Abi 2018
Jetzt aber schnell: Lern-Tipps für den Abi-Endspurt | Foto: Thinkstock/nvaello
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26. Jan 2017

Verena Russlies

Abitur lernen

Endspurt zum Abitur 2018

Tipps für die letzte Etappe im Lernstress

Jede Ablenkung vermeiden!

Die Lernumgebung beeinflusst das Lernverhalten ungemein. Da gibt es manche, die einen besonders leeren und aufgeräumten Arbeitsplatz bevorzugen, während andere gerne unter Büchern und Papierstapeln versinken. Wichtig ist, dass du dich an deinem Arbeitsplatz wohlfühlst und ihn möglichst von allen Ablenkungen befreist. So schwer es auch fallen mag: dein Smartphone und sonstige Spielereien haben darauf nichts zu suchen – und sollten auch nicht im unmittelbaren Blickfeld erreichbar sein.

Dafür muss alles Notwendige an seinem Platz sein, etwa Bücher, Lernunterlagen, Taschenrechner, Stifte. Auch für genügend Verpflegung sollte gesorgt sein.

Du lässt dich dennoch nur zu gerne von deinem Smartphone ablenken? Zum Glück gibt es da hilfreiche Apps, die den Griff zum Handy unattraktiv machen. Mit der "Stay Focused"-App schaltest du zum Beispiel die Smartphone-Anwendungen für eine zeitlang ab und kannst sie erst durch Eingabe eines sehr langen Textes entsperren. Es gibt außerdem Programme wie etwa "Cold Turkey", die Internet-Seiten für bestimmte Zeiten blockieren. Damit kannst du Facebook, Twitter und Co. selbst verbannen und dich dafür besser konzentrieren.

Abitur-Endspurt mit Ortswechseln

Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, kannst du überall produktiv sein: am Schreibtisch, in der Bibliothek oder auf dem Sofa. Doch, egal wo – es sollte still bis leise sein. Deine Lieblingsmusik darf zwar zwischendurch (!) laufen, aber der Fernseher hat Sendepause. Die Bibliothek ist besonders reizarm – ideal für intensive Lernphasen –, entspannter kann es jedoch zu Hause sein, wo du dir bei Bedarf noch schnell einen Tee machen kannst.

Plane am besten Ortswechsel ein, dann profitierst du von unterschiedlichen Standorten und dein Gehirn kann Situationen aus neuen Perspektiven beurteilen.

Abitur 2018: Alle für einen oder einer für alle?

Lohnt es sich eher, der Schwarmintelligenz in einer Gruppenarbeit freien Lauf zu lassen oder lernt man doch besser im stillen Kämmerlein? Generell empfiehlt es sich, Arbeitsformen zu kombinieren. Allein kannst du phasenweise sicherlich sehr produktiv lernen, der Austausch mit Mitschülern fördert aber zusätzlich das Wissen und ist ein wichtiger Ausgleich.

Achte bei der Gruppenarbeit auf die Gruppengröße: drei bis fünf Leuten sind ideal. Und seid ehrlich mit euch! Wenn du und deine Mitschüler gemeinsam nicht zielgerichtet und konzentriert arbeiten könnt, solltet ihr euch in dieser Konstellation nicht zum Lernen treffen.

Weitere Möglichkeiten für eine Gruppenarbeit:

  • Setzt euch in die Bibliothek an unterschiedliche Arbeitsplätze. Pause macht ihr zusammen und tauscht euch dabei aus.
  • Teile fachinterne Themen zwischen dir und deinen Mitschülern auf und tragt euch die Ergebnisse nach einer gewissen Vorbereitungszeit gegenseitig vor. So lernst du nicht nur für dich, gemeinsam könnt ihr noch effektiver an den Lernstoff herangehen. Außerdem sind die Vorträge gleichzeitig eine tolle Übung für die mündliche Prüfung – vor allem, wenn durch Nachfragen das Wissen getestet wird.

Hilfe zur Selbsthilfe

Viele Nachhilfe-Anbieter haben gezielte Abiturvorbereitungskurse im Programm, in denen auf deine individuellen Schwächen eingegangen wird. Günstiger sind Lern-Apps und Computerprogramme, die jedoch meist nicht mehr als digitale Karteikarten sind. Das hilft zwar dabei, Dinge zu wiederholen, wirklich ausreichend ist diese Lösung aber nicht.

Ausgezahlt haben sich Lernbücher, die speziell für das Abiturwissen konzipiert wurden. Mit oftmals interaktiven Elementen und einem überschaubaren Aufbau sind sie bestens für den Endspurt geeignet.

Die richtige Balance finden

Sicher ist: Jedes Fach verlangt nach einer eigenen Lernmethode, mit einer einzigen Strategie wirst du nicht in allen Fächern punkten.

Während du zum Beispiel für Mathematik und Biologie viel Stoff durch reines Wiederholen lernst, solltest du bei Fächern wie Deutsch oder Geschichte auf Verständnis und Kontextwissen Wert legen. Die Balance zu halten, ist nicht einfach.

Achte im Abi-Endspurt darauf, wie du deine Lernweise strukturierst. Fühlst du dich mit einem Fächer-Mix wohl, beschäftigst dich also in jeder Lernphase mit allen Fächern? Oder legst du dich pro Lernphase auf ein Fach fest und bearbeitest das jeweilige Thema umfassend? Halte dich nur nicht allzu lange mit dieser Entscheidung auf, denn es gilt die Devise: einfach mal machen!

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 09. Jan 2016 um 16:03 Uhr von tina
Großartiger Artikel, Frau Russlies! Toller Artikel... und tolle Stifte!