfung

Wie kleine Tricks die Nerven beruhigen

Optimale Prüfungs-Vorbereitung

Die Abiturprüfungen bilden den Abschluss deiner Schulzeit. Auch wenn du in deiner Schullaufbahn schon unzählige Klassenarbeiten geschrieben hast, sind die Abiklausuren etwas Besonderes. Zwar sitzt du genau wie immer mit deinen Mitschülern im Klassenraum und tüftelst an den Aufgaben, aber die Ergebnisse spielen eine größere Rolle und steigern deshalb die Nervosität.

Noch schlimmer ist es mit der Aufregung in der Regel bei der mündlichen Prüfung. Das mündliche Abitur ist für viele, durch die neue Prüfungssituation, noch belastender. Du bekommt eine Aufgabe gestellt, hast 30 Minuten Zeit, dich damit zu beschäftigen und dir Notizen zu machen. Dann musst du in einem Klassenraum drei Lehrern deine Überlegungen vorstellen. Anschließend gibt es Nachfragen zu deinen Ausführungen und weitere Fragen zu einem Thema aus dem Unterricht. Nach 30 Minuten ist der ganze Spuk dann auch schon wieder vorbei und es heißt abwarten.

Je mehr du weißt, umso sicherer wirst du!

Vorbeugen kannst du am besten, indem du dich besonders gut auf die mündliche Abiturprüfung vorbereitest und für dein viertes Fach genauso lernst, wie für die Klausuren. Denn: Wissen gibt Selbstsicherheit. Du kannst dir auch im Vorfeld überlegen, welche Fragen wohl gestellt werden und dir passende Antworten dafür zurechtlegen.

  • Reden, Reden, Reden: Im Gegensatz zu den Abiklausuren, kommt es bei der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung darauf an, dass du über das Gelernte redest. Unterhalte dich mit deinen Mitschülern über die Lösungen möglicher Fragestellungen oder klär deine Eltern über die gelernten Inhalte auf. Die Hauptsache ist, dass du nicht nur die Unterlagen durchliest oder Bücher wälzt, sondern mit anderen über die Themen sprichst. Wichtig ist auch, dass du die Zusammenhänge einzelner, behandelter Unterrichtsgebiete erkennst und erklären kannst. Verknüpfungen zwischen den Themen sind ein beliebter Bestandteil mündlicher Prüfungen.
  • Mündliche Prüfung simulieren: Am besten kannst du dich auf die Prüfung vorbereiten, indem du die reale Situation simulierst. Vielleicht geht das sogar direkt in der Schule im Unterricht. Viele Lehrer bieten die Möglichkeit an, einen freiwilligen Testdurchlauf zu starten. Auch wenn der Test nicht optimal läuft, sammelst du Erfahrungen und weisst schon mal, wie die Prüfung ungefähr abläuft. Dies kann dir eine große Portion Aufregung nehmen und du kannst mit den gewonnenen Tipps bei der richtigen Prüfung punkten.
  • Tagesablauf regeln: Von der Schule bekommst du einen genauen Prüfungszeitpunkt genannt. Guck am Tag vorher, wann du von zuhause losgehen musst, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Denk dran, dass es vor der eigentlichen Prüfungszeit noch 30 Minuten Vorbereitungszeit gibt. Einen kleinen Puffer solltest du natürlich auch immer einplanen, denn wer weiß, was auf dem Weg dazwischen kommt. Auch Essen und Trinken darfst du nicht vergessen! Mit leerem Magen lässt es sich schlecht denken und da du in der mündlichen Prüfung viel reden musst, kann ein Schluck Wasser zwischendurch nicht schaden!

Pluspunkte kannst du sammeln, indem du Zitate an den richtigen Stellen einbringst. Auch das lässt sich prima vorbereiten. Im Gegensatz zu späteren mündlichen Prüfungen, die dir im Studium vielleicht begegnen, hat die Abiturprüfung den großen Vorteil, dass du zunächst eine zuvor bearbeitete Aufgabe präsentierst. Dadurch wird dir der Einstieg enorm erleichtert.

Während der Prüfung: Zeit optimal nutzen

In den 30 Minuten Vorbereitungszeit solltest du zunächst die Aufgabenstellung genau durchlesen und überprüfen, ob du wirklich alles genau verstanden hast. Manchmal hilft es, die Frage für sich selber noch einmal zu paraphrasieren. Sollten dennoch Unklarheiten bleiben, scheu dich nicht davor, die Aufsichtsperson um Hilfe zu fragen. Sind die Anforderungen klar, kannst du damit beginnen, den Text zu strukturieren, indem du wichtige Stellen markierst und dir Randnotizen macht.

Danach geht es an die Ausarbeitung der Notizen für die Prüfung. Dabei solltest du keinen Roman schreiben, sondern aussagekräftige Stichpunkte machen, die du übersichtlich und in der richtigen Reihenfolge zu Papier bringst. Vorsichtshalber solltest du auch die einzelnen Blätter gut nummerieren, damit kein Chaos in den Unterlagen entsteht.  So verhinderst du, dass unnötig lange Pausen entstehen und musst auch bei spontanen Nachfragen nicht umständlich lange suchen. Wenn zu viel Text auf dem Papier steht, ist die Gefahr groß, dass du zu viel abliest. Wenn du dich damit sicherer fühlst, darfst du aber deinen ersten Satz ausformulieren, damit ein souveräner Einstieg gelingt.

Die eigentliche mündliche Prüfung

Auf Fragen der Prüfer solltest du so ruhig wie möglich reagieren. Es ist auch völlig in Ordnung, nachzufragen, wenn du eine Frage nicht genau verstanden hast. Gib deine Antworten niemals aus dem Stehgreif heraus, sondern nimm dir Zeit dafür. Zunächst solltest du über die Fragestellung nachdenken, dir dann die Antwort überlegen und diese strukturieren. Die Antworten müssen die Frage möglichst präzise beantworten, ohne ausschweifend zu sein. Dazu gehört auch, genau den Kern der Frage zu treffen, schließlich interessiert den Prüfer ein bestimmter Aspekt und nicht das Drumherum.

Allerdings macht es sich gut, wenn du Beispiele anführen kannst. Falls du gewisse Schlagworte einbringst, musst du dich auf Nachfragen gefasst machen. Daher ist es wichtig, dass du diese Fachbegriffe auch wirklich verstanden hast, sonst wird es schnell peinlich. Bei längeren Ausführungen bietet sich auch an, mit einer kleinen Zusammenfassung abzuschließen.

Auch wenn der Prüfer das Gespräch leitet, kannst du doch versuchen, es in eine gewisse Richtung zu lenken. Das bietet sich vor allem an, wenn der Prüfer das Gefühl hat, einen Schwachpunkt gefunden zu haben und an genau der Stelle weiterbohrt. Wenn du es schaffst, eine Antwort so zu strukturieren, dass die nächste Frage auf einen anderen Bereich abzielt, in dem du dich sicherer fühlst, kannst du die Prüfungsinhalte zumindest teilweise aktiv mitgestalten.

Manchmal ist es aber besser, offen zuzugeben, wenn du eine Antwort nicht weißt. Gleiches gilt für den Fall, wenn du den roten Faden verloren hast. Wenn du es die Prüfer wissen lässt, werden sie dir in der Regel mit Bemerkungen oder weiteren Fragen weiterhelfen.


6 Tipps für das richtige Auftreten:

Auch wenn es letztendlich auf die richtigen Inhalte ankommt, kannst du mit dem richtigen Auftreten doch einige Pluspunkte sammeln. Wenn du die mündliche Prüfung perfekt meistern willst, solltet du die allgemeinen Regeln der Kommunikation beachten:

  • Den Gesprächspartner ausreden lassen: Selbst, wenn du früh ahnst, worauf der Prüfer hinaus will, solltest du ihn die Fragen immer zu Ende stellen lassen und Anmerkungen aufmerksam verfolgen.
  • Blickkontakt herstellen: Während der Prüfung solltest du nicht einfach verkrampft auf den Boden starren, sondern Blickkontakt halten. Das ist nicht nur höflich, sondern zeigt eine gewisse Selbstsicherheit.
  • Interesse zeigen: Das kannst du nicht nur über deine positive Mimik, sondern auch über die Tonlage. Denn wer stets monoton und lustlos spricht, signalisiert Desinteresse.
  • Das richtige Tempo finden: Damit man dir gut folgen kann, solltest du beim Sprechen auf ein angemessenes Tempo achten. Wenn du zu langsam sprichst, können die Prüfer eine Unsicherheit vermuten, weil du dir erst jedes Wort genau überlegen musst. Ähnliches gilt für zu schnelles Sprechen. So erweckst du den Eindruck, dass du die Fragen einfach schnell hinter dich bringen willst.
  • Auf die Lautstärke achten: Auch eine angemessene Lautstärke kann die richtigen Signale aussenden. Wenn du zu leise und undeutlich sprichst, erweckst du vielleicht den Eindruck, dass du was zu verbergen hast. Auf der anderen Seite wollen die Prüfer natürlich auch nicht angeschrien werden.
  • Füllwörter vermeiden: Zu viele "Ähs" oder "Hmmms" können ebenso als ein Zeichen dafür gewertet werden, dass man den Stoff nicht beherrscht. Schließlich sollen diese Worthülsen für Luft zum Nachdenken sorgen.

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3.6 von 5 Sternen bei 538 Bewertungen.

Deine Meinung:

Veröffentlicht am 06. Jun 2015 um 00:11 Uhr von jascha
DANKE SEHR :)
Veröffentlicht am 21. Apr 2016 um 12:07 Uhr von Heisenberg
Deutsche Rechtschreibung ist wohl nicht so euer Ding hm?
Veröffentlicht am 29. Apr 2016 um 06:45 Uhr von Mirko Schwab
Ich sehe keine groben Fehler. Kommasetzung ist nicht so dein Ding, hm?
Veröffentlicht am 17. Mai 2016 um 14:51 Uhr von BuBushu
Dankeschön! :)
Veröffentlicht am 23. Mai 2016 um 22:21 Uhr von Abi16
"Ich sehe keine groben Fehler", dann solltest du den Text erneut lesen ;-)
Veröffentlicht am 06. Nov 2016 um 20:02 Uhr von Ulla
Der Text enthält wirklich mindestens zwei dicke und leicht ersichtliche Rechtschreibfehler! Das wirkt nicht seriös.