Studiengänge Gesundheit
Ihr Wissen können die Studierenden früh praktisch anwenden | Foto: Thinkstock/Jacob Ammentorp Lund
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11. Aug 2017

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Studium

Gesundheit und Diversity studieren

Zwei Studiengänge für eine vielfaltsorientierte Gesundheitsversorgung

Es ist Zeit für Veränderung!

Unsere Gesellschaft befindet sich in einem stetigen Wandel. Stillstand gibt es nicht, und die Fähigkeit, sich auf Veränderung einzustellen und in der gesundheitlichen Versorgung eben nicht primär vom Durchschnittsbürger auszugehen, sondern Menschen mit verschiedenen Bedarfen, Bedürfnissen aber auch Ressourcen in den Blick zu nehmen, ist heute wichtiger, denn je. Hierfür sind das Empowerment bestimmter Zielgruppen und die Arbeit an Strukturen im Gesundheitssystem entscheidend. Und genau hier setzt die Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum an.

Claudia Schmidt hsg"Studien belegen, dass nicht alle gesellschaftlichen Zielgruppen gleichermaßen gut von Gesundheitsangeboten erreicht werden", erklärt Claudia Schmidt, Studiengangkoordinatorin an der hsg. "Das ist ein Grund, warum es soziale Ungleichheit bei Gesundheit gibt."

Es war also an der Zeit, sich mit Experten aus den Bereichen Gesundheitspolitik, Wissenschaft und Praxis zusammenzusetzen und einen Studiengang zu entwickeln, der sich mit gesundheitlicher Ungleichheit, der Erreichbarkeit und Beratung bestimmter Zielgruppen und der Inanspruchnahme gesundheitlicher Versorgung befasst.

Entstanden ist so der Bachelorstudiengang "Gesundheit und Diversity", der seit dem Wintersemester 2014/15 an der hsg studiert werden kann.

Einzigartig: Bachelor Gesundheit und Diversity

Das besondere an "Gesundheit und Diversity", auch im Vergleich zu anderen sozialen Studiengängen? "Wer Gesundheitswissenschaften studiert, erlangt viel Wissen in diesem Bereich. Wer sich in der Sozialpädagogik oder Sozialarbeit ausbilden lässt, erfährt viel über Förderung von potenziell benachteiligten Gruppen", fasst Claudia Schmidt zusammen. "Unser Studiengang aber vereint nun Diversity, die sozialwissenschaftliche Perspektive und gesundheitswissenschaftliche Aspekte", so Schmidt. "Das ist neu und wie viele innovative Studiengänge der hsg einzigartig in Deutschland."

Helfen, unterstützen und mit Fachkompetenz beraten

Mira Röhl hsgDass im Studiengang "Gesundheit und Diversity" Fachwissen aus dem Bereich Gesundheit – dazu gehören auch medizinische Grundlagen – mit Elementen aus dem sozialen Bereich kombiniert werden, hat auch Studentin Mira dazu bewegt, sich an der hsg zu bewerben.

"Mein Wunsch, dieses Fach zu studieren, gründet auf meiner beruflichen Tätigkeit als Gymnastiklehrerin," sagt die 31-Jährige. "Ich habe außerhalb meiner üblichen Aufgaben die Menschen in den Studios beraten, wenn es um Gesundheitsfragen, Probleme mit Anträgen, Ämtern oder Ärzten ging" so Mira. "Bis jetzt fehlte mir die nötige Fachkompetenz, weitreichend zu helfen und zu unterstützen. Und mir fehlte ein Fuß in dem Netzwerk."

Wichtig: Networking...

Gerade darauf, sich ein Netzwerk aufzubauen, wird bei "Gesundheit und Diversity" besonders großen Wert gelegt. Nicht zuletzt, weil der Studiengang brandneu ist und es erst in diesem Jahr die ersten Absolventen geben wird, gehört es hier mit dazu, sich bei möglichen Arbeitgebern, wie zum Beispiel Krankenkassen, Gesundheitsämtern oder Beratungsstellen, auf das Radar zu bringen: "Die Studierenden sollen sich während ihres Studiums über Praktika vernetzen, Kontakt zu möglichen späteren Arbeitgebern haben und sich so auf den Berufseinstieg vorbereiten", betont Claudia Schmidt. "Bereits in den ersten vier Semestern sind daher kurze Praxisphasen integriert, die thematisch in ein Modul eingebettet sind", erklärt die Studiengangkoordinatorin. "Im fünften Semester folgt dann ein Praxissemester im Umfang von 12 Wochen. Das ist darauf ausgelegt, sich mit Blick auf den Abschluss tiefgehend zu orientieren."

...und praktische Erfahrungen sammeln!

Melisa Benlisi hsgFür manche der Studierenden führt die Idee des Vernetzens sogar schon während des Studiums zu einem (Neben-)Job: "Ich habe mein erstes Praktikum in einer Grundschule mit Förderschwerpunkt absolviert, um mehr über Diversity zu lernen", berichtet Melisa (21), die aktuell im zweiten Semester "Gesundheit und Diversity" studiert. "Und nun arbeite ich tatsächlich weiterhin in der Grundschule als Klassenassistentin neben dem Studium."

Die Praxis kommt also nicht zu kurz und wer möchte, kann das 12-wöchige Praktikum gegen Ende des Bachelors sogar im Ausland absolvieren. Und nach dem Bachelor? "Über meinen Master mache ich mir gerade noch keine Gedanken", sagt Melisa. "Ich bin mir aber sicher, dass der Masterstudiengang 'Gesundheit und Diversity in der Arbeit' sehr interessant ist."

Neuer Master: Gesundheit und Diversity in der Arbeit

In dem neuen Master "Gesundheit und Diversity in der Arbeit", der im kommenden Wintersemester erstmals an der hsg startet, wird konsequent weitergedacht, was im Bachelor "Gesundheit und Diversity" bereits angelegt ist.

Nadine Naurath hsg"Unsere Marktanalyse zeigt, dass es immer mehr Bedarf an Experten und Expertinnen gibt, die sich mit dem Themenbereich Gesundheit und Diversity in der Arbeit auseinandersetzen", erklärt Nadine Naurath, die den Studiengang betreut. In dem Masterstudiengang wird es nach Naurath um Fragen gehen, wie: Wie kann ich als Unternehmen meine Mitarbeiter/innen lange gesund halten? Welche neuen Belastungen entstehen infolge neuer Arbeitsbedingungen infolge von Mobilisierung und Digitalisierung? Wie kann man Menschen, die aus verschiedenen Gründen aus der Arbeitswelt ausgeschieden sind, wieder integrieren?

Der Masterstudiengang "Gesundheit und Diversity in der Arbeit" wird einen größeren Praxisteil beinhalten. In einem Zeitraum von vier Monaten haben die Studierenden dabei die Möglichkeit, ein anwendungsbezogenes Forschungsprojekt durchzuführen. Der Master wird ab dem kommenden Wintersemester in einer Teilzeitvariante und ab dem Wintersemester 18/19 zusätzlich in einer Vollzeitvariante angeboten und soll das Profil der Hochschule erweitern.

Gesundheit und Diversity in der Arbeit


info hsgIm Überblick: Was du über "Gesundheit und Diversity" wissen musst!

Worum geht’s?

Melisa: "Um Gesundheit, zum einen: Seien es die Gesundheitswissenschaften, medizinische Grundlagen oder sozialmedizinische Grundlagen. Wir lernen außerdem unheimlich viel über die fünf Säulen der Sozialversicherung – insbesondere über die Krankenversicherung. Zum anderen liegt das Augenmerk auf den Beratungskompetenzen, damit wir in der späteren Arbeitswelt auch in Beratungsstellen arbeiten können. Und natürlich wird auch ein Schwerpunkt auf Diversity gelegt: Unter Diversitätsmerkmalen versteht man Alter, Geschlecht, Ethnizität, Religion, sozioökonomischer Status, etc."

Was ist die Herausforderung am Studium?

Melisa: "Die größte Herausforderung im Studium ist, dass es nicht immer leicht ist, Uni, Nebenjob und Freunde unter einen Hut zu bringen. Ein Studium kostet nun mal Zeit. Als Studieninteressierter sollte man also definitiv Selbstdisziplin mitbringen."

Was gefällt dir am Studium besonders?

Mira: "Mir gefällt an dem Studium besonders die Interdisziplinäre Herangehensweise und der starke Bezug zur Praxis. Wir sind durch unsere Dozenten sehr gut betreut und werden immer wieder für verschiedene Themen und Projekte motiviert."

Für wen ist der Studiengang "Gesundheit und Diversity" nicht geeignet?

Mira: "Ich denke dass Menschen die kein Interesse an Diversität und dem menschlichen Wohlergehen haben, in dem Studiengang nicht gut aufgehoben sind."


info gesundheit diversityIm Überblick: Was du über "Gesundheit und Diversity in der Arbeit" wissen musst!

Welche beruflichen Möglichkeiten eröffnet mir der Master?

Nadine Naurath: "Ein Ziel ist, dass die Absolvent/innen später in privatwirtschaftlichen Unternehmen arbeiten. Hier gibt es bereits eigene Abteilungen, die sich hauptsächlich mit dem Thema Gesundheit beschäftigen, etwa mit der betrieblichen Gesundheitsförderung oder z.B. mit den Themen Diversity Management, Inklusion oder Wiedereingliederung. Die Absolvent/innen können aber auch in der Wissenschaft bleiben und ein Promotionsstudium anschließen. Außerdem ist der Einstieg in Krankenkassen oder bei  Sozialversicherungen eine Option."

Wer kann sich für den Master einschreiben?

Nadine Naurath: "Wir haben die Zulassungsvoraussetzungen bewusst sehr offen gehalten: Einzige Bedingungen sind ein erster berufsqualifizierender Abschluss (z.B. Bachelor, Diplom, Magister) und erste Kenntnisse im Bereich  Forschungsmethodik."

Wie viele Studienplätze werden zur Verfügung stehen?

Nadine Naurath: "Der Master in der Teilzeitvariante richtet sich in erster Linie an bereits Berufstätige und an Menschen, die neben dem Studium  privaten Verpflichtungen – wie etwa im Pflegebereich oder im Bereich der Kinderbetreuung – nachkommen müssen. Es stehen 30 Plätze zur Verfügung. Ab dem Wintersemester 18/19 kommen noch einmal 30 Plätze für die Vollzeitvariante hinzu."

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