Wagnergasse Jena
Jena – eine lebenswerte Stadt für Studierende? Finde es heraus! | Foto: Daniel Hofmann
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12. Jun 2017

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Studium

Studieren und Leben in Jena: Willkommen im (Studenten-)Paradies!

Studierende prägen das Stadtbild Jenas

Reist man nach Jena, kommt man in den meisten Fällen zumindest am Bahnhof "Jena Paradies" an. Zwei Gleise verbinden die gerne als "Toskana des Ostens" bezeichnete Hochschulstadt mit dem Rest der Welt. Doch kommt man erst einmal an, will man so schnell nicht wieder weg.

Irgendwo zwischen Vergangenheit und Moderne, zwischen Natur und Technik entfaltet Jena ein ganz eigenes Stadtbild. Schlendert man durch die Innenstadt, kommt man etwa an dem historischen Hauptgebäude der Universität vorbei, das von außen und innen ein wenig an die Zauberschule Hogwarts aus "Harry Potter" erinnert. Nicht unweit entfernt steht direkt der als "Keksrolle" bezeichnete "JenTower", ein rundum verglastes Hochhaus auf dessen Dach eine Aussichtsplattform den perfekten Blick über die Stadt erlaubt. Doch nicht nur in der Architektur treffen Alt und Jung aufeinander. Denn wohin man auch in Jena blickt und wo auch immer man sich befindet, man sieht überall: Studierende.

Studis prägen diesen Winkel Thüringens wie es in kaum einer anderen Region der Fall sein dürfte. Jena ist überdurchschnittlich jung, die Bewohner haben überdurchschnittlich oft einen akademischen Abschluss. Überall wuselt es, Fahrräder eilen vorbei, gut gelaunte Gruppen strömen aus den Straßenbahnen. Autos sieht man hier nur wenige – warum auch? Alles ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder eben mit dem Rad in maximal 20 Minuten gut zu erreichen, Studierende nutzen ein kostenloses Bahnticket. Und wer sich erst einmal in Jena eingelebt hat, der entdeckt schnell kleine Abkürzungen und verwinkelte Seitenstraßen. Da kann kein Auto mithalten.


InfoDie Friedrich-Schiller-Universität Jena

  • Derzeit studieren über 18.000 Studierende, davon 2.300 internationale Studierende, an der Friedrich-Schiller-Universität (FSU)
  • 10 Fakultäten bieten rund 200 Studienmöglichkeiten von A wie Alte Geschichte bis Z wie Zahnmedizin
  • Einen Überblick über das gesamte Studienangebot gibt's unter www.uni-jena.de/Studienangebot
  • Die FSU ist keine klassische Campus-Uni, die Gebäude sind vielmehr in der gesamten Innenstadt verteilt
  • In jedem Uni-Gebäude gibt es freies W-Lan für die Studierenden, so dass Studenten eigentlich fast überall im Netz sind
  • Auffälliges "Markenzeichen" auf dem Haupt-Campus am Ernst-Abbe-Platz sind die modernen Skulpturen des Künstlers Frank Stella – liebevoll "Schrott" genannt
  • Auf dem YouTube-Kanal der Uni Jena findest du Videos mit Tipps zum Semesterbeginn wie dieses hier:


Eine lebendige Studentenkultur

Frauke Campusradio Jena"Die Stadt hat einfach eine super Größe", findet auch Frauke. Die 25-Jährige ist Chefredakteurin beim Campusradio und zum Studieren aus Bremen nach Jena gezogen. "Man kann in zehn Minuten durch die Innenstadt gehen, und da der Campus über die ganze Uni verteilt ist, ist mein Fußweg eigentlich nie länger als fünf Minuten". Eingeschrieben hatte sich Frauke, ohne die Stadt überhaupt zu kennen, das Studienangebot überzeugte: "Den Studiengang 'Kunstgeschichte & Filmwissenschaft' gibt es nur einmal in ganz Deutschland, und zwar an der Friedrich-Schiller-Universität. Das war anfangs für mich das Hauptargument für den Umzug. Doch mittlerweile gefällt mir Jena richtig gut."

Fünf Stunden senden Frauke und die ca. 20 Redaktionsmitglieder täglich. Das Team ist bunt gemischt und setzt sich aus Studierenden sowohl der Universität als auch der Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) zusammen. In Jena ist es nichts Ungewöhnliches, dass sich Studierende in ihrer Freizeit engagieren – ob nun auf dem Campus, in Studentenklubs wie dem Rosenkeller oder in gemeinnützigen Vereinen. Hier gilt das Motto: Ohne Studenten keine lebendige Studentenkultur, keine Studentenkultur ohne engagierte Studenten".

Auch Lenny unterstützt ein studentisches Projekt: "Bands privat" veranstaltet kleine Wohnzimmerkonzerte. "In Jena passiert einfach viel im privaten Bereich. Bei uns gibt es keine große Partyszene wie in Berlin. Dafür trifft man sich am Wochenende auf dem Balkon oder im Park mit Freunden zum Grillen."

Studieren an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Wie Frauke und viele andere Studierende kommt Lenny nicht gebürtig aus Thüringen. Er ist in Tübingen zur Schule gegangen und hat sich aus verschiedenen Gründen für ein Studium an der EAH Jena entschieden: "Die Carl Zeiss GmbH hat ihren Sitz hier, das eröffnet für mich als Hobby-Fotografen und Elektrotechnik-Studenten spannende Berufsperspektiven. Außerdem hat meine Oma im Zug Werbung für die EAH gesehen. Ich habe mir das Studienangebot dann näher angesehen und mich für Jena entschieden", erzählt er grinsend.

1991 ist die Ernst-Abbe-Hochschule Jena in ehemalige und komplett sanierte Gebäude des Zeiss-Werks eingezogen, noch heute bietet das Technik-Unternehmen als direkter Nachbar der EAH Studierenden Praktika und Nebenjobs an. Aktuell studieren knapp 4.500 Studis hier, aufgeteilt in 24 Bachelor- und 21 Masterstudiengänge. Das Studienangebot ist vielfältig von Augenoptik über Physiotherapie bis hin zu Umwelttechnik ist vieles vertreten.

So kann sich auch Lenny sehr gut vorstellen auch seinen Master in Jena zu machen: "Ich genieße es, dass alles etwas kleiner und ruhiger ist. Und dass wir Studenten wirklich das Stadtleben prägen. Wenn Prüfungsphase ist, dann ist die ganze Stadt schlecht drauf", lacht der 23-Jährige. "Jena ist einfach klein, fein und man kann schön wandern."

Tipp: Rechtzeitig auf Wohnungssuche gehen

Lenny Elektrotechnik EAH JenaEinen Tipp hat der Elektrotechniker allerdings für alle Studieninteressierten:"Geht rechtzeitig auf Wohnungssuche!" Mitten in der Natur gelegen befindet sich Jena wie in einem Kessel eingerahmt von Bergen, Hügeln und Wäldern. Die Stadt kann sich daher kaum ausbreiten, da kann der Wohnraum schon einmal knapp werden."Wenn man aber frühzeitig mit der Suche beginnt und einschlägige Internetseiten im Auge behält, dann findet man aber schon einiges".

Wer dennoch nicht fündig wird, der kann auch auf die umliegenden Städte ausweichen. Aus Erfurt ist man in 30 Minuten in Jena, aus Weimar in 15 Minuten. Und Studierende fahren auch aus der Umgebung kostenlos mit Bus und Bahn an.

Jena ist international!

Einen um einiges weiteren Umzug hat Isabella hinter sich: Die 29-Jährige ist aus der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro nach Jena gezogen. Gab’s da keinen Kulturschock? "Nein, die Stadt ist perfekt für mich. Natürlich sind die Winter etwas gewöhnungsbedürftig, doch ich finde es toll, wenn es auch kältere Tage gibt."

Isabella Leibniz-Institut JenaIsabella wird in den nächsten vier Jahren für ihren PhD, ihren Doktortitel, am Leibniz-Institut forschen, das sich unweit der EAH auf dem Beutenberg Campus befindet. Neben dem Leibniz-Institut ist hier u.a. auch Forschungsbereiche des Max-Planck-Instituts oder des Universitätsklinikums beheimatet. Damit gehört der Beutenberg Campus zu den wichtigsten Standorten für Wissenschaft und Forschung in der Region.

Diese geballte Forschungskompetenz hat auch Isabella beeindruckt: "Für mich war klar, dass ich nach meinen Master ins Ausland wollte. Ich habe mich bei vielen Instituten beworben und mich dann letztendlich für Jena entschieden. Ich forsche im Bereich Neurowissenschaften und Altersforschung. Das Leibniz-Institut hat sich genau darauf spezialisiert."

Isabella arbeitet mit Menschen aus 12 Nationen zusammen – Jena legt viel Wert auf Internationalität und bietet ausländischen Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern ein vielseitiges Angebot und ausgezeichnete Betreuung. So gibt es etwa einen regelmäßigen Erasmus-Stammtisch mit großer Beteiligung. Dadurch fiel es auch Isabella einfach, Anschluss zu finden. "Ich habe schon viele Freunde gefunden. Einmal habe ich zwei Frauen dadurch kennengelernt, dass ich auf dem Weihnachtsmarkt portugiesisch gesprochen habe. Ich lerne auch gerade Deutsch. Das ist keine einfache Sprache – was das Lernen aber einfacher macht: Ich kann einfach rausgehen und mit den Menschen reden. Alle sind sehr hilfsbereit."

Einfach paradiesisch

Will sich Isabella eine Auszeit gönnen geht sie – wie alle Bewohner Jenas – in den Paradiespark, das grüne Herz der Stadt. Um die Herkunft des Namens ranken sich allerlei Geschichten. In der Touristen-Information Jenas erzählt man, dass dieser Bereich außerhalb der Stadtmauer als paradiesisch galt, weil man hier nicht unter der Beobachtung der Stadtherren stand.

Märchenbrunnen Paradiespark Jena

Sebastian dagegen hat gehört, dass der Dichter Johann Wolfgang Goethe hier vor lauter Begeisterung ausgerufen hat: "Das ist ja einfach paradiesisch!" Der 25-jährige Student arbeitet als "Campus-Spezialist" an der Friedrich-Schiller-Universität und organisiert u.a. für Schulklassen Führungen durch die Stadt und über den Campus. So kann er auch zu vielen Sehenswürdigkeiten Jenas einiges erzählen: "Auf dem Marktplatz steht eine Bronzestatue des Universitätsgründers Johann Friedrich I. von Sachsen, der in einer Hand ein Buch, in der anderen Hand ein Schwert hält. Wer aus Versehen auf der Seite mit dem Schwert vorbeiläuft, wird mit Prüfungspech bestraft. Um sich davon zu befreien, muss man nackt um die Skulptur rennen".

Auch durch das Johannestor mitten in der Innenstadt sollte man als Studierender nicht gehen, will man seine Klausuren bestehen. "Es ist wirklich verrückt, alle halten sich daran – du wirst nie einen jungen Menschen durch dieses Tor gehen sehen", so Sebastian.

Die Highlights: Sport und Kultur!

Sebastian Campus-Spezialist JenaNeben solchen historischen Plätzen gibt es laut Sebastian vor allem zwei Dinge in Jena zu entdecken: Sport und Kultur! 450 Sportkurse werden jede Woche im Hochschulsport angeboten – von Bouldern über Taebo bis hin zu Rugby ist dabei alles geboten. Und die Sportler haben Erfolg: Speerwurf-Olympia-Sieger Thomas Röhler hat in Jena an der Uni studiert, ebenso sind viele Spielerinnen des Fußballvereins USV Jena aus der 1. Liga Studentinnen. Wer sportlich aktiv werden will, wird in Jena an fast jeder Ecke fündig.

"Wenn man will, ist hier jeden Tag etwas los", so Sebastian, der Politik, Sozialkunde, Philosophie und Sport auf Lehramt am Gymnasium studiert. Nebenbei kellnert er noch im studentisch geführten Rosenkeller und auf Open Air-Veranstaltungen. "Die Kulturarena am Theaterhaus ist definitiv das Highlight des Sommers. Sechs bis acht Wochen lang gibt es hier jeden Tag Konzerte und Kultur. So viel kann man gar nicht gucken."

Auch den Rest des Jahres schlummern in jeder Ecke Jenas kleine Hot Spots: Sei es ein Singer-/Songwriter-Abend im Irish Pub, eine Nacht im Club "Kassablanca Gleis 1" oder eine Portion Pommes beim fast schon legendären "Fritz Mitte".

Der Blick über die Dächer Jenas

Wer dem ganzen Uni-Stress entfliehen will und Ruhe sucht, der besteigt meist den 277 Meter hohen Landgrafen – den "Balkon Jenas". Zu Fuß erreicht man den Aussichtspunkt mitten im Grünen über einen Wanderweg. Kaum 10 Minuten von dem Trubel der Innenstadt entfernt steht man so über den Dächern Jenas und genießt einen atemberaubenden Blick auf die Region.

Aussicht Landgrafen

Jena zeigt sich aus dieser Perspektive noch einmal von seiner schönsten Seite: So groß, aber doch so familiär. Eine kleine Metropole, eingerahmt von sattem Grün. Wenn dann die Sonne über den Gipfeln untergeht und sich die Nacht über die Stadt legt, ist man sich plötzlich ganz sicher: Ja, Jena ist ein kleines Paradies. Nicht nur, aber vor allem auch für Studenten.


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