No-Gos Vorstellungsgespräch
Schlecht vorbereitet darfst du dich nicht über Misserfolg wundern | Foto: Thinkstock/SIphotography
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16. Jun 2016

Marc Wiegand

Ausbildung

No-Gos im Vorstellungsgespräch

Drei Personalerinnen berichten

Unsere Expertinnen:

Personalerinnen Vorstellungsgespräch

Schlechte Vorbereitung und Unpünktlichkeit

Romy Sinn, SAP SE Ausbildungsmarketing

"In meiner derzeitigen Rolle bei SAP führe ich oft Bewerbertrainings mit Schülern durch. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Thema Vorstellungsgespräche und den typischen Fehlern der Bewerber. Das größte No-Go ist definitiv, wenn die Bewerber unvorbereitet zum Vorstellungsgespräch kommen. Auch Unpünktlichkeit sollte man strikt vermeiden und sich für den Notfall immer die Telefonnummer des Unternehmens notieren.

Wir erwarten einen freundlichen, höflichen und respektvollen Umgang mit uns, der für uns auch gegenüber dem Bewerbers selbstverständlich ist. Die Realität zeigt sich jedoch leider oft anders."


Wenn Bewerber eine Rolle spielen ...

Ann Keber, Ausbilderin bei der Bayern LB

"Ein Bewerbungsgespräch sollte von Respekt und Wertschätzung geprägt sein – von beiden Seiten. Nicht wertschätzend ist ein unangemessenes Outfit und unhöfliches Auftreten. Unangebracht hierbei ist auch, einen zu persönlichen Ton anzuschlagen. Das Gespräch sollte beide Gesprächspartner authentisch wirken lassen. Ich finde es befremdlich, wenn ich den Eindruck gewinne, mein Gegenüber spiele eine Rolle.

Man sollte zudem seine Grenzen kennen. Ambitionierte Ziele sind gut und wichtig, sollten aber auch realistisch sein. In fünf bis zehn Jahren wird man nicht Vorstand einer Großbank. Stolz darf man auf seine Noten sein – aber ebenso kritisch. Die Ursache schlechter Noten liegt nicht nur am Lehrer."


Lügen im Lebenslauf

Nadja Martel, stellvertretende Personalleiterin bei der WISAG Gebäude- und Industrieservice

"Ist ein Bewerber nicht genügend über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle informiert und kann auch auf Nachfrage nicht sagen, warum er gerade bei uns arbeiten will und was ihn für den Job qualifiziert, macht das einen sehr schlechten Eindruck.

Außerdem sollte man genau wissen, was in den eigenen Bewerbungsunterlagen steht – ein wenig aufpoliert ist beinahe jeder Lebenslauf, Lügen hingegen sind ein klares No-Go."


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