Social Media Bewerbung
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20.05.2016

Social Media Klappe halten

Social Media: Einfach Klappe halten!

Die wichtigsten Regeln

Es geht schnell, einfach und fast überall: einen Spruch posten, ein Foto hochladen oder einen Beitrag "liken". Dabei kann unbedachtes und falsches Verhalten in sozialen M ... mehr »

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10. Apr 2017

Frederik Töpel

Zukunftsweiser

Social Media bewerbungstauglich

Die wichtigsten Regeln für die Bewerbungsphase

Grundregeln für deine sozialen Netzwerke in der Bewerbungsphase

Regel Nr. 1: keine Profilfoto- Experimente!

Leg dir für die Bewerbungsphase halbwegs seriöse Profilfotos zu – sicher ist sicher. Niemand erwartet dabei Anzug oder Kostüm, aber lasst die Finger von Party-Pics, Comicbildchen, zu viel nackter Haut und anderen Experimenten.

Regel Nr. 2: keine Hatespeech!

Knick dir alles, was bei anderen als Beleidigung, Hasskommentar, Gewaltverherrlichung oder extreme politische Einstellung ankommen könnte. Eine unbedachte Äußerung, die du vielleicht gar nicht ernst gemeint hast, kann schnell zu einem viralen Desaster werden. Kein Unternehmen wird sich dann die Mühe mache, deine Erklärung anzuhören.


Achte auf deine Privatsphäre-Einstellungen

Nehm dir ein Stündchen, um deine Posts vor allzu neugierigen Chefs zu schützen. Vergiss bei allem nie: Du bist selbst verantwortlich für alles, was du in die digitale Welt setzt!

Schränk die Sichtbarkeit deiner künftigen und (!) alten Beiträge ein

Bei Instagram geht beides in einem Rutsch: einfach im Konto die Einstellung "Privates Konto" auswählen – ab sofort sind Fotos und Videos nur noch für Freunde sichtbar. Facebook macht es dir da etwas schwerer, hier musst du im Menüpunkt "Privatsphäre" einmal die künftigen und einmal die alten Beiträge entsprechend einschränken.

Schütz dich vor unkontrollierten Markierungen

Nicht jeder aus eurem Freundeskreis ist im Bewerbungsmodus, deshalb: Behalte dir vor, Markierungen in einem Foto oder Textbeitrag abzulehnen. Bei Facebook kannst du dies im Menüpunkt "Chronik und Markierungseinstellungen" festlegen. Bestehende Markierungen lässt du dir im "Aktivitätenprotokoll" anzeigen – und entfernst sie gegebenenfalls nachträglich. Instagram funktioniert nach dem identischen Prinzip, unter "Fotos von dir" sagst du, was erlaubt ist und was nicht.

Check deine "Gefällt mir"-­Angaben

Du hast einen, drücken wir es vorsichtig aus, speziellen Musikgeschmack oder bist parallel in zwanzig Dating-Gruppen unterwegs? Kein Problem, aber vielleicht behältst du das lieber für dich. In der oberen Leiste deines Facebook-Profils kannst du unter dem Menüpunkt "Mehr" für jeden Bereich festlegen, welche "Gefällt mir"-Angaben und Gruppenmitgliedschaften öffentlich sichtbar und welche verborgen sein sollen.

Lass dich nicht von jedem finden

Bei Facebook kannst du im Menüpunkt "Privatsphäre" das Aufspüren deines Profils über E-Mail-Adresse und Telefonnummer verhindern. Auch eine Listung deines Profils bei Suchmaschinen kannst du hier verbieten. Bei Instagram bringt dich die schon erwähnte Einstellung "Privates Konto" weitgehend unters Radar. Wichtig ist, frühzeitig aktiv zu werden: Teilweise dauert es ein bis zwei Wochen, bis Profile und Fotos aus der Google-Suche verschwinden – was übrigens auch für komplett gelöschte Profile gilt.


InfoTipps für Pros: Selbstvermarktung mit Instagram und Facebook

Du hast gar nichts zu verbergen? Und möchtest dein Social Media-Profil ganz im Gegenteil zu einer Visitenkarte machen? Umso besser! Instagram und Facebook bieten massig Chancen für eine erfolgreiche berufliche Selbstvermarktung. Hier ein paar Anregungen:

  • Bist du etwa in der Kreativbranche unterwegs, kann dein Instagram-Channel zum Schaukasten spannender Ideen werden. Ebenso sind Leistungssportler bei vielen Unternehmen gern gesehene Bewerber, weil sie als diszipliniert und zielstrebig gelten – Fotos von Training und Wettkampf können mächtig Eindruck machen und dich in die perfekte Ausgangsposition bringen. In beiden Fällen kannst du dein Instagram-Profil aktiv in die Bewerbung einbinden. Aber Vorsicht, es gilt dann das Prinzip "ganz oder gar nicht": In einem öffentlichen Instagram-Profil ist ausnahmslos jeder Post sichtbar.
     
  • Auch Facebook eignet sich zur bewussten Selbstvermarktung: Bewirbst du dich beispielsweise auf ein Praktikum im naturwissenschaftlichen Bereich und bist aufmerksamer Leser eines angesagten Branchen-Blogs, dann teile in deiner Chronik einfach spannende Blog-Beiträge. So demonstrierst du glaubwürdig dein persönliches Interesse am Fach. Auch das durchdachte Liken von Seiten und Themen kann dein Profil attraktiv machen. Aber Vorsicht: Bau keine Luftschlösser auf, die du bei Nachfragen im Bewerbungsgespräch nicht mit entsprechendem Wissen untermauern kannst – das kann schnell peinlich werden.

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