Restaurantfachfrau Ausbildung
Auch die Bar gehört zum Aufgabenbereich der Restaurantfachfrauen. | Foto: Chen Walrus/Pexels
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05. Jun 2018

Sabine Neumann

Ausbildung

Wie wird man eigentlich… Restaurantfachfrau?

Katharina Kissel im Interview mit UNICUM

Unkomplizierter Bewerbungsprozess

UNICUM: Wie kamst du darauf Restaurantfachfrau zu werden?
Ich habe schon während meiner Schulzeit gerne in Restaurants gearbeitet und mir so mein Taschengeld ein klein wenig aufgebessert. Ein Studium hat mich damals noch nicht interessiert.

Wie sah deine Bewerbung dann aus? Gab es Prüfungen für dich?
Nein, überhaupt nicht. Ich hatte ein ganz normales Vorstellungsgespräch im Maritim Hotel und bekam währenddessen schon sofort die mündliche Zusage.

Wie lange geht deine Ausbildung?
Meine Ausbildung wurde aufgrund meines Abiturs und meiner "kleinen" Berufserfahrung von drei auf zwei Jahre verkürzt.

Als Restaurantfachfrau hat Katharina einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
In meiner aktuellen Abteilung habe ich Wechseldienst: 8 Uhr bis 16:30 Uhr, 16 Uhr bis 1 Uhr, mein persönlicher Lieblingsdienst von 18 Uhr bis 3 Uhr oder von 20 Uhr mit offenem Ende. Ich war schon an verschiedenen Stationen, wie zum Beispiel der Bar oder im Restaurant im Einsatz. Außerdem gehe ich auch noch zur Berufsschule.

Was hast du während deiner Ausbildung schon alles gemacht?
Angefangen habe ich mit dem Frühstücksdienst. Dann kam der Bankettbereich mit zahlreichen Veranstaltungen hinzu. Anschließend wurde ich in der Küche eingesetzt und habe für die Frühstücksgäste etwa Eierspeisen beim "life cooking" zubereitet. Restaurant und Bar folgten. Ich habe auch hier im Haus hinter die Kulissen der Veranstaltungsplaner schauen dürfen, die große Events oder Tagungen für das Maritim Hotel Berlin organisieren und auch abwickeln.

"Ich bin stets höflich, der Gast soll schließlich wiederkommen."

Wo arbeitest du besonders gerne?
Die Bar ist schon sehr spannend. Hier braucht man beim Umgang mit den Gästen ein gewisses Fingerspitzengefühl – ganz anders als im Restaurant. Außerdem mixe ich gerne Cocktails, die ich den Gästen dann nach Wunsch serviere.

Ist schon mal etwas für dich richtig schief gegangen?
Zum Glück nicht. Ich wurde schon mal unabsichtlich von Gästen mit Tee oder Bier begossen. Das ist aber nicht weiter schlimm für mich. Da ziehe ich mich dann schnell im Haus um. Sowas kann immer mal passieren, damit muss man rechnen. Das macht ja keiner mit Absicht.

Du hast mit vielen Menschen zu tun. Worauf achtest du da besonders?
Ich bin stets höflich und aufmerksam, auch wenn ich mal schlecht drauf bin. Das sollen die Gäste nie merken. Unser Ziel ist schließlich, dass diese zufrieden sind und auch gerne zu uns wiederkommen.

Katharina kann ihre eigenen Lieblingsdrinks mixen

Wie geht es für dich beruflich weiter?
Ich werde demnächst nach der Abschlussprüfung das Maritim verlassen, um auch andere Hotels kennenzulernen. Im nächsten Jahr möchte ich ein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt Touristik beginnen. Ich könnte mir dennoch durchaus vorstellen später wieder in einem Maritim Hotel zu arbeiten.

Was möchtest du nach deinem Studienabschluss genau machen?
Mein Traum ist später im F&B Management (food and beverages – zu deutsch: Speisen und Getränke) tätig zu werden. Dort die Personalplanung zu übernehmen und einfach schauen, dass alles wirtschaftlich gut läuft und der Gast zufrieden ist, das wäre schon toll.

Du servierst so vielen Menschen Essen und Getränke. Was sind eigentlich dein persönliches Lieblingsgetränk und Lieblingsessen?
Ich esse sehr gerne asiatisch und mag Sushi. Mein Lieblingsgetränk ist der Cosmopolitan. Seine Zutaten sind Wodka, Orangenlikör, Limetten- und Cranberrysaft und er ist sehr fruchtig. Er ist ein Klassiker in jeder Bar.


Katharina Kissel

Zur Person: Die Restaurantfachfrau Katharina Kissel

Katharina Kissel ist 21 Jahre alt und wurde in Lich in Hessen geboren, Sie machte 2016 ihr Abitur. Anschließend begann sie im Maritim Hotel in Berlin eine zweijährige Ausbildung zur Restaurantfachfrau.

2019 möchte sie voraussichtlich ein BWL Studium aufnehmen. Ihre Freizeit verbringt Katharina überwiegend mit ihren Freunden und backt gerne Kuchen.


Kurz & Kompakt: Karriere als Restaurantfachfrau

Restaurantfachleute sind im Servicebereich tätig und betreuen Gäste entweder im Restaurant, in der Bar oder aber auch am Buffett. Ihre Aufgaben sind sehr vielfältig: Sie übernehmen die freundliche Begrüßung der Gäste, beraten und servieren Speisen und Getränke, fertigen Rechnungen an und kassieren das Geld. Ferner werden Restaurantfachleute auch bei  der Organisation von Veranstaltungen eingesetzt.

In Deutschland ist die Ausbildung für angehende Restaurantfachleute dual, das heißt sie besuchen eine Berufsschule und arbeiten dazu noch in einem Betrieb. Während ihrer schulischen Ausbildung erhalten sie unter anderem einen Überblick über Ernährung und Nahrungsmittel. Dazu gehört auch die Getränkekunde, wo man Wissenswertes über Tee, Kaffee und Wein lernt.

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