Sporteignungsprüfung Studium
Vorbereitung ist alles! Mach dich fit für den Eignungstest. | Foto: Pexels
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06. Jul 2018

Elena Weber

Studium

Sporteignungstest: Vorbereitung ist alles

Im Eignungstest musst deine Leistungsfähigkeit beweisen

Wer Sport studieren will, muss sportlich sein. Einmal die Woche joggen oder hin und wieder ins Fitnessstudio gehen, sind dafür bei weitem nicht genug. Denn die Anforderungen an angehende Sportstudenten sind hoch, ebenso die Durchfallquote beim Sporteignungstest. Sie liegt bei 50 bis 60 Prozent.

Die Sporteignungsprüfung dient dazu, die sportmotorische Leistungsfähigkeit der Studienbewerber zu prüfen. So soll sichergestellt werden, dass du die körperlichen Voraussetzungen für ein Sportstudium besitzt. Getestet werden dabei vor allem Kraft, Ausdauer, Koordinationsfähigkeit, Beweglichkeit und Schnelligkeit.

Unterschiedliche Anforderungen

Die Leistungsanforderungen der Sporteignungsprüfung sind an jeder Hochschule verschieden. Der Test besteht in der Regel aus zehn bis 20 Einzelprüfungen, in denen du in den unterschiedlichsten Disziplinen getestet wirst. Meist darfst du nur eine einzige davon nicht bestehen. Schaffst du auch eine zweite Disziplin nicht, ist der Test für dich sofort zu Ende und du kannst nach Hause fahren.

Einige Hochschulen, wie etwa die Sporthochschule Köln, haben einen so guten Ruf und so viele Bewerber, dass eine bestandene Aufnahmeprüfung allein nicht ausreicht (obwohl das doch eigentlich schon eine echte Leistung ist, oder?). Dort entscheidet zusätzlich dein NC. Grundsätzlich gibt es in Deutschland aber genug zulassungsfreie Sportstudiengänge.

Auf die Sekunde genau

Doch zurück zum berüchtigten Eignungstest. Die Sportarten, in denen du getestet wirst, setzen sich in der Regel aus den Bereichen Leichtathletik, Turnen, Mannschaftssport und Rückschlagspiele zusammen. Die Anforderungen und Zeiten, die du erreichen musst, sind auf die Sekunde genau festgelegt. Wer etwa in Köln Sport studieren will, muss 100 Meter in 13,4 Sekunden (Frauen 15,5 Sekunden) laufen.

Die Prüfungen finden übrigens immer an einem bestimmten Termin statt – also unbedingt die Fristen beachten!

Du musst alles geben

Worauf du dich auf jeden Fall einstellen musst: Alle Disziplinen werden nacheinander geprüft, Verschnaufpausen sind meist kurz und du musst immer alles geben. Klar, dass das extrem anstrengend ist, wenn du schon Sprinten, Tennis und Kugelstoßen hinter dir hast und dann noch Brustschwimmen, Kraulen und 20 Meter tauchen musst.

Deswegen gilt: Du solltest nicht unvorbereitet in diese Prüfung gehen. Selbst wenn du viel Sport machst, lohnt es sich, die geforderten Disziplinen vorher zu üben. Denk daran, dass auch Tagesverfassung und Nervosität eine Rolle spielen.

Erstelle dir einen Trainingsplan

Es empfiehlt sich, einen Trainingsplan zu erstellen und genügend Vorbereitungszeit einzuplanen. Denn nur, weil du ein klasse Handballer bist, heißt das nicht, dass du auch super am Pferd turnen kannst. Einige Sportarten wirst du neu erlernen müssen. An der Uni Hamburg musst du zum Beispiel deine Fertigkeiten als Jongleur unter Beweis stellen sowie deine Fähigkeiten auf Inlineskates.

Mindestens ein halbes Jahr vor der Eignungsprüfung solltest du mit dem Training beginnen. So kann sich dein Leistungsniveau stabilisieren und du gewinnst an Sicherheit. Außerdem sollte dein Trainingsplan Kraft und Ausdauer ebenso berücksichtigen wie Koordination und Technik. Doch bei allem Ehrgeiz: Gönn deinem Körper auch mal einen Ruhetag. Um leistungsfähig zu bleiben, braucht er Zeit zur Regeneration.

Die richtige Ernährung unterstützt dein Training

Deine Ernährung kann dir helfen, deine Leistungsfähigkeit zu verbessern. Lebensmittel mit vielen Kohlenhydraten, wie Kartoffeln, Reis, Haferflocken oder Vollkornprodukte versorgen dich mit Energie für dein Training. Proteinhaltige Lebensmittel wie Hülsenfrüchte oder Fleisch fördern den Muskelaufbau. Als Getränke eignen sich vor allem stilles Wasser, isotonische Drinks oder Fruchtsäfte ohne künstlichen Zuckerzusatz.

Beim Sporteignungstest: Nerven behalten!

Neben dem körperlichen Training solltest du auch die psychische Vorbereitung nicht unterschätzen. Denn egal wie fit du bist: Der Druck zerrt an den Nerven. Halte dir deswegen immer dein Ziel vor Augen und versuche, den Stress nicht als Belastung, sondern als Herausforderung zu sehen. Außerdem solltest du die Pausen zur Entspannung nutzen, indem du Musik hörst oder ein paar Entspannungstechniken machst.

Um eine Vorstellung von dem zu bekommen, was dich am Prüfungstag erwartet, solltest du dich mit dem Ablauf des Eignungstests vertraut machen. Viele Schulen veröffentlichen einige Wochen vorher einen Ablaufplan des Prüfungstages. In der Regel beginnt die Prüfung um 7:30 Uhr und endet zwischen 17 und 18 Uhr.

Das nötige Wissen und die richtige Ausstattung

Jede Sportart hat ihre eigenen Regeln. Um sie erfolgreich ausüben zu können, solltest du wissen, was erlaubt ist und was nicht. Vor allem bei den Mannschaftssportarten ist ein regelgerechtes Spielverhalten gefordert. Bei Nichtbeachten kann die Prüfung als "nicht bestanden" gewertet werden.

Die angemessene Sportkleidung, warme Sachen zum Überziehen für die Pausen, Handtuch und Badeschlappen gehören am Prüfungstag ebenso in deine Sporttasche wie wichtige Dokumente. Deinen Personalausweis, eine ärztliche Bescheinigung, die nicht älter ist als drei Monate, und ein Passbild musst du auch dabei haben. Manche Hochschulen verlangen zudem einen Beleg über die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs oder andere Qualifikationen.

Wichtig für zwischendurch: die richtigen Snacks. Der Prüfungstag ist lang und anstrengend. Pack dir auf jeden Fall Snacks für die Pausen ein, etwa Bananen, Äpfel, Müsliriegel oder Vollkornbrot. Und nimm unbedingt ausreichend Wasser mit.

Wenn du diese Tipps beherzigst, bestehst du zwar nicht automatisch die Prüfung, bist aber gut gewappnet und kannst auf jeden Fall mit einem sicheren Gefühl in den Eignungstest gehen. Und das ist in einer Prüfungssituation schon jede Menge wert.

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