Referat halten
Ein gutes Referat zu halten, ist gar nicht so schwer | Foto: Thinkstock/lofilolo
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20. Jun 2015

Andreas Benz

Referate

Referat halten

Tipps für einen runden Vortrag

1. Worum geht es bei einem Referat?

Im Kern geht es bei Präsentationen um die inhaltliche Zusammenfassung eines oder mehrerer Texte. Dabei kommt es vor allem darauf an, die Kernaussagen herauszuarbeiten und zu erläutern. Je nach Vorgabe des Lehrenden sollte im Anschluss eine Bewertung folgen. Was sind die Stärken und Schwächen des zugrundeliegenden Textes? Wie sehen seine Aussagen im Vergleich zu einem anderen Text aus? Übertragen auf die Arbeitswelt stellen sich hier die Fragen nach Konkurrenzprodukten, deren Vor- und Nachteilen und der Machbarkeit eines Projekts. Um diese Aspekte richtig rüberzubringen, ist eine gute Gliederung unerlässlich.

2. Der Aufbau eines Referates

Vorträge sind im Grunde wie eine Hausarbeit aufgebaut:

1. Einleitung
2. Hauptteil
3. Schluss

Im Gegensatz zur schriftlichen Arbeit sollte das Referat aber nicht zu kleinteilig werden. Spätestens nach Punkt 3.2.1 hast du deine Zuhörer verloren.

Daraus ergibt sich auch, dass dein Vortrag nicht zu lang sein sollte. 15 bis 20 Minuten sind ein gutes Maß. Versuch möglichst frei zu reden und alle Teilnehmer anzusprechen. Das schaffst du am besten, wenn du dir nur die wichtigsten Stichpunkte als Gedankenstütze auf einem Notizzettel aufschreibst und den Rest aus dem Kopf heraus vortragt.

Achte auf eine gelungene Einleitung:

  1. Versuch deine Hörer auf das Thema aufmerksam zu machen
  2. Sprich lebhaft und locker
  3. Fragen, Anekdoten und Zitate sind gute Mittel für einen gelungenen Einstieg

Darauf folgt eine kurze Vorstellung des Vortragsthemas. Erkläre deinen Hörern im Anschluss, was folgt und wie du den weiteren Vortrag strukturierst. Der Hauptteil sollte aus drei bis vier Einheiten bestehen. Idealerweise stellst du eine These und Antithese vor. Deine eigenen Forschungserkenntnisse folgen dann im letzten Drittel. Achtet bei allem darauf, dich möglichst kurz und präzise zu fassen. Orientierungspunkte helfen dem Zuhörer dabei, den roten Faden zu behalten. Versuch am Ende eines Informationsblocks das Gesagte kurz zusammenzufassen.

Im Schlussteil fasst du den Vortrag zusammen und verdeutlicht noch einmal die Kernaussage. Wenn du mit einer Anekdote begonnen hast, kannst du in deinen Abschlussworten noch einmal darauf zurückkommen, so wird das Referat rund. Anschließend solltest du die Diskussion einleiten.

3. Bilder bringen Leben in ein Referat

Menschen können sich visuelle Eindrücke am besten merken. Nutze das aus! Unterstütze deinen Vortrag durch eine Powerpoint-Präsentation. Blende die Gliederung bei Übergängen von einem Themenblock zum nächsten ein. Verdeutliche Kernaussagen mit kurzen Zitaten. Nutze (wenn möglich) Tabellen und Bilder, um das Gesagte visuell zu untermalen. Darüber hinaus solltest du am Ende eures Referats ein Hand-out austeilen. Dort sind noch einmal die Gliederung, die wichtigsten Aspekte und Thesen und eure Quellen vermerkt. Du kannst auch weiterführende Literaturangaben machen.

Wichtig: Gib das Hand-out erst am Ende des Referats heraus. Andernfalls schenken deine Zuhörer dem Zettel mehr Aufmerksamkeit als dir.

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