Numerus clausus nicht erreicht
Manchmal helfen alle Anstrengungen im Abitur nicht aus | Foto: Thinkstock/Art Of Photo
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24. Mai 2016

Ann-Christin Kieter

Ins Ausland

Numerus clausus nicht erreicht? Ab ins Ausland!

Falls der Abischnitt nicht reicht ... für Medizin

1. Österreich Österreich Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach

  • Sprache: Deutsch (der große Vorteil!)
  • Kosten: keine allgemeinen Studiengebühren an staatlichen Unis, aber 363,63 Euro pro Semester bei Überschreitung der Regelstudienzeit
  • Die Chancen: Es gibt eine "Österreicherquote" von 75 Prozent, d. h., 20 Prozent der Plätze sind für EU-Ausländer freigegeben (5 Prozent für Nicht-EU-Bürger), es muss ein harter, ganztägiger Aufnahmetest (MedAT-H) bestanden werden.

2. Ungarn Ungarn Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach

  • Sprachen: Deutsch (Uni Pécs, Semmelweis Uni Budapest), Englisch (Szent-Györgyi-Uni in Szeged), Ungarisch erst später erforderlich
  • Kosten: rund 6.500 Euro pro Semester, 200 Euro für die Bewerbung
  • Die Chancen: Noten und Leistungskurse spielen bei der Auswahl eine Rolle. Ein einjähriger Vorbereitungskurs (für 7.500 Euro) erhöht die Erfolgschance deutlich.

3. BulgarienBulgarien Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach

  • Sprachen: Englisch (die Medizinischen Unis in Varna, Pleven und Sofia)
  • Kosten: ca. 8.000 Euro pro Jahr
  • Die Chancen: In Varna muss bloß ein Bio- und Chemie-Test bestanden werden, der mit Vorbereitung durch StudiMed (Vermittlungsgebühr 8.000 Euro) kaum ein Problem darstellt. Überhaupt bekommt der Anbieter fast jeden dort unter. An anderen Unis ist eine normale Bewerbung erforderlich.

Anerkennung: Wer sein Studium vollständig innerhalb der EU oder der Schweiz absolviert, kann in Deutschland problemlos die Approbation als Arzt erhalten.


... für Psychologie

1.Österreich Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach Österreich

  • Sprache und Kosten: siehe Medizin
  • Die Chancen: In Psychologie gilt die Österreicherquote (noch) nicht. Es zählt nur das Ergebnis eines Aufnahmetests (studienspezifisches Wissen aus vorgegebenem Prüfungsstoff, Methodik und englisches Textleseverständnis).

2.Niderlande Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach Niederlande

  • Sprache: Niederländisch (Kenntnisse müssen oft mit der Bewerbung nachgewiesen werden), teilweise auch Englisch
  • Kosten: 1.984 Euro pro Jahr ("wettelijk collegegeld")
  • Die Chancen: Es gibt einen Numerus fixus. Übersteigt die Anzahl der Bewerber die Studienplätze, entscheidet das Los. 2013 z. B. wurden 78 Prozent zugelassen.

3.Belgien Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach Belgien

  • Sprache: Niederländisch oder Französisch
  • Kosten: 890 Euro pro Studienjahr
  • Die Chancen: Es wird versucht, jeden Bewerber zuzulassen. Und ausländische Studieninteressenten sind äußerst willkommen (Sprachtest erforderlich)

Anerkennung: Vorsicht, nicht mit allen Abschlüssen kannst du die Ausbildung zum Psychotherapeuten anschließen. Informier dich vorher genau.


... für Kommunikationswissenschaft

1.Österreich Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach Österreich

  • Sprache und Kosten: siehe Medizin
  • Die Chancen: Hier gilt die Österreicherquote (noch) nicht. Es zählt nur das Ergebnis eines Aufnahmetests (allgemeine und studienbezogene Kompetenz sowie Medien- und Politikwissen).

2.Niderlande Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach Niederlande

  • Sprache und Kosten: siehe Psychologie
  • Die Chancen: Wenn du die Zulassungsvoraussetzungen (u. a. auch Mathematik im Abitur) erfüllst, steht dem Studium meist nichts im Wege.

3.Belgien Flagge | Foto: Thinkstock/MariaTkach Belgien

  • Sprache: Niederländisch (nur Vrije Universiteit Brussels)
  • Kosten: 890 Euro pro Studienjahr
  • Die Chancen: Wenn du den Sprachkurs erfolgreich absolvierst (1.480 Euro) oder ohne ausreichend Niederländisch sprichst, kann es losgehen!

Anerkennung: Für viele ist dieses Fach die (trockenere) Alternative zu Journalistenschulen und Co. In der freien Medienwelt spielt die Art des Abschlusses im Grunde keine Rolle.


UNICUM Karriere-Tipp

Ein Studium im Ausland bedarf einer guten Vorbereitung und sicherlich entstehen bei dir schnell Fragen rund um deine Planungen. Bekommt man beispielsweise BAföG im Ausland? Wann solltest du am besten mit der Organisation beginnen?

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