Bundestagswahl
Du entscheidest mit, wer im deutschen Bundestag sitzt | Foto: Thinstock/Sepici
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13. Aug 2013

Denise Haberger

Deine Rechte

Bundestagswahl: Das erste Mal wählen

-ARCHIV-

Die wichtigsten Fakten rund um die Stimmabgabe

Wer darf wahlen gehen?

Wählen darf jeder Bundesbürger, der mindestens 18 Jahre alt ist. Das trifft in Deutschland auf 61,8 Millionen Menschen zu. In Deutschland gibt es keine Wahlpflicht, es ist also eure Entscheidung, ob ihr überhaupt hingeht.


Wie stimmt man bei der Bundestagwahl ab?

Der Klassiker ist der Gang zur Urne am Wahltag: Von 8 bis 18 Uhr könnt ihr in eurem Wahllokal in der Nähe, meist eine Schule oder Ähnliches, eure Kreuze machen.

  • Vergesst die Wahlbenachrichtigung und den Personalausweis nicht!

Die Wahl an sich ist geheim: Ihr geht alleine in eine Kabine, sodass keiner sehen kann, wem ihr eure Stimme gebt. Habt ihr an dem Tag keine Zeit, so könnt ihr bei eurer Stadt auch die Briefwahl beantragen. Ihr bekommt dann den Stimmzettel zugeschickt oder könnt ihn persönlich abholen und müsst ihn nur noch ausfüllen und rechtzeitig zurückschicken, damit er bis zum Tag der Wahl auch ankommen kann.


Zweimal abstimmen!

Auf dem Stimmzettel könnt ihr zwei Kreuze machen:

  • Mit eurer Erststimme wählt ihr einen Kandidaten aus eurem Wahlkreis. In Deutschland gibt es 299 Wahlkreise. Derjenige mit den meisten Stimmen kommt dann als Abgeordneter mit einem Direktmandat in den Bundestag.
  • Die Zweitstimme gebt ihr eurer Wunschpartei. Dieses zweite Kreuz entscheidet, wie die 598 Sitze im Bundestag unter den Parteien aufgeteilt werden. Sie bestimmt also die Mehrheitsverhältnisse im deutschen Parlament. Eine Partei mit einem Drittel der Zweitstimmen bekommt auch ein Drittel der Sitze. Die verbleibenden 299 Sitze werden dann von den Landeslisten der Partei besetzt, entsprechend der Mehrheitsverhältnisse.

Welche Parteien stehen zur Wahl?

Der Bundeswahlausschuss hat 2013 insgesamt 38 Parteien zugelassen. Dabei waren CDU/CSU, die SPD, die FDP, die Linken und die Grünen. Dazu kommen noch die Piraten, die NPD und die Freien Wähler. Weil sie in Landtagen vertreten sind, gelten auch sie als etablierte Parteien.

Daneben gibt es eine Menge sogenannter Splitterparteien, wie zum Beispiel die Feministische Partei Die Frauen, die Tierschutzpartei oder die Rentner Partei Deutschland. Wer in den Bundestag will, muss die Fünfprozenthürde knacken, das heißt mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen bekommen.


So geht’s nach der Wahl weiter

Am Wahltag schließen die Wahllokale um 18 Uhr, danach zählen die Wahlhelfer die Stimmen aus. Konnte keine der Parteien die absolute Mehrheit, sprich 50 Prozent der Stimmen, bekommen, gibt es zwei Optionen:

  • Minderheitenregierung
  • Oder die üblichere Variante, die Koalition: Dabei finden sich Parteien zusammen, die gemeinsam die Mehrheit haben. Sie bilden die Regierung und stellen den Bundeskanzler, der im Übrigen vom neuen Bundestag gewählt wird.

Für welche Partei schlägt euer Herz?

Der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung hilft vielleicht. Ihr antwortet auf 38 Thesen und der Wahl-O-Mat spuckt euch die Partei aus, die euren Positionen am nächsten steht. Dann müsst ihr euch nur noch entscheiden: www.wahlomat.de


Noch nicht 18?

So richtig offiziell dürft ihr erst ab 18 wählen, aber bei der "U-18"-Wahl neun Tage vor dem "echten" Termin könnt ihr unter leicht veränderten Bedingungen eure Stimme abgeben. Die Ergebnisse werden dann ausgewertet und veröffentlicht.

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