Trendsport Outdoor
Stand Up Paddling ist der neuste Outdoor-Trend | Foto: Thinkstock/Ziviani
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29. Mai 2015

Ann-Christin Kieter

Freizeittipps

Trendsportarten: Ab nach draußen!

Outdoor-Hits im Überblick

Discgolf

Frisbee spielen mal anders! "Die Regeln sind wie beim Golf. Derjenige gewinnt, der die wenigsten Würfe braucht. Grundsätzlich kann man mit diesem Basis-Wissen schon spielen", sagt Thomas Kowalczyk vom Wolfsburger Discgolf-Verein TimberWolfes. In Deutschland finden sich inzwischen 63 Discgolf-Anlagen, meist in Parks, in denen der Eintritt gratis ist. Für Anfänger reicht eine Allround-Scheibe. "Profis haben allerdings bis zu 30 verschiedene Frisbees für verschiedene Situationen. Zum Beispiel den Putter für den Endwurf in den Korb oder den Driver, mit dem man zu Anfang locker über 100 Meter Entfernung kommt."


Stand Up Paddling

Ruhe statt Rasanz: Beim Stand Up Paddling, kurz SUP genannt, steht der Sportler aufrecht auf einem Surfbrett und bewegt sich mit einem Paddel fort. Ursprünglich kommt es aus Hawaii, wo es vom "normalen“ Surfen abgeleitet wurde. Auch in Europa hat SUP jetzt auf vielen Binnengewässern Einzug gehalten. In Hamburg zum Beispiel kann man ganz lässig über Alster und rund um das historische Stadtzentrum Stades paddeln. Auch viele andere deutsche Städte bieten die umweltschonende Wassersportart an, denn sie verbindet viele Aspekte: Es werden mehrere Muskeln trainiert, man kann sich auspowern, gleichzeitig wirken das Wasser und die Natur entspannend. Und: Man braucht für dieses Surffeeling weder Wind noch Wellen!


Sporthockern als Trendsportart

Rumhocken und Trendsport – das klingt erst einmal wie ein Widerspruch. Das ist anders, seit die Produktdesigner Michael und Stephan Landschütz 2008 das "Sporthockern“ erfunden haben. Es ist eine Mischung aus Skateboarding, Akrobatik, Jonglage und Breakdance – nur eben mit einem Hocker. Die eigens von den Brüdern entwickelten Sporthocker sind leicht, robust und schön bunt.

Das Tolle: Anfänger lernen die ersten Tricks in 10 Minuten. Mittlerweile gibt es Fans in ganz Europa, sogar eigene Meisterschaften werden ausgetragen. Mehr Infos gibt es auf www.Sporthocker.com.

Übrigens: Es gibt sogar eine eigene „Sprache“ beim Sporthockern. In diesem Sinne: "Hock ’n’ Roll!“


X-Mobile

Den Brettspiel-Klassiker "Scotland Yard“ könnt ihr auch in der realen Welt spielen! Alles, was ihr braucht, sind ein Smartphone mit Datenflatrate und gutem Akku sowie die "X-mobile"-App (für iPhone und Android). "Es können ein ‚X‘ und bis zu fünf Detektive gleichzeitig spielen", erklärt Mark von Zeschau, der das GPS-basierte Game 2008 an der Uni Bonn mitprogrammiert hat.

Im Schnitt wird "X" nach 20 bis 25 Minuten Jagd quer durch die Stadt mit den Worten "Hab dich!" geschnappt. Den Umkreis können die Spieler vorher selbst festlegen. Verlässt ein Spieler den Radius, gibt es Strafen wie den "Screamer", bei dem das Smartphone plötzlich einen lauten Hitchcock-Schrei loslässt.

Auf Facebook verabreden sich auch Fremde untereinander zu Partien, die meistens eher in Großstädten stattfinden.


Parkour

Macht die Stadt zu eurem Spielplatz! Auch für Anfänger gibt es genügend Möglichkeiten: "Zu den Grundlagen gehört es zum Beispiel, sich an Mauern hochzuziehen oder Präzisionssprünge zu üben – also auf den Boden bestimmte Punkte zu markieren, um auf ihnen zu landen", erklärt der Parkour-Meister Amadei Weiland (25). Dabei spielt die Körperhaltung eine wichtige Rolle, beim Springen solltet ihr beispielsweise auf dem Fußballen landen, sonst kommt es schnell zu Verletzungen. Auf YouTube gibt es eine Menge Tutorials, die euch zeigen, wie es geht – in größeren Städten könnt ihr euch am besten Tipps von den Profis in Parkour-Kursen holen.


Tualoop

Den Abschluss der Trendsportarten bildet Tualoop einfach hinterher. Mit dem Ring, der wie ein Frisbee durch die Luft schwebt und auf dem Rasen rollt und springt wie ein Ball, lassen sich verschiedene Varianten wie Zielwerfen, freies Spiel oder Golf ausprobieren. Die Idee dafür kam den beiden Erfindern Tony Ramenda (29, Wiwi-Student) und Matthias Meister (28, Geographie-Student), als sie im Nürnberger Spielzeugmuseum ein Reifenspiel aus dem 17. Jahrhundert entdeckten. Durch den Einsatz neuester Biowerkstoffe und eine regionale Produktion setzen die beiden Leipziger mit ihrem Start-up "TicToys" auf eine nachhaltige Spielzeugkultur.

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Deine Meinung:

Veröffentlicht am 23. Nov 2015 um 14:35 Uhr von Max H
Finde ich gut, dass ihr ein paar neue Aspekte im Sport zeigt. Bei einigen eurer zurecht genannten Trendsportarten braucht man jedoch ein Meer um die Ecke oder sind ggf. zu gefährlich, gerade für Kinder. Was ich persönlich auch klasse finde, ist Waveboarden. Das Fahrgefühl ist ganz anders als auf einem Skateboard und so lange gibt es Waveboarden auch noch nicht auf dem Markt, ich habe etwas recherchiert und das ganze in meinem Blog zusammengefasst: asphalt-rider.de/waveboard-original-die-geschichte-des-waveboards/ Seit etwa 2007 ist die Sportart auf dem Vormarsch. Es hat sich an einigen Schulen bereits im Schulsport etabliert, da es die Koordination und Balance stark fördert! Ob es noch eine Trensportart ist oder bereits etabliert ist, lässt sich natürlich nicht so genau sagen und hierbei scheiden sich die Geister ;) Viele Grüße Max