E-Commerce
2018 wurden etwa 53 Milliarden Euro durch Onlinehandel umgesetzt. | Foto: Zinkevych/GettyImages
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17. Sep 2019

Sandra Ruppel

Studium

E-Commerce Definition

E-Commerce: Was ist das eigentlich?

"Möchten Sie diesen Artikel in den Warenkorb legen?" Yes, please! Und dann ab zur Kasse, mit ein paar Klicks bezahlen und das Paket an der eigenen Haustür entgegennehmen: Auch wenn "E-Commerce" irgendwie abstrakt klingt, wer schon mal was bei Zalando, Amazon & Co. bestellt oder etwas bei E-Bay verkauft hat, hatte auch schon mal was mit E-Commerce zu tun. Der Begriff steht für "Electronic Commerce", "Onlinehandel" oder auch "Handel im Internet" und bezieht sich auf das Verkaufen und Kaufen von Dingen übers Internet. Auch Dienstleistungen wie etwa Onlinebanking, die übers Netz abgewickelt werden, zählen dazu.


Inhaltsverzeichnis

  1. E-Commerce Definition
  2. Ist Onlinehandel zukunftsfähig?
  3. Entwicklung E-Commerce
  4. Einstieg in den Onlinehandel

E-Commerce Definition: Diese Merkmale sind wichtig

Beim E-Commerce – oder auch Onlinehandel – geht es aber nicht nur darum, dass wir als User Bücher, Klamotten oder Konzerttickets in den Onlineshops bestimmter Anbieter oder über Marketplace-Plattformen wie Amazon und Ebay shoppen (und teilweise verkaufen). Sondern zum Onlinehandel gehören auch alle Prozesse, die dazu führen, dass ein Kauf überhaupt zustande kommt. Und alle Prozesse, die dafür sorgen, dass der Kauf bis zum Ende abgewickelt wird, sodass wir letzten Endes unsere Bestellung auch wirklich in den Händen halten.

Das bedeutet, auch Marketing – also Werbung – ist ein wichtiger Bestandteil vom E-Commerce. Irgendwie müssen wir als Shopper schließlich auf Produkte in einem bestimmten Onlineshop aufmerksam werden. Und auch die Logistik will sichergestellt sein: Sind die Artikel, die im Shop angeboten werden, auch im Lager vorhanden? Wie schnell können sie dort verpackt, verschickt und ausgeliefert werden? Und was passiert, wenn doch mal was schiefgegangen ist? Was leistet in so einem Fall der Kundenservice?

Dass diese Abläufe bestens aufeinander abgestimmt sind und reibungslos funktionieren, ist entscheidend beim E-Commerce. Es ist ein Teilbereich des E-Business, also des Electronic Business und mit diesem dicht verzahnt. Denn beim E-Business ist genau das Ziel: Dass alle Prozesse möglichst effizient und automatisiert ablaufen. Ein Beispiel für so einen automatisierten Ablauf: Die Bestätigungsmail, die an uns rausgeht, wenn wir die Bestellung aufgegeben haben. Sie signalisiert uns, dass mit unserem Auftrag alles geklappt hat und unser Paket auf dem Weg ist.

Ein weiteres wichtiges Merkmal des E-Commerce ist außerdem, dass wir als Kunden – anders als im Laden – keinen direkten Kontakt zu Verkäufern haben. Das bedeutet auch, dass sich beim Onlinehandel die Personalkosten reduzieren und die Verkaufsprozesse beschleunigt und optimiert werden.

Onlinehandel: Schnell, flexibel, zukunftsfähig?

Wer online shoppt, kann in der größten Metropole oder auch dem kleinsten Dorf wohnen: Die Produkte kommen direkt zu uns. Ob man nun einen Elektromarkt oder Fashionstore in der Nähe hat, oder nicht. Das schafft Unabhängigkeit und Flexibilität für uns als User, außerdem wird es leichter, Preise und Angebote miteinander zu vergleichen. Hinzu kommt auch: Onlineshopping ist ziemlich bequem – zumindest für den Shoppenden.

Und obwohl die Lage und Bezahlung der Lieferanten sich verbessern muss, der CO2-Verbrauch je nach Produkt problematisch sein kann und vor allem der Verpackungsmüll, der beim Online-Shopping entsteht, kritisch betrachtet werden sollte, bestellen mehr und mehr Menschen online. Allein im Jahr 2018 haben laut einer Umfrage von Bitkom 80 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren etwas im Netz bestellt. Umgerechnet entspricht das 56 Millionen Menschen, die innerhalb von 12 Monaten online geshoppt haben.

Laut Zahlen des Statistik-Portals Statista wurden 2018 außerdem gut 53 Milliarden Euro im Bereich E-Commerce umgesetzt. Die Gewinnprognose für 2019 sieht noch besser aus: Gerechnet wird mit einem Umsatz von rund 58 Milliarden Euro durch den Onlinehandel. Die Berechnung ist nicht unwahrscheinlich, denn seit 1999 steigt der Umsatz im Bereich E-Commerce mit jedem Jahr stetig an.


Wie wir shoppen und es 2019 im E-Commerce aussieht? Unsere Grafik verrät es dir!

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E-Commerce: Was erwartet uns?

Es wird deutlich: E-Commerce ist bereits ein enorm bedeutsamer Bereich, wird aber wohl in den nächsten Jahren noch an Wichtigkeit dazu gewinnen. Das wiederum bringt mit sich, dass neue Herausforderungen auf den Onlinehandel zukommen. Zum einen werden sicherlich Lösungen gefunden werden müssen, um den Verpackungsmüll zu reduzieren und das Klima zu schonen – wobei es nach einer Auswertung des Öko-Instituts sogar jetzt schon unter bestimmten Voraussetzungen klimafreundlicher sein kann, zu bestellen, statt zum Shoppen in die Stadt zu fahren. Allerdings, so auch das Wissensportal Quarks, kommt es dabei sehr auf das Produkt an, dessen Größe, und ob man es wieder zurückschickt.

Eine weitere Herausforderung liegt in unserer Erwartung als Nutzer: Denn wer online shoppt, möchte die bestmögliche Erfahrung dabei haben. Das Einkaufserlebnis sollte möglichst individuell auf uns abgestimmt sein, das Marketing auf uns zugeschnitten, damit wir Produkte vorgeschlagen bekommen, die uns auch tatsächlich interessieren. Dass wir die Produkte nicht anfassen und Klamotten oder Schuhe nicht anprobieren können, muss durch bessere Darstellungsmöglichkeiten ausgeglichen werden: Sei es durch immer genauere Größentabellen, sei es durch hochauflösende Bilder und Videos, in die man hineinzoomen kann und die eine 360 Grad-Ansicht bieten oder sei es sogar durch Virtual Reality.

IKEA etwa hat bereits Ende 2017 eine App auf den Markt gebracht, die es möglich macht, eine große Auswahl an Möbeln, Deko-Gegenständen und Farben in 3D im eigenen Wohnzimmer entstehen zu lassen und alle Kunden so bei der Auswahl der Produkte optimal zu unterstützen.

Wie steigt man in den Bereich Onlinehandel ein?

Einsteigen kannst du durch eine Ausbildung oder ein Studium, wobei beides noch relativ neu ist. Die Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann und der E-Commerce-Kauffrau gibt es erst seit 2018. Sie dauert in der Regel drei Jahre und du lernst hier, wie du einen Online-Shop aufbaust, welche Produkte bei welcher Zielgruppe gut ankommen und was dementsprechend über den Shop angeboten werden sollte. Marketing ist ein wichtiger Inhalt der Ausbildung und auch Buchhaltung und das Erstellen von Angeboten gehört mit dazu.

Ein E-Commerce-Studium ist an verschiedenen Unis möglich, sowohl staatliche als auch private Hochschulen bieten Studiengänge im E-Commerce an. Du kannst damit rechnen, dass viel Wert auf einen hohen Praxisanteil gelegt wird, damit du die Inhalte aus dem Studium direkt anwenden kannst. Neben Mathe, Statistik und Englisch wird auch Shop-Management und Marketing erwarten. Je nach Uni dauert der Bachelor 6-7 Semester, der Master dann nochmal 3-4 Semester.

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