Duales Studium Sport
Sprint zwischen Studium und Sport | Foto: Foto: Thinkstock/lzf
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01. Feb 2013

Simone Ackfeld

Studium

Duales Studium für Sportler

-ARCHIV-

Gemischtes Doppel

Staffel-Europameister & Fitnessökonom

Rouven Christ, unter anderem Junioren-Europameister (4x100-Meter-Staffel) und "Bachelor of Arts" in Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement  in Saarbrücken (DHfPG):

"Die Vorteile des dualen Studiums liegen in der praktischen Umsetzung des Erlernten in Beruf und Sport, der Vereinbarkeit mit dem Leistungssport sowie in der finanziellen Entlastung durch die Azubivergütung. Dabei ist der Arbeitsalltag im Betrieb ein guter Trainingsausgleich. Die Kombination von Fernstudium und Präsenzphasen, neben der betrieblichen Ausbildung Teil des dualen Studiums an der DHfPG, vermeidet lange Trainingsausfälle. Die Studieninhalte helfen mir, die Trainingsinhalte, meine Ernährung und meinen physiologische Zustand besser zu verstehen und zu optimieren. Mit dem saarländischen Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport habe ich einen Ausbildungsbetrieb gefunden, der mich bei meinem Sport unterstützt genauso wie bei meinem beruflichen Weiterkommen. Für mich ist das Studium die perfekte Kombination."


Triathletin & Fitnessökonomin

Rebecca Robisch, unter anderem deutsche Meisterin (Triathlon), angehender "Bachelor of Arts" in Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken:

"Da ich in der Sportfördergruppe der Bundeswehr bin und täglich fünf bis sechs Stunden Training absolviere, kam für mich ein Vollzeitstudium nicht in Frage. Beim dualen Studium an der Deutschen Hochschule ist hingegen alles strukturiert und ich kann mir den Stoff gut einteilen. Dabei wohne, studiere und arbeite ich am Olympiastützpunkt Rheinland-Pfalz/Saarland, wodurch ich sehr kurze Wege habe.

Fitnessökonomie fand ich als Studiengang am interessantesten, da neben den sportwissenschaftlichen Elementen eben auch die Betriebswirtschaftslehre eingehend behandelt wird. Im Hinblick auf mein Vorhaben, mich später selbstständig zu machen, ist ökonomisches Fachwissen hilfreich. Inhaltlich kann ich gerade in den Themengebieten Trainingsplanung und Ernährung vieles gut nachvollziehen und in mein eigenes Training einbinden."


Golfspielerin & Bürokommunikationskauffrau

Jana Niedballa (19), junges Golftalent vom Golfclub Ahrensburg, studiert im zweiten Semester Business Administration über die Hessische Berufsakademie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main. Im Frankfurter Golf Club absolviert sie ihre Ausbildung zur Bürokommunikationskauffrau:

"Ich habe mich für ein duales Studium entschieden, da ich es als sehr sinnvolle Alternative zu einem normalen Studium sehe. Ich finde es klasse, dass sowohl Theorie als auch Praxis in derselben Zeit wie ein normales Semester absolviert werden. So gewinne ich zugleich Erfahrungen in beiden dieser Bereiche mit einer Menge Abwechslung. Die hohe Belastbarkeit, Disziplin und Organisation, die von einem dualen Studenten verlangt werden, bringe ich aus meiner Zeit als Leistungssportlerin im Golf-Nationalkader mit und kann daher gut mit dem Druck der Mehrbelastung umgehen.

Für die Zeit nach dem Studium verspreche ich mir zudem bessere Chancen am Arbeitsmarkt, da ich schon während des Studiums praktische Erfahrungen und Einblicke in betriebliche Prozesse gewinnen kann. Sehr positiv ist natürlich auch der finanzielle Aspekt zu sehen. Durch das eigene Einkommen während dieser Ausbildung ist zum einen eine finanzielle Entlastung der Eltern gegeben, zum anderen können hohe finanzielle Belastungen während und nach dem Studium gemildert werden."


Hockey-Spieler & Wirtschaftspsychologe

Moritz Fürste, Doppel-Olympiasieger im Hockey, hat von 2007 bis 2010 ein duales Studium (Bachelor) im Bereich "Medienmanagement" an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) absolviert, derzeit macht er seinen Master in Wirtschaftspsychologie "Leadership and Management" an der SRH Fernhochschule Riedlingen:

"Ich habe mich Ende 2006 dazu entschieden, mit dem dualen Studium zu beginnen, weil mir die praxisbezogenen Aufgaben in meinem damaligen "einfachen" Studium (Betriebswirtschaftslehre) gefehlt hat. Nachdem ich meinen späteren Chef und Förderer/Mentor Michael Trautmann von der Werbeagentur kempertrautmann, heute thjnk, kennen gelernt und er mir angeboten hatte, den praktischen Teil des Studiums bei ihm zu absolvieren, habe ich keine Sekunde gezögert. Dass der Arbeitgeber auf mich als Leistungssportler eingegangen ist und vor allem wie er das gemacht hat, ist absolut herauszuheben.

Man ist als Leistungssportler einfach auf die Unterstützung des Unternehmens angewiesen – sei es im Bereich der Anwesenheit, oder was Uni-Prüfungen oder so angeht. Unternehmen sollten wissen, dass sie sich mit einem Leistungssportler nicht nur ein eventuelles Aushängeschild ins Büro holen, sondern auch enorme Verantwortung. Nicht selten stehen Trainingsphasen oder Wettkampfvorbereitungen an, manchmal sind auch Freistellungen nötig, inwiefern das Unternehmen darauf eingeht, entscheidet am Ende darüber, ob die Zusammenarbeit funktioniert. Bei mir hat das alles geklappt, und deshalb bin ich meinem Chef auch sehr dankbar."


Speerwerferin & Gesundheitsmanagerin

Christina Obergföll, unter anderem Silbermedaille 2012 (Speerwurf) und angehender "Master of Arts" in Prävention und Gesundheitsmanagement an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement  in Saarbrücken:

"Es ist ein großer Nachteil beim klassischen Vollzeitstudium, wenn man sich in der begrenzten Zeit, die einem als Sportler bleibt, zusätzlich zum Studienmaterial durch zig Fachbücher arbeiten muss, ohne zu wissen, was wirklich prüfungsrelevant ist. Die Wiederholungsfragen in den Studienbriefen bei meinem Studium an der Deutschen Hochschule kommen mir hier sehr entgegen, denn ich kann meinen eigenen Wissenstand zwischendurch stets abfragen. Gleichzeitig ist die Betreuung im Fernstudium sehr intensiv." Vorteilhaft findet sie auch, dass der erlernte Stoff in kompakten Präsenzphasen am Studienzentrum nochmals praxisnah aufgearbeitet und vertieft wird: "Der Unterricht vor Ort schließt das Thema ab und bietet viele Anregungen für die praktische Umsetzung. So sind auch anspruchsvollere Themen leichter zu verstehen."

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