teamleiter werden
Wie ist es, nach der Ausbildung als Teamleiter einzusteigen? | Foto: Brooke Lark/Unsplash
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22. Dez 2017

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Ausbildung

Plötzlich Chef: Vom Azubi zum Teamleiter

Die Aufgaben als Teamleiter sind vielfältig

Claudia Albanese"Es war definitiv eine Herausforderung", antwortet Claudia Albanese, wenn man sie danach fragt, wie ihr Start als Vorgesetzte gelaufen ist. Die 25-Jährige ist seit Mai 2017 bei IKEA in Kaiserslautern als Teamleiterin im Verkauf tätig. Davor hat sie eine dreijährige Ausbildung zur Handelsfachwirtin absolviert. "Ich hatte zwar auch in der Ausbildung bereits die Möglichkeit, viel auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen, aber da hat man immer noch den Ausbilder als Stütze, den man um Rat fragen kann", sagt Claudia. Für sie ist ihre Stelle auch nach fast einem Jahr immer noch jeden Tag aufs Neue spannend: "Man weiß nie, was passiert. Jeden Tag kommen neue Aufgaben auf mich zu."

"Man muss sich erst mal beweisen."

Claudia ist in ihrem Einrichtungshaus für die beiden Abteilungen Kinder- und Büromöbel sowie für die Betreuung der Geschäftskunden zuständig. Dabei trägt sie viel Verantwortung und hat ein klares Ziel vor Augen: "Ich bin zum einen für den Umsatz in meinen Abteilungen zuständig und dafür, dass unsere Ziele erreicht werden. Meine andere große Aufgabe liegt darin, für meine Mitarbeiter da zu sein und sie in ihrer täglichen Arbeit und weiteren Entwicklung zu unterstützen." Claudias Team besteht aktuell aus 15 Personen, darunter auch Azubis, die sie ausbildet. Die meisten davon sind älter als sie. "Da muss man sich natürlich erst mal beweisen, damit man auch angenommen wird", erklärt Claudia. Schwer fällt ihr das glücklicherweise aber nicht. "Mir fällt es leicht, auf Leute zuzugehen und ich habe kein Problem damit, mich in Teams zu integrieren."


Claudias Tipps für selbstbewusstes Auftreten

1. Präsenz und Interesse zeigen

"Nicht im Hintergrund agieren, sondern das Gespräch mit Mitarbeitern und Kollegen suchen, häufiger mal nachfragen und darüber nachdenken, wie man auf andere wirkt – das schafft Sicherheit."

2. Keine Angst vor Veränderung

"Vor meiner Ausbildung habe ich nie darüber nachgedacht, ob ich mir eine Führungsposition zutraue, oder nicht. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen."

3. Viel kommunizieren

"Wenn ich jemandem eine Aufgabe übergeben möchte, gebe ich einen vollständigen Kontext dazu. Ich erkläre demjenigen also genau, worum es geht, was das für einen Nutzen hat und warum es wichtig ist, das umzusetzen. Wenn sich mein Gegenüber ein komplettes Bild von der Situation machen kann, ist es sehr leicht, ihn zu überzeugen. Statt nur zu sagen 'Bring mal bitte die Teller in die andere Abteilung, die müssen wir da als Zusatz platzieren', ist es besser, zu erklären 'Wir möchten die Teller dort als Zusatz platzieren, weil wir damit den Abgriff und somit den Umsatz steigern können'."


Was macht einen guten Vorgesetzten aus?

In ihren ersten Monaten als Teamleiterin hat Claudia viel darüber gelernt, was einen guten Vorgesetzten ausmacht. "Man sollte ein offener und ehrlicher Mensch sein, damit man auch schwierige Situationen sachlich angehen kann. Außerdem muss man gut zuhören können und keine Entscheidungen scheuen. Wenn man selbst eine große Leidenschaft für seine Arbeit hat, kann man auch andere leichter mitreißen", sagt Claudia. Auch wenn organisatorische Aufgaben einen großen Teil ihrer Tätigkeit einnehmen, ist es Claudia wichtig, sich Zeit für ihre Mitarbeiter zu nehmen. "Ich bin gerne für mein Team da und weiß die Talente jedes Einzelnen zu schätzen."


Aufgaben Teamleiter


Zuhören ist wichtig

Ist alles in Ordnung? Gibt es vielleicht Unstimmigkeiten? Was könnte besser laufen? All diese Fragen hat sie immer im Blick. Mitarbeitern zuzuhören, ist für sie deshalb die wichtigste Aufgabe eines Teamleiters: "Dadurch erfährt man viel über die einzelnen Menschen und bekommt ein Gespür dafür, wie man am besten mit ihnen umgeht und ihr Vertrauen gewinnt." Denn in einer Gruppe von 15 Leuten treffen sehr unterschiedliche Charaktere aufeinander – "ohne Vertrauen ist es nicht möglich, im Team zusammenzuarbeiten. Außerdem ist es wichtig, sich auch mal Meinungen von anderen anzuhören und darauf einzugehen. Denn die Mitarbeiter haben sehr viele gute Ideen: Wenn man sich die Zeit nimmt, zuzuhören, kommen da ganz tolle Sachen bei raus!" Auch wenn es im Arbeitsalltag mal stressig wird und es zu Konfliktsituationen kommt, ist es wichtig, das Gespräch zu suchen und Probleme direkt anzusprechen. "Oft entstehen auch einfach Missverständnisse – wenn man dann noch mal nachfragt und sich die Situation erklären lässt, ist es meistens halb so schlimm."


Über Claudia und ihre Ausbildung

Claudia ist 25 Jahre alt, kommt aus Würzburg, und hat ihre Ausbildung zur Handelsfachwirtin bei IKEA in Regensburg, Kaiserslautern und Hamburg absolviert. Die Ausbildung vereint einen Abschluss in einem kaufmännischen Ausbildungsberuf mit der weiteren Qualifizierung zum/zur Handelsfachwirt/in. Die Ausbildung bereitet darauf vor, später Führungsaufgaben in unterschiedlichen Bereichen des Handels übernehmen zu können. Zu den typischen Job-Positionen für Handelsfachwirte gehören: Abteilungs- oder Filialleiter sowie Team- oder Projektleiter. Voraussetzung sind das Abitur oder die Fachhochschulreife.

So sieht die Ausbildung zum Handelsfachwirt bei IKEA aus:

  • Bei IKEA beginnt der Handelsfachwirt mit der Ausbildung zum/zur Einzelhandelsmann/-frau, danach entscheiden sich die Auszubildenden nach und nach für "ihren" Bereich.
  • Zur Auswahl stehen: Verkauf, Logistik, Kundenservice, Recovery oder IKEA FOOD.
  • Bei IKEA hat man die Möglichkeit, als Teamleiter in den genannten Bereichen zu starten.
  • Die Ausbildung dauert 33 Monate, führt dich durch 3 verschiedene Einrichtungshäuser und endet mit den zwei bereits genannten IHK-Abschlüssen sowie einem Ausbildereignungsschein.
  • Mehr Infos zur Ausbildung bei IKEA bekommst du auf www.ausbildung.ikea.de

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